Jobs mit Verantwortung

Ohne uns läuft nichts: Arbeiten bei den Wasserwerken

Rohrkontrolle bei Hamburg Wasser: Gut möglich, dass solche Jobs künftig von Drohnen oder Robotern übernommen werden - denn die Digitalisierung macht auch vor den Wasserversorgern nicht Halt. Foto: Dirk Uhlenbrock/HAMBURG WASSER/dpa-tmn
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Rohrkontrolle bei Hamburg Wasser: Gut möglich, dass solche Jobs künftig von Drohnen oder Robotern übernommen werden - denn die Digitalisierung macht auch vor den Wasserversorgern nicht Halt. Foto: Dirk Uhlenbrock/HAMBURG WASSER/dpa-tmn
Unter der Stadt: Bei Hamburg Wasser gehört auch Unterstützung bei der Verlegung von Glasfaserkabeln zu den Aufgaben. Foto: Ulrich Perrey/HAMBURG WASSER/dpa-tmn
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Unter der Stadt: Bei Hamburg Wasser gehört auch Unterstützung bei der Verlegung von Glasfaserkabeln zu den Aufgaben. Foto: Ulrich Perrey/HAMBURG WASSER/dpa-tmn
In der Schaltzentrale: Hier sorgen die Mitarbeiter von Hamburg Wasser dafür, dass immer genug Wasser zur Verfügung steht - auch wenn in der Halbzeitpause eines wichtigen Fußballspiels viele Menschen gleichzeitig zur Toilette gehen. Foto: Dirk Uhlenbrock/HAMBURG WASSER/dpa-tmn
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In der Schaltzentrale: Hier sorgen die Mitarbeiter von Hamburg Wasser dafür, dass immer genug Wasser zur Verfügung steht - auch wenn in der Halbzeitpause eines wichtigen Fußballspiels viele Menschen gleichzeitig zur Toilette gehen. Foto: Dirk Uhlenbrock/HAMBURG WASSER/dpa-tmn
Stimmt die Qualität? Wasserversorger wie Hamburg Wasser sorgen nicht nur dafür, dass immer Wasser aus der Leitung kommt - sie sorgen auch dafür, dass es sauber ist. Foto: HAMBURG WASSER/dpa-tmn
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Stimmt die Qualität? Wasserversorger wie Hamburg Wasser sorgen nicht nur dafür, dass immer Wasser aus der Leitung kommt - sie sorgen auch dafür, dass es sauber ist. Foto: HAMBURG WASSER/dpa-tmn
Arbeit an der frischen Luft: Aufgaben und Belegschaft von Wasserversorgern sind oft sehr vielfältig, Hamburg Wasser zum Beispiel beschäftigt auch Geologen. Foto: Dirk Uhlenbrock/HAMBURG WASSER/dpa-tmn
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Arbeit an der frischen Luft: Aufgaben und Belegschaft von Wasserversorgern sind oft sehr vielfältig, Hamburg Wasser zum Beispiel beschäftigt auch Geologen. Foto: Dirk Uhlenbrock/HAMBURG WASSER/dpa-tmn
Wie geht es dem Wasser? Teil der Ausbildung bei den Berliner Wasserbetrieben ist auch die Ausbildung im Labor. Foto: Berliner Wasserbetriebe/Malte Jaeger/dpa-tmn
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Wie geht es dem Wasser? Teil der Ausbildung bei den Berliner Wasserbetrieben ist auch die Ausbildung im Labor. Foto: Berliner Wasserbetriebe/Malte Jaeger/dpa-tmn
Ausrücken zur Kontrolle: Auszubildende der Berliner Wasserbetriebe beim Außeneinsatz. Foto: Berliner Wasserbetriebe/Malte Jaeger/dpa-tmn
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Ausrücken zur Kontrolle: Auszubildende der Berliner Wasserbetriebe beim Außeneinsatz. Foto: Berliner Wasserbetriebe/Malte Jaeger/dpa-tmn
Ole Braukmann ist Pressesprecher bei Hamburg Wasser. Foto: HAMBURG WASSER/Malte Joost/dpa-tmn
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Ole Braukmann ist Pressesprecher bei Hamburg Wasser. Foto: HAMBURG WASSER/Malte Joost/dpa-tmn

Den Hahn auf, den Hebel hoch, und schon fließt Wasser aus der Leitung. Kaum einer denkt über diesen Handgriff nach - sauberes Trinkwasser ist in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Doch dahinter steckt eine Menge Arbeit von vielen verschiedenen Profis.

Berlin (dpa/tmn) – Rund eine Badewanne voller Wasser verbraucht jeder Bundesbürger im Schnitt pro Tag. 123 Liter waren es 2015, sagt Daniel Wosnitzka, Pressesprecher des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW).

Damit dieses ganze Wasser in einwandfreier Qualität aus der Leitung fließt, sind die Mitarbeiter von Wasserwerken und Wasserversorgern Tag und Nacht im Einsatz. Das Rückgrat der Belegschaft bilden meistens die Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik: Beim Zweckverband Landeswasserversorgung in Stuttgart (LW) stellen sie mit einem knappen Drittel zum Beispiel einen Großteil der Beschäftigten.

"Es ist ein sehr vielfältiger Beruf", sagt Unternehmenssprecher Bernhard Röhrle. Unter anderem sind die Fachkräfte dafür zuständig, dass immer hygienisch einwandfreies Wasser in den Leitungsrohren ankommt. Sie bedienen, überwachen und warten die Anlagen, die Wasser fördern, aufbereiten oder verteilen.

Die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik ist ein klassischer Ausbildungsberuf. Bei den meisten Wasserwerken gibt es aber noch andere Azubis - darunter der Bauzeichner, der Chemielaborant, der Elektroniker für Betriebstechnik oder der Kaufmann für Büromanagement. Auch Hochschulabsolventen arbeiten in den Betrieben - vor allem Bauingenieure, aber auch IT-Betreuer, Elektro- und Vermessungsingenieure.

Jenseits des Fachwissens sind dort vor allem die berühmten Soft Skills gefragt. "Man sollte im Team arbeiten können", sagt Dana Buchholz, Leiterin des Bereichs Personalmanagement bei den Berliner Wasserbetrieben. "Man muss für das Unternehmen brennen - unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind alle stolz darauf, für die Wasserbetriebe arbeiten zu dürfen."

Für sauberes und gesundes Trinkwasser zu sorgen, ist eine große Verantwortung. Hohe Motivation und Zuverlässigkeit sind deshalb in allen Tätigkeitsbereichen Voraussetzung. Aber auch fundierte Fachkenntnisse werden immer wichtiger - auch in scheinbaren Nischen. "Die Struktur in der Wasserversorgung verändert sich seit den letzten Jahren deutlich, weil die Anforderungen immer komplexer werden", erklärt Röhrle. "Bei den heutigen Anforderungen an Wasserqualität und Aufbereitung müssen sich die Leute mehr und mehr spezialisieren."

Ole Braukmann, Pressesprecher bei Hamburg Wasser, sieht in der Digitalisierung eine große Herausforderung. "Wir können noch gar nicht so recht vorhersagen, wo das in unserem Arbeitsumfeld überall eine Rolle spielen wird", sagt er. "Aber klar ist: Alles, was digitalisiert werden kann, wird irgendwann digitalisiert."

Bei Hamburg Wasser wird sich laut Braukmann im Jahr 2030 die Hälfte der jetzigen Belegschaft im Ruhestand befinden. Kein Einzelfall: Auch andere Wasserversorger müssen kräftig nachbesetzen. "Der Wettbewerb um talentierte junge Mitarbeiter wird sich zukünftig auch für die Unternehmen der Wasserwirtschaft verschärfen", prognostiziert DVGW-Sprecher Wosnitzka.

Eine Herausforderung dabei: Viele Arbeitgeber in der freien Wirtschaft zahlen besser als öffentliche Wasserversorger. Dafür punkten die Betriebe mit weichen Faktoren, sagt Ole Braukmann. "Wer dort arbeitet, tut etwas Gutes für seinen Heimatort, diese lokale Verankerung ist vielen Mitarbeitern sehr wichtig."

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