Den Überblick behalten

So bringen Sie Ordnung ins Finanz-Chaos

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Nur wer den Überblick über die täglichen Ausgaben nicht verliert, kann kluge Finanz-Entscheidungen treffen.

München - Geld ist schneller ausgegeben, als man gucken kann. Daher ist ein guter Überblick über die eigenen Finanzen mehr als nur wichtig. Die tz gibt Ihnen wichtige Tipps zum Haushaltsbuch an die Hand.

Wer kennt es nicht: Das hart verdiente Geld rinnt einem oft schneller durch die Hände, als einem lieb ist. Wenn das Konto regelmäßig schon vor Monatsende leer ist, sollte man einen besseren Überblick über Ein- und Ausgaben gewinnen. Der finanzielle Hausputz fängt mit der Ordnung an – denn nur wer weiß, was er wann und wofür ausgibt, kann Einsparpotenziale erkennen. Die tz gibt Ihnen wichtige Tipps zum Haushaltsbuch an die Hand.

Wenig Aufwand, viel Ersparnis: Ein Haushaltsbuch kostet zunächst einmal – nämlich Zeit. Sobald die erste Hürde genommen ist, sind aber nur noch wenige Minuten täglicher Pflege nötig.

Der erste Schritt: Um einen Überblick über die eigenen Finanzen zu gewinnen, ist es nicht nur wichtig zu wissen, wie viel Geld man ausgibt, sondern auch, wie viel Geld von woher überhaupt monatlich zur Verfügung steht. Meist reicht es nicht, nur das monatliche Nettoeinkommen einzutragen. Bekommen Sie Weihnachts- oder Urlaubsgeld? Was ist mit Boni oder Provisionen? Staatliche Zuschüsse wie Kinder- oder Wohngeld tragen ebenfalls zum Haushaltseinkommen bei. Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen – sie alle gehören auf die Haben-Seite.

Wohin geht das Geld? Als Nächstes sollten Sie sich Ihre ständig wiederkehrenden Ausgaben vornehmen. Sie machen für gewöhnlich den größten Batzen aus und sind leicht zu identifizieren: Miete, Strom, Gas und Telefon sind die Klassiker. Ebenfalls erhellend: Versicherungsbeiträge und Mitgliedsbeiträge in Vereinen. Damit Ihnen hier nichts entgeht, empfiehlt Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken, alle Kontoauszüge sowie zusätzlich Lastschriftverfahren und Daueraufträge auf solche Zahlungen durchzugehen. Einmal zusammengerechnet, lassen sie sich als fester Betrag für alle weiteren Monate verwenden. Jährliche Bezüge oder Aufwendungen pro Quartal wie für Versicherungen, Steuern oder Abschlagszahlungen sollte man in dem Monat eintragen, in dem sie anfallen. Oder man teilt sie durch zwölf und nimmt den Teilbetrag jeden Monat in die Planung auf.

Möglichst bei jedem Kauf einen Beleg geben lassen

Budget ermitteln: Nun haben Sie die Einnahmen und die monatlichen Ausgaben gegenübergestellt und können so erkennen, wie viel Geld für die kleinen und großen unregelmäßigen Ausgaben bleibt.

Unregelmäßige Ausgaben: Jetzt wird’s knifflig. Die unregelmäßigen Kosten für Lebensmittel, Kleidung und Freizeit wollen jeden Tag neu gezählt werden. Nicht nur der Kaffee zum Mitnehmen oder die Restaurantrechnung am Abend müssen notiert werden – auch besondere Posten wie etwa Aufwendungen für den Urlaub, für Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke oder für Möbel und Reparaturen kommen dazu. Hier sollten Sie konsequent sein und sich möglichst bei jedem Kauf einen Beleg geben lassen. Wer sich jeden Abend kurz Zeit für die Buchführung nimmt, kann sich einen guten Überblick über die kleinen Geldfresser des Alltags verschaffen. Manchen fällt es dagegen leichter, Belege und Quittungen in einer Box zu sammeln und wöchentlich zu übertragen. Wie auch immer: Ein Haushaltsbuch ist nur dann richtig aussagekräftig, wenn die Eintragungen konsequent erfolgen und ausgewertet werden. Denn häufig summieren sich kleine Posten zu erstaunlich hohen Beträgen.

Hilfe am Computer: Längst müssen Sparer die Ausgaben nicht mehr mit Zettel und Stift festhalten. Excel-Tabellen, Anwendungen im Online-Banking oder Buchhaltungs-Programme für den PC sind Alternativen. Der große Vorteil: Regelmäßige, feste Posten lassen sich kopieren und leichter für alle Monate übernehmen. Apps ermöglichen es, das Haushaltsbuch auch unterwegs zu führen. Wichtig: Bei der Suche nach einem App-Anbieter sollten Verbraucher darauf achten, wer hinter dem Service steckt und welche Interessen er hat – insbesondere, wenn diese Programme auch normale Bankgeschäfte ermöglichen. Die Bank muss schließlich nicht alles wissen.

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