Studie: Viele kündigen, wenn Kollegen unfreundlich sind

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Eine Studie zeigt: Viele Arbeitnehmer würden kündigen, wenn ihre Kollegen unfreundlich sind.

Düsseldorf - Jeder vierte Beschäftigte (27 Prozent) in Deutschland würde wegen unfreundlicher Kollegen den Job wechseln. Das hat eine repräsentative Studie ergeben.

Inkompetente Kollegen nennt demnach jeder Sechste (17 Prozent) als Anlass dafür, sich nach einer neuen Arbeit umzusehen. Der Hauptgrund für einen Stellenwechsel sind hierzulande aber die Chefs: Jeder zweite Arbeitnehmer (48 Prozent) will nicht bei einer Firma bleiben, in der er von der Leitung nicht eingebunden wird. Im Auftrag der Firma Regus in Düsseldorf wurden weltweit 15 000 Beschäftigte befragt, davon rund 740 in Deutschland.

Etwa vier von zehn (43 Prozent) würden kündigen, wenn sie im Unternehmen keine Aufstiegsmöglichkeiten für sich sehen. Zu viel Arbeit nennt knapp jeder Dritte (30 Prozent) als Grund dafür, über einen Jobwechsel nachzudenken. Und jeder Sechste (17 Prozent) würde das tun, wenn sich sein Job nicht mit der Familie vereinbaren lässt.

Top Ten der unbeliebten Berufe

Top Ten der unbeliebten Berufe
Eine Studie hat gezeigt, welche zehn Berufe bei den Deutschen am unbeliebtesten sind. Platz 10: Journalist. Zwölf Prozent glauben, das sei kein erstrebenswerter Beruf. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 9: Arzt. Ob es an den Schikanen der Politik liegt oder woran sonst, ist unklar. Fakt ist, 13 Prozent der Befragten bewerten den Beruf des Arztes als unbeliebt. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 8: Bankkaufmann. Wir brauchen sie alle, wollen ihren Job aber nicht machen: 15 Prozent der Befragten finden es nicht erstrebenswert Bankkaufmann oder -frau zu sein. © dpa
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Platz 7: Reinigungskraft. © dpa
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Platz 6: Grundschullehrer. 22 Prozent der Befragten nannten den Beruf des Grundschullehrers unbeliebt. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 5: Landwirt. Sich mit Viehhaltung und den besten Saatkörnern auseinanderzusetzen, steht bei den Deutschen nicht sehr hoch im Kurs. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 4: Straßenkehrer. Beinahe jeder Fünfte kann sich nicht vorstellen wie diese Männer nach dem Rosenmontagszug in Köln als Straßenkehrer zu arbeiten. © dpa
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Platz 3: Fernfahrer. Bei 29 Prozent der Befragten ist der Beruf des Fernfahrers unbeliebt. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 2: Politiker. Jeder dritte Deutsche empfindet den Beruf des Politikers als nicht erstrebenswert. Hier: Silvana Koch-Mehrin, Europaabgeordnete. © dpa
Top Ten der unbeliebten Berufe
Platz 1: Versicherungsvertreter. Ihnen unterstellen 45 Prozent der 1000 Befragten, dass sie tricksen und ihren Kunden etwas aufquatschen. © dpa

Ganz oben auf der Wunschliste der deutschen Arbeitnehmer steht eine Gehaltserhöhung: Fast jeder Zweite (44 Prozent) will mehr Geld verdienen. Ein Drittel möchte am liebsten drei zusätzliche Urlaubstage haben. Im Vergleich zu anderen Ländern ist außerdem der Wunsch nach einer bezuschussten Kinderbetreuung am Arbeitsplatz unter deutschen Arbeitnehmer verbreitet. Jeder Fünfte (20 Prozent) wünscht sich dies vom Arbeitgeber - weltweit tut das nur jeder Zehnte (10 Prozent).

dpa

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