Xing, LinkedIn & Co.

Die 15 besten Tipps für Ihre Social-Media-Bewerbung

München - Finden Sie Ihren Job längst nicht mehr top? Wollen Sie in Sachen Karriere endlich durchstarten? Dann bieten Ihnen die sozialen Netzwerke eine Riesenchance, auf sich aufmerksam zu machen.

Karrierenetzwerke wie das deutsche Xing oder der weltweite Marktführer LinkedIn sind ideale Plattformen für Ihre Jobsuche. Allerdings sollten Sie die Sache professionell angehen. Xing hat in Deutschland knapp zehn Millionen Mitglieder – und ungefähr genauso viele Fehler werden dort gemacht, bei Profilen und Bewerbung. Deshalb verraten wir Ihnen die 15 besten Tipps für Ihre Social-Media-Bewerbung.

Das richtige Netzwerk:

Xing kommt aus Hamburg und ist in Deutschland die klare Nummer eins. Wenn Sie sich für einen Job im sogenannten KMU-Bereich interessieren (kleine und mittlere Unternehmen), sind Sie hier genau richtig. LinkedIn, das in Deutschland auf rund sechs Millionen Mitglieder kommt, hat seine Stärken bei Großunternehmen und internationalen Konzernen. Der Einfluss der Karrierenetzwerke kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Laut LinkedIn nutzen 29 der 30 DAX-Unternehmen die Plattform.

Sparen Sie nicht:

Und zwar weder an der Zeit, die die Erstellung eines erstklassigen Profils erfordert, noch am Geld. Die Basis-Angebote von Xing und LinkedIn sind zwar kostenlos. Doch wenn Sie wirklich ernsthaft einen neuen Job suchen, lohnt es sich, das Geld für die Premium-Pakete auszugeben. Bei Xing sind Sie ab 7,95 Euro im Monat Premium-Mitglied. Dann können Sie unter anderem sehen, wer wie oft und warum Ihr Profil besucht hat – eine wichtige Information. Und Sie können dann auch Nachrichten an Nutzer schicken, mit denen Sie bisher nicht vernetzt sind. Ein typisches LinkedIn-Paket für Jobsuchende kostet 21,99 Euro im Monat. Das US-Netzwerk ist also deutlich teurer. Andererseits: Wer sich hier präsentiert, zeigt den Personalern, dass er wirklich eine neue Herausforderung sucht.

Seien Sie kreativ:

Sie wollen, dass Ihr Profil unter Millionen von Nutzern auffällt. Deshalb rät die Website US News: „Add Bling to LinkedIn“ – lassen Sie Ihr Profil funkeln! Stellen Sie keine 08/15-Informationen über sich ein, sondern lassen die Personaler staunen. Bei LinkedIn können Sie zum Beispiel Powerpoint-Präsentationen hinzufügen – wie wär’s mit einer spannenden Darstellung Ihrer Fähigkeiten, gern auch als Video? Oder schreiben Sie auf LinkedIn Blogartikel, die Ihre Kompetenzen herausstellen. Xing-Trainer Joachim Rumohr freut sich sogar über animierte GIFs, die ein Profil beleben. Natürlich dürfen Sie es nicht übertreiben. Aber Sie sollten daran denken: Ihr Profil ist beinahe schon ein Stück Probearbeiten.

Das richtige Foto:

Ein leidiges Thema. Xing ist voller Freizeit- und Partyfotos, auf denen die Bewerber kaum zu erkennen sind. Umso besser sind Ihre Chancen, mit einem professionellen Bild herauszustechen. Engagieren Sie einen Fotografen und lassen Sie sich im Umfeld Ihrer Arbeit fotografieren. Kleidung und Stil sollten zum Traumjob passen. Vergessen Sie das Lächeln nicht. Und stellen Sie keine Bilder ein, die zehn Jahre alt sind. Es hilft sehr, wenn man Sie beim Vorstellungsgespräch auf Anhieb erkennt.

Vollständiges Profil:

Weder bei Xing noch bei LinkedIn ist es vorgeschrieben, dass Sie Ihr Profil vollständig ausfüllen müssen. Bloß: Einen größeren Fehler als ein unvollständiges Profil können Sie kaum machen. Ihr Profil ist eine Visitenkarte, auf der keine Daten fehlen dürfen. Nennen Sie Ihren genauen bisherigen Arbeitgeber, Ihre genaue Funktion. Erklären Sie Lücken im Lebenslauf ganz offen und ehrlich. Sie haben Ihr Studium abgebrochen? Eine schlüssige Erklärung dafür wirkt viel vertrauenswürdiger, als wenn Sie versuchen, sich um eine aussagefähige Auskunft herumzudrücken.

Aktuelles Profil:

Sie erleben im Beruf täglich Neues – und das sollte man Ihrem Profil auch anmerken. Halten Sie Ihre Informationen immer aktuell und unbedingt lebendig. Ein Personaler, der mehrfach bei Ihnen vorbeischaut und nie etwas Neues findet, wird sich denken: Offenbar suchen Sie gar keinen Job mehr.

Der richtige Ton:

Fünf Regeln für ein gelungenes Profil sollten Sie sich merken. Es sollte klar sein, neugierig machen, zum gewünschten Job passen, Humor transportieren und in korrektem Deutsch abgefasst sein. Der lässige Ton aus SMS oder ­E-Mail hat hier nichts zu suchen. Trotzdem nennen Personaler immer wieder „Humor“ als eine Eigenschaft, die heraussticht. Wer beim Lesen ein Schmunzeln auslöst, hat bessere Karten.

Die richtigen Anhänge:

Wenn Sie einen Lebenslauf oder andere Unterlagen als Anhang hinzufügen, sollte die Datengröße beispielsweise bei LinkedIn 5 MB nicht überschreiten. Und wandeln Sie Word-Dokumente in ein PDF um. Dann können Sie sicher sein, dass die Unterlagen auf dem Rechner des Personalers exakt genauso aussehen wie auf Ihrem Computer.

Die richtige E-Mail-Adresse:

Spätestens, wenn es mit Ihrer Bewerbung ernst wird, bekommt Ihr potenzieller neuer Arbeitgeber auch Ihre E-Mail-Adresse zu sehen – die seriös klingen sollte. Adressen wie turbokati@t-online.de wirken zu verspielt. Besorgen Sie sich lieber bei GMX oder Yahoo kostenlos eine „Business-Adresse“ wie kmueller-muenchen@gmx.de. Besonders professionell wirkt eine eigene Domain, für die Sie nur ein paar Euro im Monat bezahlen. Dann können Sie sich mit einer Mailadresse wie bewerbung@katrinmueller-muenchen.de vorstellen.

Der richtige Computer:

Nutzen Sie Xing oder LinkedIn nicht von Ihrem Arbeitsrechner aus. Denn Sie wissen nie, wie „neugierig“ Ihr Chef ist. Bewerbungen sind Privatsache und sollten von zu Hause aus erledigt werden.

Die richtigen Interessen:

Ihre Hobbys sind nicht der wichtigste Punkt des Profils – sagen aber dennoch einiges über Sie aus. Deshalb sollten Sie nicht, wie zahllose andere Nutzer, „Lesen, Sport und Urlaub“ eintragen. Haben Sie nichts Spannenderes zu bieten? Denken Sie daran: Personaler müssen sich den ganzen Tag solche Anzeigen durchlesen. Bitte langweilen Sie diese tapferen Menschen nicht!

Seien Sie authentisch:

Es gibt endlos viele Bewerbungsratgeber, in denen Sie schlaue Tipps finden. Dort heißt es zum Beispiel, dass Sie als Hobby „Mannschaftssportarten“ nennen sollen, weil das angeblich für Teamfähigkeit spricht. Das können Sie gern in Ihr Profil schreiben – aber nur, wenn es der Wahrheit entspricht. Seien Sie authentisch, stellen Sie sich nicht anders dar, als Sie sind.

Die richtigen Gruppen:

Allein auf Xing gibt es 74.000 Gruppen, in denen Sie sich mit den anderen Mitgliedern über alle nur denkbaren Themen austauschen können. Beteiligen Sie sich rege, nutzen Sie dieses Netzwerk. Denn schlussendlich sind Xing oder LinkedIn nicht nur Bewerbungs-Portale, sondern dienen generell dazu, sich rund um Ihren Beruf auszutauschen.

Vergessen Sie Facebook nicht:

Klarer Fall, Facebook ist kein Job-Netzwerk. Trotzdem können Sie auch in Ihrem Facebook-Profil Ihren Beruf und Ihre Fähigkeiten darstellen. Denn Sie sollten damit rechnen, dass ein Personaler, der Sie auf Xing findet, auch bei Facebook nach Ihnen forscht.

Nutzen Sie auch andere Netzwerke:

Instagram oder Snapchat können Ihnen ebenfalls bei der Jobsuche helfen. Auf Instagram stellen Sie gut gemachte Fotos ein, die Sie bei der Arbeit zeigen. Und auf Snapchat, das mittlerweile viele kreative Möglichkeiten bietet, erzählen Sie mit Bildern, Videos und Texten Geschichten von Ihrer Arbeit und aus Ihrem Leben. Wenn Sie diese Links in Ihrem Xing-Profil nennen, wird dem Personaler garantiert nicht langweilig.

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