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Zu hohe Hürden beklagt

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Nach Erzieherinnen wird derzeit intensiv gesucht. © dpa

München - Hohe bürokratische Hürden in den Bundesländern behindern nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit die rasche Ausbildung von Arbeitslosen für den Erzieherberuf.

Derzeit gebe es rund 6000 Erwerbslose, die an einer solchen Ausbildung interessiert und auch dafür geeignet seien. Dem stünden aber in den Ländern nur 1500 bis 2000 Ausbildungsplätze gegenüber, berichtet Bundesagentur- Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Erzieher gehörten derzeit neben Pflegern zu den gefragtesten Kräften in Deutschland. Grund sei das am 1. August in Kraft tretende Recht von Eltern auf einen Kinderkrippenplatz.

Die Erzieherausbildung werde auch dadurch behindert, dass viele Länder ihre Erzieherfachschulen nicht rechtzeitig von der Bundesagentur hätten zertifizieren lassen. Das sei Voraussetzung, um Arbeitslose auf Kosten der Arbeitsagenturen ausbilden zu können. Außerdem lehnten es viele Bundesländer weiterhin ab, entweder das dritte Ausbildungsjahr von arbeitslosen Umschülern zu bezahlen oder eine auf Arbeitslose zugeschnittene zweijährige Ausbildung anzubieten.

Die Bundesagentur darf laut Gesetz Ausbildungen bis zu einer Dauer von zwei Jahren finanzieren. „Die Länder haben sich erst mal auf den Bau von Kinderkrippen konzentriert, dabei aber die Ausbildung von Erziehern vernachlässigt“, kritisierte Alt.

dpa

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