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Investment in die Perlen des Mittelstands

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Ob Robotik, Maschinenbau, Energie oder Mode: In vielen Branchen sind Mittelständler die Innovationstreiber. Viele nutzen zur Finanzierung Anleihen. © Thinkstock/vizualni

Unternehmensanleihen bieten Anlegern gute Perspektiven – wenn sie professionell ausgewählt werden.

PCC dürfte nur wenigen bekannt sein. Dabei glänzt die in Duisburg ansässige international tätige Unternehmensgruppe seit vielen Jahren in den Sparten Chemie, Energie und Logistik mit ihren Erfolgen. In 17 Ländern beschäftigt PCC heuer mehr als 3000 Menschen. Ein richtiger Hidden Champion also, ein typisches deutsches Mittelstandsunternehmen, von denen viele in ihren Gebieten sogar Weltmarktführer sind.

Genau in solche Unternehmen investiert der Deutsche Mittelstandsanleihen Fonds (ISIN LU0974225590), und zwar in börsennotierte Anleihen solcher Gesellschaften. Das ist eine Besonderheit am Markt. Der Fonds, hinter dem die KFM Deutsche Mittelstand AG steht, dürfte mittlerweile der einzige sein, der ausschließlich in dieses Segment investiert und der außerdem die Investments durch ausgefeilte Kreditanalysen absichert. Denn letztlich ist eine Anleihe nichts anderes als ein Kredit. Dabei achten die Experten darauf, nicht in fragwürdige Konstrukte zu investieren, wie sie durch Negativ-Schlagzeilen bekannt wurden.

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„Wir suchen die Werte, die nachhaltig erfolgreich sind“, sagt KFM-Vorstand Hans-Jürgen Friedrich. Als erfahrener Spezialist für Unternehmenskredite weiß er, worauf bei dem aufwändigen Scoring zu achten ist: auf Ratings und Absicherungen (zum Beispiel Hypotheken) weniger als auf gut laufende Geschäfte: „Wir wollen, dass die Unternehmen erfolgreich sind, nicht, dass wir sie in einer Pleite gut verwerten können.“ Daher spielen Zahlen wie Cash-flow (liquide Mittel, die aus dem Umsatz generiert werden) oder stille Reserven eine wichtige Rolle in der Analyse.

Natürlich bleiben Risiken. Die streut der im Jahr 2013 aufgelegte Fonds aber breit. Er hat zurzeit 77 Millionen Euro in Anleihen von 52 Unternehmen investiert. 1270 Anleihen überwachen die Experten. Das heißt: Zeigt sich

eine gute Kaufgelegenheit, greifen sie zu. Nicht nur auf der Unternehmensseite analysieren die Experten die Anleihen. Die Papiere selbst müssen Qualität bieten: Wie sehen die Anlegerrechte aus, etwa im Falle einer vorzeitigen Kündigung der Anleihe? Und natürlich: Welche Rendite bietet das Papier? Drei Prozent über dem fünfjährigen risikolosen Zins sollten es schon sein, sagt Christoph Grote, Direktor Institutionelle Kunden. Die durchschnittliche Restlaufzeit halten die Fondsspezialisten derzeit angesichts möglicherweise anziehender Zinsen bei etwa 2,5 Jahren.

Die durchschnittliche Jahresrendite von 2014 bis heute beträgt laut Grote nach Kosten über vier Prozent. Mit dem Konzept ist der Fonds auch bereits den Ratingspezialisten der Agentur Morningstar aufgefallen. Sie vergaben fünf Sterne für die Ein- und die Dreijahres- Performance und reihen ihn unter die zehn besten von insgesamt 1000 überwachten Fonds ein, die in europäische Rentenpapiere investieren.

JÜRGEN GROSCHE

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