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Vermögensverwalter kritisieren Bürokratismus

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Die Anlagespezialisten trafen sich in den Verlagsräumen der Mediengruppe, um sich beim Finanzforum „Unabhängige Vermögensverwalter“ über Themen auszutauschen, die derzeit der Branche, aber auch den Anlegern unter den Nägeln brennen.
Die Anlagespezialisten trafen sich in den Verlagsräumen der Mediengruppe, um sich beim Finanzforum „Unabhängige Vermögensverwalter“ über Themen auszutauschen, die derzeit der Branche, aber auch den Anlegern unter den Nägeln brennen. © Marcus Schlaf

Transparenter Kostenausweis, nachgewiesene Sachkunde und dokumentierte Gespräche: alles eigentlich für Verbraucher sinnvolle Regelungen – wenn der bürokratische Aufwand nicht jedes Maß verliert.

Genau das ist passiert mit der EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente MiFID II, die die genannten Punkte regelt und vieles mehr. Das jedenfalls beklagen Finanzexperten.

Der Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland (VuV) hat seine Mitgliedsunternehmen nach ersten Erfahrungen mit der Richtlinie befragt, die seit Jahresbeginn gilt. Die Anlageexperten kritisieren insbesondere die Regelungen zur Zielmarktbestimmung. Sie soll sicherstellen, dass Anleger nur solche Produkte bekommen, die zu ihnen passen. Der damit verbundene Bürokratismus stehe in keinem Verhältnis zum Nutzwert für Anleger, sind 83 Prozent der befragten Vermögensverwalter überzeugt.

Alle Infos zum Finanzforum "Unabhängige Vermögensverwalter" finden Sie hier.

Drei Viertel der Teilnehmer empfinden die neue Telefonaufzeichnung von Kundengesprächen als überflüssig. Positiv bewerten 66 Prozent die Einführung der Kostentransparenz als wirklichen Mehrwert für ihre Mandanten. Den Nachweis der Sachkunde begrüßen 42 Prozent. Die Kunden reagieren nach Beobachtung der Vermögensverwalter ebenfalls genervt auf den bürokratischen Aufwand. 84 Prozent der befragten Unternehmer glauben, dass der Anleger die Flut an Schriftstücken nur als Papierkram empfindet, der sowieso nicht gelesen wird.

JGR

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