Weltstimmtag: mit fünf Stimmübungen zu mehr Erfolg im Beruf

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Einfache Stimmübungen helfen, dass Ihnen die Stimme im Beruf nicht versagt.

Sie wird chronisch unterschätzt und ist doch eine wichtige Stellschraube für Ihren beruflichen Erfolg: Ihre Stimme. Mit diesen kurzen Übungen holen Sie das Beste aus ihr heraus!

Nicht nur für Moderatoren und Schauspieler ist die eigene Stimme das wichtigste Instrument. Auch Lehrer, Manager, Verkäufer, Callcenter-Mitarbeiter und andere müssen tagein, tagaus viel sprechen – und dabei überzeugen. Doch meist werden wir uns erst dann unserer Stimme bewusst, wenn sie versagt. Die Folgen für solch mangelndes Stimmbewusstsein reichen von Heiserkeit über Schmerzen beim Sprechen bis hin zum Stimmverlust. Im schlimmsten Fall kann ein dauerhafter Ausfall der Stimme sogar zur Berufsunfähigkeit führen. Dagegen kann man sich zwar versichern, jedoch ist auch die beste Berufsunfähigkeitsversicherung nur ein schwacher Trost, wenn das zentrale Kommunikationsmittel ausfällt.

Damit es soweit nicht kommt, weisen Experten unter anderem zum Weltstimmtag am 16. April darauf hin, dass die Stimme trainiert werden kann und sollte. Dies ist nicht nur als Prävention sinnvoll. Mit einer volltönenden Stimme und einer artikulierten Sprechweise steigern Sie nachweislich Ihren beruflichen Erfolg. Der Psychologe Albert Mehrabian fand heraus, dass der Erfolg einer Rede zu etwa 38 Prozent von der Stimme des Vortragenden abhängt. Dabei kommt es auf Lautstärke, Sprechtempo, Stimmhöhe und Artikulation an. Mit einigen einfachen Stimmübungen halten Sie Ihre Stimme fit und verbessern sie zudem noch.

1. Stimmübung: Lockern

Wer gestresst oder nervös ist, spricht mit gepresster Stimme. Das wirkt wenig überzeugend und tut der Stimme nicht gut. Jede Stimmübung startet daher mit einer Lockerungsübung. Ziehen Sie die Schultern beim Einatmen hoch, behalten Sie sie zwei bis drei Sekunden oben und lassen Sie sie mit dem Ausatmen wieder fallen. Dreimal wiederholen. Diese Übung entspannt nicht nur die Stimme, sondern auch den Geist.

2. Stimmübung: Ausklopfen

Als Nächstes klopfen Sie Ihren Körper mit den flachen Händen aus. Beginnen Sie bei den Schultern, klopfen Sie über die Arme und Hände – erst am einen, dann am anderen Arm. Klopfen Sie dann mit beiden Händen vom Hals an abwärts über Brust, Bauch und Beine bis zu den Füßen. Von dort an geht es wieder aufwärts über die Rückseite der Beine, das Gesäß und den Rücken.

3. Stimmübung: Pferdchen spielen

Schnauben Sie mit flatternden Lippen: Brrrr! Das lockert die Lippen. Schnalzen Sie nun ein paar Mal laut mit der Zunge. Das stärkt die Muskulatur. Mit dieser Übung verbessern Sie Ihre Artikulation.

4. Stimmübung: Kauen wie eine Kuh

Kauen Sie genussvoll mit langsamen, runden Bewegungen Ihres Kiefers. Stellen Sie sich dabei ruhig eine Kuh vor. Dazu können Sie ein leises Mmmmmmmm summen. Diese Übung mobilisiert Ihren Kiefer, löst Verkrampfungen und regt die Durchblutung der Schleimhäute an.

5. Stimmübung: Daumen in den Mund

Diese Übung ist ein Klassiker unter den Stimmübungen und sehr effektiv. Sie sorgt dafür, dass Sie Ihre Kiefer lockern und deutlicher artikulieren. Sagen Sie einmal ganz normal den Satz: „Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist … und ich begrüße Sie herzlich.“ Halten Sie sich jetzt Ihren Daumen zwischen die Zähne und wiederholen Sie den Satz. Nun nehmen Sie den Daumen wieder aus dem Mund und wiederholen die Wörter ein drittes Mal. Hören Sie den Unterschied?

Stimmprobleme: Gehen Sie rechtzeitig zum Facharzt

Stimmprofis achten auch sonst im Alltag darauf, ihrer Stimme etwas Gutes zu tun. Verzichten Sie vor einem wichtigen Vortrag oder Kundentermin auf koffein- und kohlensäurehaltige Getränke. Diese entziehen dem Kehlkopf Feuchtigkeit, was sich negativ auf die Stimme auswirkt. Das Gleiche gilt für Alkohol, Zigaretten und scharfes Essen.

Wenn Sie häufiger unter Heiserkeit, zwanghaftem Räuspern oder gar Schmerzen beim Sprechen leiden, suchen Sie einen Phoniater (Facharzt für Stimm- und Sprechstörungen) oder Logopäden (Sprachheilkundler) auf. Meist liegen die Gründe bei einer falschen Atem- oder Stimmtechnik und einem nicht ausreichend ausgeprägten Stimmbewusstsein.

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