Scheidungsanwälte: Was Sie an Weihnachten vermeiden sollten

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Scheidungsanwälte verraten die besten Tipps gegen den in vielen Familien vorprogrammierten Streit an Weihnachten.

Alle Jahre wieder fliegen in vielen Familien an Weihnachten gewaltig die Fetzen. Das muss nicht sein! Scheidungsanwälte verraten, was Sie an den Festtagen möglichst vermeiden sollten.

Von wegen frohes Fest: Gerade an Weihnachten kracht es in vielen Familien so oft wie nie. Der Grund: Viele haben frei, die Familienmitglieder sitzen tagelang aufeinander und müssen fern von den Freiheiten des Alltags Zeit miteinander verbringen. „Das ist sozialer Sprengstoff“, erklärt Finn Zwißler, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Ehe- und Familienrecht aus München. Dazu kommt der große Stress rund ums Fest: Geschenke besorgen, Plätzchen backen, das Festessen vorbereiten - da liegen bei vielen Menschen die Nerven blank.

Auch die Erwartungshaltung spielt eine Rolle. Gerade an Weihnachten wünscht sich jeder ein perfektes, harmonisches Fest. Doch genau dieser Druck provoziert bei den Beiteiligten Unstimmigkeiten und Ärger - und schon steht der nächste Streit vor der Tür.

Scheidungsanwälte: Was Sie an Weihnachten vermeiden sollten

Langweilige Geschenke machen: Krawatten und Socken entlocken dem Beschenkten höchstens ein müdes Gähnen. Der Münchner Scheidungsanwalt Hermann Messmer: „Suchen Sie Geschenke mit Liebe aus. Dann sieht der Partner, dass Sie sich Gedanken gemacht haben." © dpa
Weihnachten zur Fressorgie machen:  Gänsebraten & Co. hinterlassen schnell ihre Spuren. „Leider kommt der Weihnachtsspeck beim Partner in der Regel nicht gut an", erklärt Scheidungsanwalt Messmer. Legen Sie zwischendurch einen Obsttag ein und treiben Sie Sport. © dpa
Im Büro Überstunden machen: Nach dem Festessen ins Büro hetzen und noch schnell die Steuer machen - Halt! „An den Feiertagen sollten Paare die Zeit miteinander verbringen", rät Scheidungsanwalt Messmer. Konzert, Theater, ein Ausflug ins Grüne - erlaubt ist was gefällt. © dpa
Weihnachten zur Kochorgie machen: Viele Hausfrauen schwingen über die Feiertage stundenlang den Kochlöffel. "Verbringen Sie nicht mehr Zeit in der Küche als mit Ihrer Familie", sagt der Münchner Scheidungsanwalt Hermann Messmer. Besser: Mal im Restaurant speisen oder die Küchenarbeit gemeinsam erledigen. © dpa
Weihnachten zur Starkbierzeit machen: Wer an Weihnachten zu tief ins Glas schaut oder gar die Feiertage in der Kneipe verbringt, riskiert schnell einen Ehe krach. „Trinken Sie deshalb in Maßen oder meiden Sie Alkohol sogar ganz", sagt Finn Zwißler, Münchner Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Ehe- und Familienrecht. © dpa
Weihnachten zum Fernsehfestival machen: Kaum sind die Geschenke ausgepackt, flimmert der nächste Film über den Bildschirm. Das ist Gift für jede Beziehung! „Besinnen Sie sich lieber an die gute alte Zeit. Reden Sie miteinander, genießen Sie die Zeit mit der Familie", rät der Scheidungsanwalt Messmer. © dpa
An der Weihnachtstelefonitis erkranken: Hüten Sie sich davor, über die Feiertage stundenlang am Telefon zu hängen. „Da fühlt sich der Partner schnell überflüssig", sagt Scheidungsanwalt Messmer. © dpa
Sich gehen lassen: Der Partner lümmelt in Jogginganzug und Unterhemd auf der Couch - zugegeben, es gibt attraktivere Anbli cke. "Machen Sie sich auch zu Hause ein bisschen nett. So bleiben Sie für Ihren Partner attraktiv", rät der Münchner Scheidungsanwalt Hermann Messmer. © dpa
Für Geschenke Schulden machen: Der Gatte wünscht sich ein teures Handy, aber der Kontostand spielt nicht mit? „Lassen Sie die Finger von Ratenkäufen und machen Sie keine Schulden! Wenn die nächsten Monate das Budget knapp ist, hat keiner mehr was von dem Geschenk", sagt Scheidungsanwalt Hermann Messmer. © 
Weihnachten zum Familienstress machen: Wo verbringen wir HeiligAbend? Dieses Thema sorgt bei vielen Paaren für Zündstoff. „Feiern Sie HeiligAbend lieber im kleinen Kreis und laden Sie Ihre Familie an den Feiertagen ein. So fühlt sich keiner benachteiligt", rät der Münchner Rechtsanwalt Finn Zwißler. © dpa

Erschreckend: Nach dem Feiertagen steigt sogar die Scheidungsrate an, ist etwa zehn Prozent höher als sonst. „Bei etwa jeder fünften Scheidung war das Weihnachtsfest der Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt Hermann Messmer, Scheidungsanwalt aus München. So weit soll es gar nicht kommen. Mit unseren Tipps bleibt Weihnachten das Fest der Liebe. Garantiert!

Christina Schmelzer

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