So funktioniert's: Fenstersanierung im Altbau in 5 Schritten

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Gerade bei der Fenstersanierung von Altbauten lassen sich mit der richtigen Vorgehensweise auf Dauer erhebliche Kostensenkungen realisieren.

Sie denken über die Fenstersanierung im Altbau nach, um etwa die Energiekosten zu senken, die Helligkeit zu verbessern oder den Lärm zu reduzieren?

Dann sollten Sie dabei nicht planlos vorgehen, sondern sich konsequent an die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung halten. Sie hilft Ihnen dabei, nichts zu übersehen, Gebäudeschäden zu vermeiden und keine kostenintensiven Fehlentscheidungen zu treffen.

Schritt Nr. 1: Sanierungsbedarf prüfen

Wohnen Sie im Altbau oder möchten diesen vermieten oder verkaufen und im Zuge dessen energetisch sanieren? Bezüglich der Fenster gilt eine Sanierungsbedürftigkeit grundsätzlich für alle Einbauten, die vor 1995 stattgefunden haben, da diese weitaus weniger dicht als heutige Produkte sind und zu mehr Kondenswasserbildung neigen.

Fenster können inzwischen komplett nach Maß und individuell gefertigt auf Portalen im Internet erworben werden. Gute Anbieter fertigen in Deutschland, haben verschiedene Systeme im Angebot und ermöglichen ihren Kunden den Kauf auf Rechnung. Sie berechnen darüber hinaus keine Versandkosten und beraten Interessenten bei der Auswahl sowie Konfiguration.

Schritt Nr. 2: Achtung rechtlicher Vorgaben

Im zweiten Schritt müssen Sie überprüfen, inwiefern das zu sanierende Gebäude unter Denkmalschutz steht. Besteht ein solcher, muss jede Maßnahme – und damit auch der Austausch der Fenster – mit dem Amt für Denkmalpflege abgestimmt werden.

In der Regel ist es in diesem Fall so, dass ein kompletter Austausch nicht möglich ist und vielmehr nur die bestehenden Fenster besser gedämmt oder anders verglast werden können. Existiert dagegen kein Denkmalschutz, haben Sie bei der Fenstersanierung mehr oder weniger freie Hand. Wichtig ist allerdings, dass die Vorgaben der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, beachtet werden und dementsprechend eine ausreichend hohe Luftdichtheit gegeben ist.

Schritt Nr. 3: U-Wert der Fassade checken

Als nächstes ist es wichtig, dass Sie die Sanierung der Fenster nicht isoliert betrachten, sondern auch den Zustand und die Wärmedämmung der Fassade berücksichtigen. Besteht dort eine schlechtere Dämmung als die neuen Fenster aufweisen, ist die Gefahr groß, dass Sie nachher mit Schimmelproblemen zu kämpfen haben. Dieser kommt dadurch zustande, dass sich die Feuchtigkeit an den Außenwänden absetzt.

Ist die Fassadendämmung suboptimal und wollen Sie dennoch die Fenster tauschen, nehmen Sie solche, die einen geringeren U-Wert als die Außenwände des Gebäudes besitzen. Der genannte Wert gibt darüber Aufschluss, wie viele Wärme durch ein spezifisches Element nach außen dringen kann. Die maßgebliche Zahl kann an der Angabe Watt pro Quadratmeter pro Kelvin abgelesen werden.

Schritt Nr. 4: Fassadendämmung erwägen

Besser ist es in derartigen Konstellationen allerdings, zunächst über eine weitergehende Fassadendämmung nachzudenken, um die bestmöglichen Einsparungseffekte realisieren zu können. Sanieren Sie den Altbau energetisch komplett, müssen Sie vor dem Einbau der Fenster darauf achten, dass der umliegende Bereich nachher noch ausreichend nachgedämmt werden kann.

Sollte es sich um ein denkmalgeschätztes Gebäude handeln, ist es in diesem Punkt empfehlenswert, einen Energieberater hinzuzuziehen, da eine Außendämmung normalerweise nicht durchgeführt werden kann. Zwar ist die machbare Innendämmung dann aufgrund schlechterer U-Werte nicht so effizient, kann aber mit professioneller Unterstützung trotzdem den intendierten Nutzen bringen.

Schritt Nr. 5: Plan für Sanierung festlegen

Im letzten Schritt sollten Sie den genauen Ablauf bzw. Plan für die Sanierung festlegen und bedenken, dass langfristig eine Fenstersanierung alleine keine Lösung sein kann. Vielmehr sollte die Fassade maximal zwei Jahre nach dem Fenstereinbau ebenfalls überarbeitet werden, was insgesamt eine erhebliche Kostenbelastung darstellt.

Lassen Sie sich daher mehrere Vergleichsangebote für unterschiedliche Sanierungskonzepte unterbreiten und nehmen Sie nicht die erstbeste Offerte an. Checken Sie diese außerdem mit einem Fachmann gegen und überprüfen, inwiefern ggf. Fördermittel von der KfW beantragt werden können.

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