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Kritik an Disney+ - Abonnenten verwirrt über völlig absurde Zensur-Regelungen

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Von: Sophia Adams

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Das Logo von Disney+.
Die Zensur-Regelungen von Disney+ sorgen wieder einmal für Kritiken. © obs/The Walt Disney Company GSA

Disney+ ist es wichtig, kinderfreundlich zu sein, weshalb der ein oder andere Film zensiert wird. In einem Fall macht der Streamingdienst aber eine Ausnahme.

Haben Ihre Kinder einen Zugang zu Disney+? Dann sollten Sie sich in der Regel keine Sorgen machen müssen, dass junge Nutzer Inhalte zu Gesicht bekommen, die kritische Szenen enthalten. Der Streamingdienst wirbt nämlich damit, besonders kinder- und familienfreundlich zu sein. Insbesondere in den USA wurden manche Filme deshalb vor Veröffentlichung nachgebessert, um unschickliche Stellen unkenntlich zu machen.

Disney+ zensiert den Film „Splash – Eine Jungfrau am Haken“ - und es hagelt Kritiken

Vor mehreren Monaten sorgte eine dieser zensierten Film-Szenen für Furore: In der Komödie „Splash – Eine Jungfrau am Haken“ hat Disney+ nachträglich eine vermeintlich kritische Sequenz bearbeitet. Als nicht-familienfreundlich betrachtete der Streamingdienst nämlich die Tatsache, dass Schauspielerin Daryl Hannah während einer Strand-Szene keine Kleidung trägt. Von vorne wird die Darstellerin zwar ohnehin nicht gezeigt, doch als sie sich umdreht und ins Wasser läuft, sieht man in der originalen Version, dass Hannah als Meerjungfrau Madison auf Hose und Unterwäsche verzichtet.

Um ihren Körper für die Disney+-Version ausreichend zu bedecken, hat der Streamingdienst deshalb Daryl Hannahs blonde Haare im Nachhinein verlängern lassen. Das sorgte insbesondere in den USA allerdings für Spott und Kritik. Während viele Zuschauer der Ansicht waren, dass eine Zensur an dieser Stelle ohnehin übertrieben ist, ärgerten sich andere über den schlechten Effekt, der Hannahs Haare länger wirken lassen soll - denn schließlich hätte man von Disney eine professionellere Nachbearbeitung erwartet.

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Inkonsequente Zensur-Regeln: Bei „X-Men" macht Disney+ eine Ausnahme

Eine aktuelle Entscheidung von Disney+ scheint in Bezug auf die strengen Zensur-Regelungen allerdings gar keinen Sinn zu machen: In Amerika ist kürzlich der Action-Kracher „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" vollkommen unzensiert auf der Plattform erschienen. Auch in diesem Film ist kein Geringerer als Hugh Jackman (Wolverine) für wenige Sekunden ohne Kleidung von hinten zu sehen. Warum Disney+ eine solche Szene ausnahmsweise durchgehen lässt, bleibt ein Rätsel. Das Portal Nerdist hat diesbezüglich bereits nachgehakt und keine Antwort von der zuständigen Pressestelle erhalten.

Viele Nutzer halten die Veröffentlichung der unzensierten Version von „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ insbesondere aus einem Grund für ärgerlich und problematisch: Da Daryl Hannahs Szene in „Splash - Eine Jungfrau am Haken“ nachbearbeitet wurde und Hugh Jackmans Sequenz nicht, macht es den Eindruck, als sei nur die Darstellung von Männern ohne Kleidung in Ordnung. Zudem hat Disney+ auch darauf verzichtet, jegliche Schimpfwörter im „X-Men“-Film zu zensieren. Weitere User fragen sich deshalb, weshalb der Streamingdienst in diesem Fall nicht an der Idee der Familienfreundlichkeit festhält.

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