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"Der Schacht": Das könnte hinter dem symbolischen Ende des Netflix-Films stecken

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Von: Sophia Adams

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"Der Schacht" konnte viele Netflix-Nutzer begeistern.
"Der Schacht" konnte viele Netflix-Nutzer begeistern. © Netflix

Im Moment zieht ein Netflix-Film die Aufmerksamkeit vieler Nutzer auf sich: Der Thriller "Der Schacht". Dennoch könnte das Ende den ein oder anderen verwirren.

Nutzer von Netflix* diskutieren seit mehreren Tagen insbesondere über einen Film: "Der Schacht", ein spanischer Thriller. Die Popularität des Werks dürfte viele überraschen, handelt es sich bei der Produktion doch um einen hoch komplexen, symbolischen Film, der alles andere als leichte Kost ist. Was viele scheinbar begeistert, ist die metaphorische Darstellung einer unsolidarischen Gesellschaft. Damit halten die Macher insbesondere kapitalistisch geprägten Ländern einen Spiegel vor.

Darum geht es im Netflix-Film "Der Schacht"

"Der Schacht" erzählt von einer Welt, in der jegliche Errungenschaften durch einen Aufenthalt in einem Gefängnis erkämpft werden müssen. Hauptfigur Goreng (Ivan Massagué) hat es beispielsweise auf einen Doktortitel abgesehen, während sein Zellengenosse Trimagasi (Zorion Eguileor) darauf hofft, einen Mord aus seinem Lebenslauf streichen zu können.

Die beiden verbringen ihre Zeit allerdings nicht in einem gewöhnlichen Gefängnis. Stattdessen handelt es sich um ein mehrstöckiges Gebäude, in dem jeder Raum in der Mitte ein großes viereckiges Loch besitzt. Durch den Schacht fährt täglich ein Tisch mit Essen herunter, von dem sich die Insassen das nötigste nehmen können. Umso weiter unten der Tisch ankommt, umso weniger Essen ist übrig, da sich die obersten Stockwerke die meisten Nahrungsmittel nehmen.

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So kann das Ende des Netflix-Films "Der Schacht" interpretiert werden

Ziel dieses Gefängnisses ist es, den Menschen Solidarität zu lehren, denn der Tisch trägt genug Essen für jeden. Allerdings stellen die Protagonisten schon sehr früh fest, dass die untersten Stockwerke oft keine Nahrungsmittel mehr abbekommen.

Am Ende des Films erreicht Goreng die unterste Ebene des Schachts, wo er auf ein kleines Mädchen trifft. Während sie als "Botschaft" mit dem Tisch ganz nach oben fährt, bleibt der Protagonist zurück. Weshalb ist er nicht mit nach oben gefahren, obwohl er das doch vorhatte? Dafür kann es mehrere Erklärungsansätze geben, hier also nur ein Beispiel: Das Mädchen könnte für die reine Zukunft stehen, die in der Lage ist, das System zu ändern. Aus diesem Grund fährt sie nach oben. Goreng hingegen hat es geschafft, Solidarität zu beweisen, weshalb seine Reise endet und er ins Dunkeln verschwindet.

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Video: Trailer zum Netlix-Film "Der Schacht"

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