1. tz
  2. Leben
  3. Serien

Miniserie „Pam & Tommy“: Anderson-Fans rufen zum Boykott auf – „Ich werde mir diese Schweinerei nicht ansehen“

Erstellt:

Von: Juliane Gutmann

Kommentare

Pamela Anderson setzt sich heute für Tierschutzorganisationen ein. In den 90ern war sie die wohl bekannteste Baywatch-Darstellerin.
Pamela Anderson setzt sich heute für Tierschutzorganisationen ein. In den 90ern war sie die wohl bekannteste Baywatch-Darstellerin. © Imago

1996 kam es zu einem Leak, der in die Showbusiness-Geschichte eingegangen ist. Jetzt hat es der „Vorfall“ wieder ins Rampenlicht geschafft – in Form einer Serie.

Pamela Anderson war auf dem Höhepunkt ihrer Karriere – vor allem dank ihrer Rolle als C.J. Parker in der US-Serie „Baywatch*“. Doch die Rettungsschwimmer-Darstellerin war nicht nur wegen ihrer aufregenden Kurven häufiger Thema in Talkshows und anderen Medien: Auch ihr Privatleben war für ihre Fans damals von höchstem Interesse, etwa ihre Ehe mit Mötley Crüe-Drummer Tommy Lee. 1996 kam es zu dem Vorfall, der intimer und privater nicht hätte sein können. Es war gefundenes Fressen für alle sensationslüsternen Medienvertreter bis Fans: Ein Sextape wurde öffentlich, das Pamela Anderson und ihren damaligen Partner beim Liebesspiel zeigte.

Manche sprechen sogar vom ersten viralen Pornovideo überhaupt. Die Story rund um Anderson, Lee und das Tape wurde jetzt in eine Serie gepackt: Am 2. Februar ging die Produktion „Pam & Tommy“ an den Start – in den USA auf der Streamingplattform Hulu, im deutschsprachigen Raum auf Disney+.

Begleitet wurde der Serienstart mit einer Menge Kritik, vor allem von treuen Anderson-Anhängern.

Lesen Sie auch: „Queer Eye“ endlich auch in Deutschland: Wann die Coaching-Serie startet – & warum sich das Einschalten lohnt

Die Veröffentlichung von „Pam & Tommy“ lässt Fans fassungslos zurück

Pamela Anderson und Tommy Lee waren an der Entstehung der Serie nicht beteiligt, wie die Welt informiert. Auch eine Erlaubnis für die Veröffentlichung der Serie vonseiten der beiden Hauptprotagonisten soll nicht vorliegen, wie US-Medien berichten. Ein Umstand, der den Fans bitter aufstößt. So schreibt etwa Twitter-Userin val´s world: „Enough of making victims relive their trauma for entertainment. Same with the serial killer movies. It’s all so weird and disrespectful. Will not be watching that mess“, zu Deutsch so viel wie: „Es reicht, wenn die Opfer ihr Trauma zur Unterhaltung noch einmal durchleben müssen. Dasselbe gilt für die Serienmörderfilme. Das ist alles so seltsam und respektlos. Ich werde mir diese Schweinerei nicht ansehen“.

Andere User formulieren ihren Unmut folgendermaßen: „Sie haben eine Sendung ohne ihre Zustimmung gemacht, basierend auf einem Sex-Tape, das ohne ihre Zustimmung veröffentlicht wurde - sind sie dumm oder sind sie dumm?“ oder „Die absolute Absurdität, eine Serie über die nicht einvernehmliche Verbreitung eines Sexfilms ohne die Zustimmung der betroffenen Person zu drehen“. Manche rufen sogar zum Boykott der Serie auf. Doch auch schlechte Publicity ist Publicity: Ein Grundsatz, den sich vor allem die schnelllebige Unterhaltungsbranche zunutze macht. Verwunderlich wäre es da nicht, wenn auch die „Pam & Tommy“-Macher aufgrund der Boykott-Aufrufe mit noch höheren Einschaltquoten rechnen würden. (jg) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare