Seine liebe Not mit Mia und Sam

BR-Moderator Stefan Scheider und die Zicken vom Tegernsee

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Es war ein Versuch, aber Sam (l.) und Mia (r.) wollen einfach nicht fürs Foto mit Stefan Scheider posieren.

In unserer tz-Serie ­beantworten prominente Frauchen und Herrchen Fragen rund um ­ihre Liebsten Haustiere. Diesmal spricht BR-Moderator Stefan Scheider über seine geliebten aber auch zickigen Katzen.

Zeternd, sich sträubend, miauend … So reagieren die beiden Perser-Katzen, als BR-Nachrichtensprecher Stefan Scheider (53) versucht, sie für ein gemeinsames Foto in Pose zu bringen. „Das sind halt meine Zickenkatzen“, scherzt er. Mia (4) und Sam (3) sind fast nicht zu bändigen, also lässt Herrchen sie lieber los.

Die beiden wunderschönen Perserkatzen leben erst seit Kurzem bei Scheider am Tegernsee. „Sie sind vor acht Monaten zu uns gekommen.“ Ursprünglich gehörten Kater und Katze einem jungen Paar aus dem Allgäu. „Als sie Eltern wurden, konnten sie die Katzen nicht behalten und annoncierten das Pärchen mit Foto in der Zeitung.“ Sofort verliebten sich der Sprecher und seine Frau Sonja in die wunderschönen Tiere. Schweren Herzens hätte das junge Paar sie an den Tegernsee gebracht. „Da sind dann schon ein paar Tränchen geflossen.“

Das kann der BR-Moderator nur zu gut verstehen. „Vor circa neun Monaten haben wir unsere Mischlingskatze Kiki verloren. Das war hart. Sie war 16 Jahre bei uns. Da sind viele Tränen geflossen.“ Sie kam ganz klein zu dem Moderator. Spaziergänger fanden das nur drei Wochen alte Kätzchen im Schnee und brachten es zu einer Tierärztin, der das Baby dann an den Katzenliebhaber vermittelte. „Die Kleine hat sich sofort an mir festgekrallt und dann war klar: Sie bleibt.“

Nach ihrem Tod sei dann das Haus leer gewesen und so fanden die Perserkatzen ein neues Zuhause am Tegernsee. „Ich liebe sie über alles, aber manchmal können sie einem gehörig auf die Nerven gehen.“ Besonders morgens beim Zeitung lesen. „Kaum habe ich die Zeitung aufgeschlagen und mir gemütlich das Müsli daneben gestellt, springt Sam darauf und zerfetzt sie dann auch mal gern.“

Doch auch Mia ist kein Lämmchen. „Sie steigt, wenn ich anfange zu arbeiten, auf meine Computertastatur. An weiterarbeiten ist dann nicht mehr zu denken, weil sie auch rabiat wird, wenn ich versuche, sie runter zu heben.“ Zickig seien beide gerne mal. „Aber sie müssen sich eben auch erst eingewöhnen. So lang sind sie ja noch nicht bei uns.“

Gerne spielen die beiden Katzen auch das Spiel, dass sie raus wollen und danach sofort wieder rein, aber der Katzen-Papa ist da ganz geduldig. Zum Glück für die Kuscheltiere. „Sie bringen Leben ins Haus, und das ist doch das Wichtigste.“

Schon als Jugendlicher hatte der Moderator eine Perser-Katze. „So ging die Liebe zu den Tieren los“, lacht er. Und sie ließ ihn nicht mehr los. „Ich mag zwar auch Hunde, aber Katzen sind einfach pflegeleichter. Man kann sie beruhigt auch mal alleine lassen.“ Außerdem sei er nicht so der Mensch, der gerne bei miesem Wetter mit dem Hund rausgehen würde. Da seien Katzen pflegeleicht.

Wenn er und seine Frau mal länger weg sind, dann passt die Schwiegermutter auf. „Sie wohnt gleich nebenan. Das ist praktisch.“ Ganz allein sind sie also nie. „Ich finde, man muss den Tieren auch mal was Gutes tun. Sie verwöhnen. Die Menschen heutzutage tun den Tieren so viel Schlechtes an, dass ich es wichtig finde, und wenn auch nur in diesem kleinen Maße, den Tieren zu helfen und ihnen ein geborgenes zuhause zu bieten.“ Ein Herz für Tiere hat Scheider – und auch ein Herz für etwas zickigere ...

Sandra Brockötter

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