Tierschützer warnen

Grausiger Trend: Tätowieren von Nacktkatzen

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Sphinx-Katze "Mickey".

Einige Liebhaber von Nacktkatzen lassen ihre Tiere tätowieren. Diese neue Modeerscheinung soll in Russland ihren Ursprung haben. Nun droht, dass dieser "Trend" auch hierzulande populär wird.

Gruselige Bilder finden sich im Netz, zudem mit teilweise erschreckenden Motiven. Tierschützer warnen vor diesem fragwürdigen Trend.

„Diese Prozedur einer Katze zuzumuten, ist grauenvoll und verwerflich“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. „Was der Besitzer mit seiner eigenen Haut macht, ist seine Sache. Die Katze aber kann sich nicht wehren“, begründet sie ihre ablehnende Haltung. Im Jahr 2009 ließ eine wohlhabende Russin bereits ihre Sphinx-Katze "Mickey" auf den Hals tätowieren.

Damit die Katze den schmerzhaften Tätowiervorgang überhaupt toleriert, muss sie in Narkose gelegt werden. Dabei ist jede einzelne Narkose ein Risiko für sich. In diesem Fall wird damit das Leben der Katze ohne vernünftigen Grund aufs Spiel gesetzt. Zumal die Narkosedauer für ein Motiv in Aprikosengröße deutlich über dem Zeitraum liegt, der für gängige Operationen erforderlich wäre. Darüber hinaus besteht ein Infektionsrisiko, da die beim Tätowieren entstehende Wunde auf der Haut einer Katze nicht so gepflegt werden kann, wie es bei einem Menschen der Fall wäre.

„In Deutschland sind derartige Tätowierungen glücklicherweise nicht zulässig“, erklärt die Tierärztin. Bleibt zu hoffen, dass dieser scheußliche Modetrend an uns vorübergeht, und nicht doch hinter verschlossenen Türen die ein oder andere Katze derart missbraucht wird.

Die zehn skurrilsten neuen Tier- und Pflanzenarten

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Der Tiefsee-Anglerfisch Lasiognathus dinema. Er ist nur etwa 50 Millimeter groß und beheimatet im Golf von Mexiko. © Theodore W. Pietsch/University of Washington/dpa
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Die Libelle "Umma Gumma: In Gabun entdeckt und nach dem Pink Floyd-Album «Ummagumma» benannt. © Jens Kipping/State University of New York/dpa
Die Computersimulation zeigt den Seenadel-Fisch Phyllopteryx dewysea. Dieser wurde vor der Westküste Australiens entdeckt. © Josefin Stiller/Nerida Wilson/Greg Rouse/dpa
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Die Riesenschildkröte Chelonoidis donfaustoi. Sie ist, anders als zuvor gedacht, doch eine eigene Art. Rund 250 verbleibende Exemplare leben auf den Galapagos-Inseln in Ecuador. © Washington Tapia/State University of New York/dpa
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Die Illustration zeigt den Affen Pliobates cataloniae. Überreste von ihm wurden in Spanien gefunden, er lebte wohl vor rund 11,6 Millionen Jahren. © Marta Palmero/Institut Catalá de Paleontologia Miquel Crusafontsity/dpa
Der Käfer Phytotelmatrichis osopaddington. Er ist winzig, kommt in Peru vor und wurde nach dem Bilderbuch-Bär "Paddington" benannt. © Michael Darby/State University of New York/dpa
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Eine Blüte am Baum Sirdavidia solannona. © Thomas Couvreur/dpa
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Die Assel Iuiuniscus iuiuensis: Sie ist blind und durchsichtig und die bislang einzige bekannte Assel, die Schutzhügel aus Lehm baut. © Souza, Ferreira & Senna/dpa
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Die Fleischfressende Sonnentau-Pflanze Drosera magnifica aufgenommen in Brasilien. Sie wird über 120 Zentimeter groß, ist in Brasilien heimisch und wurde per Facebook-Foto entdeckt. © Paulo M. Gonella/SUNY College of Environmental Science and Forestry/dpa
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Fossilien des Frühmenschen Homo naledi (undatierte Aufnahme). Die Fossilien wurden in Südafrika gefunden. Wann er genau lebte, ist noch unklar. © John Hawks/Wits University/dpa

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