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Hühnerhaltung im Garten: Großes Gesundheitsrisiko für den Menschen

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Von: Jasmin Pospiech

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In Coronazeiten haben viele ihre Liebe zum eigenen Garten entdeckt. Manche haben sich sogar Hühner besorgt. Doch das kann für Besitzer gefährlich werden.

München – Die Selbstversorger hierzulande nehmen seit einigen Jahren zu. Besonders in Coronazeiten haben einige Deutsche ihren grünen Daumen entdeckt und viel Zeit im heimischen Grün verbracht. Dadurch haben es manche zu schätzen gelernt, nicht nur selbst Obst und Gemüse anzubauen, sondern dieses zu ernten und sich davon zu ernähren. Das gilt auch für das Frühstücksei am Morgen.

Hühnerhaltung im Garten: Großes Gesundheitsrisiko für den Menschen

Ein Kind hält sich ein Küken ans Gesicht. (Symbolbild)
Kinder suchen oft den Kontakt mit Haustieren wie Hühnern. Doch das kann gefährlich werden. (Symbolbild) © Christine Tom/Imago

Anstatt es regelmäßig beim Bauer vor Ort oder im Supermarkt zu kaufen, hat sich manch ein Gartenfreund eigene Hühner angeschafft. Das ist nachhaltig, günstig und besonders bei Versorgungsengpässen wie infolge der Ukrainekrise eine gute Idee. Doch mit der Hühnerhaltung im Garten ist auch viel Arbeit verbunden. Regelmäßiges Misten, Füttern und gesundheitliche Kontrollen der Hühner stehen dabei auf dem Tagesplan.

Vor allem letzteres ist sehr wichtig: Nicht nur, damit es dem Federvieh gut geht und es nicht unnötig leiden muss, sondern auch für den Besitzer selbst. Denn Hühner sind sehr anfällig für Krankheiten, das gilt ganz besonders für die inneren Organe wie Darm, Eierstöcke und Eileiter. Zudem können ihnen oftmals Bakterien oder Parasiten schwer zu schaffen machen.

Hühnerhaltung im Garten: Übertragbare Krankheiten auf den Menschen

Aus diesem Grund ist es essenziell, den Hühnerstall und das Gelege sauber zu halten und Hygienechecks durchzuführen. Ansonsten kann es auch ein gesundheitliches Risiko für Hühnerhalter darstellen. Werden Blut, Fäkalien und andere Abfälle nicht sorgsam und regelmäßig entfernt, kann das zu großen Problemen führen. Besonders dann, wenn man selbst oder die eigene Familie und Kinder engen Kontakt zum Federvieh hat. Etwa, wenn man sie streichelt, mit ihnen kuschelt oder sie sogar küsst.

Dann kann es passieren, dass die Tiere Krankheiten, sogenannte Zoonosen, übertragen können. Am häufigsten sind darunter bakterielle Erkrankungen durch Campylobacter oder Salmonellen. Die beiden Erreger können beim Menschen folgende Beschwerden verursachen:

Daher empfiehlt es sich, wer Hühner halten möchte, sie sofort beim Veterinäramt und bei der Tierseuchenkasse anzumelden und die Tiere einmal jährlich einer Wurmkur zu unterziehen, um eine mögliche Ansteckung einzudämmen.

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