Bei Traditions-Jagd in Spanien

Video: Tierschutzaktivist mit Ente geschlagen

Bei einer traditionellen Entenjagd im Meer vor der katalanischen Küste ist ein Tierschützer mit einer Ente geschlagen worden.

Der Mann hatte die jährliche Verfolgung von etwa 50 Enten in der Stadt Roses gefilmt, bei der die Vögel ins Wasser geworfen, von Schwimmern wieder eingefangen und an den Strand zurückgebracht werden. Dabei kam der Tierschützer einer Frau in die Quere, die erbost mit der von ihr gefangenen Ente auf ihn einschlug. 

"Mach weiter, mach weiter mit dem Missbrauch, ich filme Dich", rief der Aktivist der Schwimmerin im weißen Badeanzug zu. "Ein bisschen Mitgefühl für Tiere. Sie haben auch ein Leben, wie Deine Kinder oder Deine Familie", sagte er in dem Video von dem Vorfall weiter, das seine Organisation Animal Rescue España auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte. Währenddessen riefen andere Tierschützer am Strand "Das würdest Du Deinem Hund nicht antun", um gegen die Tradition zu protestieren. Sie mussten schließlich in Begleitung der Polizei den Strand verlassen. 

Die Bürgermeisterin von Roses erklärte nach dem Vorfall, die Stadt erwäge, die Entenjagd zu beenden. In einem Interview mit der örtlichen Nachrichtenwebsite Emporda schlug Montse Mindan ein Referendum vor. Bei der 1918 begründeten Tradition werden die Enten nicht getötet, sie erleiden aber laut Animal Rescue España "Stress, innere Blutungen, Schmerz und Angst". 

mil/AFP/jpf/ans

Rubriklistenbild: © Screenshot YouTube / PlanetaryLifeProtectors TV

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