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Schildkröten füttern: Lieber Kräuter als Gemüse verwenden

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Von: Jasmin Farah

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Immer mehr Menschen wollen Schildkröten halten. Ab Mai dürfen sie auch gerne raus in den Garten. Wer dort Kräuter anbaut, ist klar im Vorteil.

Köln – Schildkröten kennen manche aus ihren Fernreisen, dabei gibt es immer mehr Menschen, die sich auch hierzulande eine anschaffen. Doch dabei sollte vor dem Kauf berücksichtigt werden, dass man damit eine Verbindung fürs Leben eingeht. Denn Schildkröten können sehr alt werden. Zudem wirken die langsamen Kriechtiere mit dem gemütlichen Gang sehr pflegeleicht, das ist allerdings ein Trugschluss. Wenn die Reptilien nicht artgerecht gehalten werden, können sie schnell erkranken. Einer der häufigsten Fehler ist die falsche Ernährung.

Obst für Schildkröten? Falsche Fütterung macht ihren Panzer weich

Schildkröten sollte man besser kein Obst und Gemüse und stattdessen Wildkräuter geben.
Schildkröten sollte man besser kein Obst und Gemüse und stattdessen Wildkräuter geben. (Symbolbild) © Sabine Gudath/Imago

Unerfahrene Besitzer glauben, ihren Schildkröten etwas Gutes damit zu tun, wenn sie sie mit Obst und Gemüse füttern. Grundsätzlich ist nichts gegen eine naturnahe Ernährung einzuwenden. Schließlich handelt es sich bei Schildkröten um Pflanzenfresser, die sich in der freien Wildbahn vegetarisch ernähren, wie der „Westdeutsche Rundfunk“ (WDR) berichtet. Sie benötigen wie der Mensch auch Vitamine und Mineralstoffe, ansonsten werden sie krank und infolgedessen ihr Panzer weich.

Doch statt Obst und Gemüse brauchen europäische Landschildkröten Wildkräuter wie Löwenzahn, Brennnessel, Spitz- oder Breitwegerich. Daher ist es auch sinnvoll, ab Mai die Schildkröte aus dem Winterquartier in den eigenen Garten zu setzen, damit sie dort auf Nahrungssuche gehen kann. Achten Sie darauf, dass dieser gut und sicher umzäunt ist, damit sie nicht ausbüxen kann.

Obst für Schildkröten? Abfälle enthalten oft Pestizide

Am wohlsten fühlt sie sich hier in wildromantischen Obstgärten oder Naturwiesen. Dort kann sie auch allerhand Nahrung für sich finden. Wer das nicht bieten kann, aber dafür ein Beet besitzt, kann auch Salat, Kleearten, Huflattich und Rettich selbst anbauen und diese frisch an die Schildkröte verfüttern.

Achten Sie allerdings darauf, dass Sie diese nicht mit Pestiziden besprühen und ziehen Sie sie am besten ohne künstlichen Dünger auf. Das ist abschließend auch der Grund, warum Sie keine Obst- oder Gemüseabfälle aus dem Supermarkt an die Reptilien verfüttern sollten. Denn die Schalen von konventionell angebauten Lebensmitteln enthalten ebenfalls viele Pestizide und sind für die Schildkröten schädlich. Schließlich kann das zu einer Knochenkrankheit bei den Tieren führen, welche sich am Ende dadurch äußert, dass ihr Panzer zunehmend weicher wird. Um das zu verhindern, ist daher eine artgerechte Fütterung essenziell.

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