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Viele halten die Bommel für künstlich

Pelzpolizei: Dürfen wir mal Ihren Fellkragen kontrollieren? 

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Was viele Menschen mit Fellbommeln an Mützen nicht wissen: Sie tragen das Fell von Marderhunden. 

Wie passt das zusammen? 85 Prozent der Deutschen halten den Verkauf von Pelz für überholt – gleichzeitig stiegen nach Angaben des Deutschen Pelzinstituts die Verkaufszahlen im vergangenen Jahrzehnt stetig an. Das sind die traurigen Hintergründe. 

Der dicke Pelzmantel ist weiter out, immer mehr gefragt sind Applikationen aus Fell an Schuhen, Taschen, Jacken und Handschuhen. Viele Verbraucher denken, dass es sich dabei um Kunstpelz handelt. Das stimmt jedoch nicht. Die Pelzpolizei möchte Menschen darauf aufmerksam machen und geht in deutschen Großstädten auf Streife. Die tz sprach mit den Initiatoren des Projekts.

„Wir wollten mal auf eine andere Art auf die Pelzproblematik aufmerksam machen“, sagt Jan Peifer (36), er ist der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Tierschutzbüros in Berlin: „Viele Leute wissen gar nicht, dass sie Echtpelz tragen. Und darüber wollen wir auf der Straße aufklären.“ Die Tierschützer tragen blaue Jacken mit der Aufschrift Pelzpolizei und sprechen in Großstädten Passanten an. „Natürlich machen wir sofort deutlich, dass wir keine echten Polizisten sind“, so Peifer. Fast alle Angesprochenen reagieren neugierig und offen. Die erste Reaktion ist häufig: „Das Kleidungsstück war so günstig, das kann nur Kunstpelz sein.“ Das ist jedoch falsch gedacht – viele Tiere, die für Applikationen getötet werden, stammen aus China. Dort gibt es keine Tierschutzbestimmungen, auch Umweltauf­lagen und Arbeitsschutzbedingungen sind kaum vorhanden. Dort lassen sich millionenfach Tiere sehr günstig quälen und Pelze gewinnen. Peifer: „Künstlicher Pelz ist tatsächlich teurer als echter. Das ist natürlich eine Katastrophe und noch viel zu wenig bekannt.“ 

Die Pelzpolizisten gehen gezielt auf Menschen zu und bieten einen Test an, um festzustellen, ob es sich um künstlichen oder echten Pelz handelt. Die eindringlichste Methode ist, ein paar Härchen anzünden: Riecht es nach verbranntem Horn oder Haar, handelt es sich um echte Tierhaut. Verschrumpeln die Härchen und riechen nach verkohltem Plastik, besteht der Kragen tatsächlich aus Kunststoff. Auf die Kennzeichnungen an Kleidungsstücken kann man sich nicht verlassen. Das zeigt eindrücklich eine Studie von Vier Pfoten und des Deutschen Tierschutzbundes. Bei Kleidungsstücken muss nur festgestellt werden, dass diese „nicht textile Teile tierischen Ursprungs“ enthalten. Seide, Schaf- und Angorawolle gelten per Definition als textile Fasern. Besteht die Kleidung jedoch zu mehr als 20 Prozent aus tierischen Produkten ist gar keine Kennzeichnung mehr vorgeschrieben. Das ist grotesk, aber geltendes Recht. Dazu kommt, dass viele Produkte falsch ausgezeichnet werden. 

Vier Pfoten und der Tierschutzbund haben Stichproben nachuntersuchen lassen und entdeckten, dass viele Pelzkrägen, die angeblich zu 100 Prozent aus Aryl oder Polyester bestanden, tatsächlich aus Marderhund hergestellt waren. Jan Peifer: „Wir fordern Etiketten, aus denen klar die verwendeten Tierarten, die Haltungsformen und das Herstellerland hervorgehen. Das gibt es in der Schweiz. Verbraucher könnten nicht länger getäuscht werden.“

Bommeln an Mützen waren mal ein Marderhund

Kuschlige Bommeln an der Wollmütze, die vom Wind zart verweht werden, mollige Krägen an Jacken, die bei eisiger Kälte Hals und Gesicht wärmen, kleine neckische Fellkugeln, um Handy oder Schlüssel zu schmücken – 14 Millionen Marderhunde werden dafür jedes Jahr in China unter schrecklichen Bedingungen in engsten Drahtkäfigen aufgezogen und getötet. Der wuschlige Pelz dieser Tiere ist neben Kaninchen das typische Fell für Schnickschnack. Marderhunde kommen natürlicherweise in China vor und werden schon seit Hunderten von Jahren wegen ihres Pelzes gejagt. 

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie in der Sowjetunion ausgewildert und haben sich seitdem in weiten Teilen Europas ausgebreitet. Auch in Bayern werden jedes Jahr Tiere geschossen: Im Jagdjahr 2013/14 wurden 20.140 Marderhunde erlegt oder im Straßenverkehr überfahren. Bei Marderhunden handelt es sich weder um Hunde noch um Marder. Die Tiere gehören zur Canidae-Familie, zu der auch Wölfe und Füchse gezählt werden. Sie können auch nicht bellen, sondern verständigen sich mit Fiepen, Winseln und Knurren.

Die Pelzpolizei kommt in dieser Woche nach München

Am Freitag, 27. Januar, werden die Tierschützer ab 14.15 Uhr in der Fußgängerzone, zum Beispiel in der Sendlinger Straße patroullieren. Sie werden Passanten ansprechen und aufklären, dass sie – oft ohne es zu wissen – Kleidung mit echtem Pelz spazieren tragen. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Website 

www.tierschutzbuero.de

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