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Pferde von Queen Elizabeth II.: Rappstute Burmese war ihr treuer Begleiter

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Von: Sina Lück

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Bis ins hohe Alter war Queen Elizabeth II. leidenschaftliche Reiterin. Eine ihrer treuesten Weggefährtinnen war Rappstute Burmese.

Queen Elizabeth II. war eine Pferdefrau durch und durch. Schon von Kindesbeinen an liebte sie es, im Sattel zu sitzen. Ihre Begeisterung für Pferde entdeckte die Monarchin bereits im Alter von drei Jahren in der privaten Reitschule des Buckingham-Palastes. Mit vier Jahren bekam sie schließlich ein ganz besonderes Geschenk von Großvater König Georg V.: ihr erstes eigenes Shetlandpony namens Peggy. Im Laufe der Zeit haben aber noch weitere Vierbeiner einen festen Platz im Herzen der Queen eingenommen. Eine ihrer treuesten Begleiterinnen war Rappstute Burmese.

Queen Elizabeth II. und ihre Pferde: Rappstute Burmese war ihre treue Begleiterin

Queen Elizabeth II. auf Rappstute Burmese.
Queen Elizabeth II. auf Rappstute Burmese. (Symbolbild) © Zuma/Imago

Mit Pferd Burmese verband Queen Elizabeth II. eine besondere und intensive Zeit. Die Rappstute gehörte zu ihren Lieblingen und war ein Geschenk der Canadian Police. Die Stute wählte die Königin für eine besondere Aufgabe aus, die zuvor die Pferde Tommy, Winston und Imperial übernahmen. Keines der Rösser begleitete Queen Elizabeth II. aber so lange wie Burmese. 18 Jahre in Folge ritt sie auf der Stute bei der Geburtstagsparade „Trooping the Colour“ mit – im Damensattel und in Uniform.

Was für eine versierte Reiterin sie war, bewies die Queen bei einem ihrer letzten Paraden. Eine absichtlich gezündete Rauchbombe versetzte die Pferde in Panik. Doch die Monarchin hielt Burmese mühelos unter Kontrolle und meisterte die Situation souverän. Im Alter von 28 Jahren musste die Monarchin ihrem Herzenspferd Lebewohl sagen. Begraben wurde die Rappstute im Windsor Home Park. In den darauffolgenden Jahren fuhr die Königin mit der Kutsche zum Paradeplatz.

Queen Elizabeth II. und ihre Pferde: Monarchin züchtete Vollblüter für Rennen

Queen Elizabeth II. war aber nicht nur eine begeisterte Reiterin. Ihr Herz schlug auch für die Pferdezucht und den Galopprennsport. Laut Medienberichten soll sie rund 180 Pferde und Ponys in unterschiedlichen Ställen im Königreich besessen haben. Vor allem die eleganten Vollblüter hatten es der Monarchin angetan. Mit der Zeit entwickelte sie sich zu einer echten Expertin auf dem Gebiet. Das beweisen die vielen Erfolge ihrer eigenen Pferde, die im Sport gelaufen sind. Dabei erreichten ihre Schützlinge zahlreiche Siege und Platzierungen in namhaften Rennen der Welt, bei denen die Königin so oft wie möglich im Publikum saß und zuschaute. Zu einem Sieg im Epson Derby reichte es zwar nicht. Jedoch schrieb sie als Züchterin 2013 beim Royal Ascot-Pferderennen in England Geschichte. Stute Estimate erkämpfte sich als erstes Pferd einer Monarchin den Goldenen Pokal.

Queen Elizabeth II. und ihre Pferde: Tochter und Enkelin sind erfolgreich im Sattel

Die Faszination der Queen für die Zucht zeigte sich auch bei anderen Pferderassen. Egal, ob Highland oder Fell Ponys, Hunter oder Reitpferde, die britischen Cleveland Bays oder Polopferde – das Herz der Queen schlug für alle Pferde. Und dabei bewies sie zum wiederholten Male ein feines Gespür für die ideale Anpaarung von Hengst und Stute. Fuchs Doublet sollte zwar eigentlich Polopferd werden, mauserte sich mit Tochter Prinzessin Anne aber zum Star in einer ganz anderen Disziplin. 1971 wurden die beiden Europameister in der Vielseitigkeit im britischen Burghley. Und auch Zara Tindall, Enkelin der Queen, ist die Passion für die Pferde und den Sport buchstäblich in die Wiege gelegt. 2006 wird sie Vielseitigkeits-Weltmeisterin in Aachen.

Queen Elizabeth II. und ihre Pferde: Ihr Lieblingsturnier war die Royal Windsor Horse Show

Als begeisterte Reiterin und Züchterin interessierte sich Queen Elizabeth II. für den internationalen Pferdesport. Zu ihren Lieblingsturnieren gehörte die Royal Windsor Horse Show, das die Monarchin 1943 als Schirmherrin ins Leben rief. Seitdem ließ sich die Monarchin die Show im privaten Teil ihres Schlossparks nie freiwillig entgehen und zeigte auch ihr Können im Sattel. Als 17-Jährige gewann sie die Klasse Pony & Dogcart.

Queen Elizabeth II. und ihre Pferde: Statuen der Monarchin

Zu Ehren der Königin wurden verschiedene Statuen errichtet. Sie bilden Queen Elizabeth II. auf dem Pferderücken ab und machen damit ihre Liebe zu den edlen Tieren deutlich. Die Figur in der kanadischen Stadt Regina zeigt sie im Sattel ihrer Lieblingsstute Burmese.

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