"Ich werde immer bei ihnen bleiben"

Der Katzen-Mann von Aleppo kümmert sich um zurückgelassene Haustiere

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Er hält die Stellung dort, wo erbittert gekämpft wird und kümmert sich um die, die sich nicht wehren können: Mohammad Alaa Aljaleel, der Katzen-Mann von Aleppo.

Hunderttausende Menschen flohen bereits aus der Stadt. Sie ließen alles zurück, auch ihre Haustiere. Ein Mann kümmert sich nun um die verlassenen Katzen Aleppos. Es sind bereits über 150 Tiere.

Aleppo - Als Krankenwagenfahrer wird er in der gebeutelten Stadt Aleppo dringend gebraucht: Mohammad Alaa Aljaleel ist immer noch dort. Er hilft Verletzten und glaubt noch immer an seine Stadt - zumindest hat er sie noch nicht verlassen, obwohl dort ein Vielfrontenkrieg ausgetragen wird. Viele der Menschen aus seinem Viertel, Masaken Hanano, sind aus Syrien geflohen. Auch Alaas Freunde. Geblieben sind nur die, die nicht mitgenommen werden konnten: Die Katzen Aleppos.

"Einmal kam ein kleines Mädchen zu mir und brachte mir ihre Katze," erzählt Alaa, "Ihre Eltern wollten aus Syrien fliehen. Also kamen sie zu mir weil sie wussten, dass ich hier eine kleine Katzen-Auffangstation betreibe. Sie hat geweint als sie mir ihr Kätzchen gegeben hat. Das Mädchen ist mit dem Tier aufgewachsen."

Etwa ein Jahr später beherbergt er schon über hundert alleinegelassene Katzen. Etwa 1,20 Euro täglich bringt er aus seinen Ersparnissen auf, um seine kleinen Schützlinge zu verpflegen und sie wenigstens ab und zu mit Fleisch zu füttern, wie die dailymail berichtet . Trotzdem empfindet Alaa die vielen Vierbeiner nicht als eine Last: "Seit alle das Land verlassen haben - auch meine eigenen Freunde - sind diese Katzen alles, was ich habe."

lg

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