Ein richtig guter Gastgeber

Tischlein deck' dich: Ideen für das Eindecken der Festtafel

Zur Jahreszeit passende Blumen und schöne Details, die die Gäste ansprechen und ihnen ein Gesprächsthema geben: So gelingt eine tolle Eindeckung der Festtafel zu Ostern. Foto: Kähler Design/dpa-tmn
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Zur Jahreszeit passende Blumen und schöne Details, die die Gäste ansprechen und ihnen ein Gesprächsthema geben: So gelingt eine tolle Eindeckung der Festtafel zu Ostern. Foto: Kähler Design/dpa-tmn
Opulente Dekoration ist nicht mehr im Trend. Für einen frühlingshaften Frühstückstisch sorgen schon Kleinigkeiten: Royal Copenhagen setzt zum Beispiel auf passende Blumen und ein Band in frischen Farben um die Serviette. Foto: Royal Copenhagen/dpa-tmn
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Opulente Dekoration ist nicht mehr im Trend. Für einen frühlingshaften Frühstückstisch sorgen schon Kleinigkeiten: Royal Copenhagen setzt zum Beispiel auf passende Blumen und ein Band in frischen Farben um die Serviette. Foto: Royal Copenhagen/dpa-tmn
Auch wenn das Geschirr das Auffälligste am Tisch ist, sind es die Kleinigkeiten, die daraus erst eine Festtafel machen - etwa Serviettenringe und Tischkärtchen. Foto: Royal Copenhagen/dpa-tmn
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Auch wenn das Geschirr das Auffälligste am Tisch ist, sind es die Kleinigkeiten, die daraus erst eine Festtafel machen - etwa Serviettenringe und Tischkärtchen. Foto: Royal Copenhagen/dpa-tmn
Warum nicht fürs Familienfest das Besondere hervorkramen: Ein Toasthalter etwa ist ein Hingucker auf dem Frühstückstisch von Royal Copenhagen. Foto: Royal Copenhagen/dpa-tmn
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Warum nicht fürs Familienfest das Besondere hervorkramen: Ein Toasthalter etwa ist ein Hingucker auf dem Frühstückstisch von Royal Copenhagen. Foto: Royal Copenhagen/dpa-tmn
Auf einem vollgestellten Tisch kann ein Tablett für Ordnung sorgen und das Auge beruhigen: Die Kreativen von Royal Copenhagen setzen darauf Milchkanne und Zuckerdose. Foto: Royal Copenhagen/dpa-tmn
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Auf einem vollgestellten Tisch kann ein Tablett für Ordnung sorgen und das Auge beruhigen: Die Kreativen von Royal Copenhagen setzen darauf Milchkanne und Zuckerdose. Foto: Royal Copenhagen/dpa-tmn
Niels Bastrup ist Creative Director des Geschirrherstellers Royal Copenhagen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn
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Niels Bastrup ist Creative Director des Geschirrherstellers Royal Copenhagen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn
Dekoration mal anders: Villeroy & Boch legt zu Ostern Möhren auf die Teller und stellt Schalen mit frischen Kräutern auf den Tisch. Foto: Lutz Hilgers/Villeroy & Boch/dpa-tmn
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Dekoration mal anders: Villeroy & Boch legt zu Ostern Möhren auf die Teller und stellt Schalen mit frischen Kräutern auf den Tisch. Foto: Lutz Hilgers/Villeroy & Boch/dpa-tmn
Du bist willkommen: Eine besondere Aufmerksamkeit sind Tischkärtchen mit den Namen der Gäste. Die Kreativen von Kähler Design verbinden dafür das Besteck mit einer Schleife und legen eine Blüte dazu. Foto: Kähler Design/dpa-tmn
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Du bist willkommen: Eine besondere Aufmerksamkeit sind Tischkärtchen mit den Namen der Gäste. Die Kreativen von Kähler Design verbinden dafür das Besteck mit einer Schleife und legen eine Blüte dazu. Foto: Kähler Design/dpa-tmn

Jedes Kind kann einen Tisch eindecken. Aber daraus einen eindrucksvollen Frühstückstisch oder eine feine Kaffeetafel für Familienfeste wie Ostern zu machen, das ist ein Kunststück. Experten von Porzellanmanufakturen verraten ihre einfachen Tricks.

Berlin (dpa/tmn) - Teller, Besteck, Gläser und Tassen, Servietten - und noch etwas Deko. Mehr braucht man nicht für ein schönes Familienessen zu Festtagen wie Ostern. Aber das macht noch lange keine toll gedeckte Tafel aus, die Familienmitglieder, Gäste und vor allem auch einen selbst begeistert.

Menschen, die das Eindecken besonders gut können, sind die Kreativdirektoren und Experten von Porzellanmanufakturen. Diese überlegen sich ja nicht nur Designs für ihre Service, sie machen sich dabei stets um das Gesamtkonzept Gedanken, und sie illustrieren das für die Verkaufskataloge. Drei Experten verraten, wie man aus dem Gedeck für ein Familien-Frühstück und einen Feiertagskaffee eine Festtafel macht:

KLEINE HINGUCKER: Dekorationen können begeistern. Sie liefern ein Gesprächsthema, sie zeigen, dass man sich Mühe gibt. Aktuell liegt nicht aber unbedingt Opulentes im Trend, sondern kleine Elemente. So rät Niels Bastrup, Creative Director des Geschirrherstellers Royal Copenhagen, etwa Bezüge zum Frühling herzustellen. "Das kann ein farbiges Band um die Serviette sein, in einer Farbe, die zum Frühling passt." Oder es wird in die aufgerollte und auf dem Teller liegende Serviette eine Tulpe oder Narzisse gelegt.

Blumen sind für alle Experten auf einer Tafel sowieso selbstverständlich. "Oder Zweige, an denen ganz schlicht ein paar Ostereier hängen", rät Trine van der Valk Rasmussen, Marketingleiter bei Kähler Design. Eine ungewöhnliche grüne Alternative schlägt Simone Struve, Sprecherin von Villeroy & Boch: Möhren mit Blättern statt den Blumen auf den Tisch legen.

Auch Kerzen gehören für Bastrup zu einem stimmungsvollen Treffen am Tisch dazu: "Ich bin Däne, bei uns ist es oft dunkel. Wir haben immer Kerzen an, egal ob es fürs Frühstück oder Abendessen, ob es Dienstag, Donnerstag, Sonntag oder ein Festtag ist." Struve schlägt vor, die Dekoration auch auf die Speisen abzustimmen: "So kann man etwa zu einem Pasta-Essen mit Nudeln dekorieren."

ERBSTÜCKE EINBAUEN: Nicht jedes Stück der Tafel muss aus einer Serie stammen. Sogar die Stylisten der Tische für die Kataloge von Royal Design suchen nach besonderen Stücken, die sie zusätzlich auf die Tafel geben. "Das kann zum Beispiel eine Zuckerdose von Oma Ursula sein oder ein geerbtes Teil von Tante Karin", sagt Bastrup. "Gläser und Schalen lassen sich auch wunderbar für viele Anlässe zweckentfremden." Oder wie wäre es, mal wieder die alten Serviettenringe aus der Aussteuer zur Hochzeit zu verwenden?

Aber auch kleine Absurditäten wie ein Toasthalter, den man vor vielen Jahren als Spaßgeschenk bekommen hat und für den es sonst keine Anlässe gibt, werden zur Besonderheit auf der Tafel. Wer so etwas nicht zu Hause hat: auf Flohmärkten stöbern. "So etwas kann dann auch Gespräche starten", sagt Bastrup. Der Gast sagt, dass ihm ein Stück gut gefalle, und schon habe man eine Geschichte zu erzählen, woher, von wem und wie man es erhalten hat.

GRUPPEN BILDEN: Zu besonderen Anlässen sind die Tische oft viel zu vollgestellt. Bastrup rät, Ordnung und optische Ruhe zu schaffen, indem man Gruppen bildet. Er schlägt vor, Zuckerdose und Milchkännchen mit anderen Kleinigkeiten auf eine Marmorplatte oder einen Platzteller zu stellen. Diese sind am besten zwar farblich von der Restdekoration abgesetzt, aber passen zum Gesamteindruck - etwa ein Teller aus dunkelbraunem Holz auf einer beigen Tischdecke zu weißem Geschirr. Auch in einem Korb lassen sich manche Sachen bündeln.

SPEISEN FARBLICH UNTERSTÜTZEN: Ein stimmig eingedeckter Tisch und eine farblich passende Tischdekoration sind das eine. Aber optisch kann eine besonders bunte Speise das harmonische Bild stören - etwa ein bunter Gartensalat mit saftig grünen Blätter, feuerroten Tomaten und gelben Paprikastücken. "Ich gebe ihn besser in eine einfarbige Schüssel, sonst ist das zu viel Farbe", sagt Rasmussen. Außerdem findet die Geschirr-Expertin: "Einfache Tischeindeckungen wirken in der Regel sowieso viel moderner." Das Auge beruhigt auch eine in Linien gedachte Eindeckung - wenn zum Beispiel Teller auf gleicher Höhe stehen.

MÜHE MACHEN: "Wenn der Gast bemerkt, dass man sich Mühe gemacht hat, fühlt er sich umso mehr willkommen. Er freut sich darüber", sagt Kreativdirektor Bastrup. Das machen schon Kleinigkeiten aus - etwa, die Marmelade aus dem Glas in eine kleine Schale umzufüllen. Auch Tischkarten gehören für Bastrup dazu: Gäste empfinden es als besondere Aufmerksamkeit, auf der Tafel persönlich angesprochen zu werden. Aber auch die eigenen Kinder sind sicher begeistert davon, ihren Namen auf ein Tischkärtchen zu einem besonderen Anlass zu lesen. "Das Schöne ist ja, an so etwas haben beide Seiten Spaß, der Gast und auch der Gastgeber, der alles vorbereitet", findet Bastrup. "Es geht dabei auch gar nicht immer darum, einen Tisch perfekt und super gelungen einzudecken."

Die Tischdecke - Vor- und Nachteile

An der Frage, ob es zum schicken Anlass eine Tischdecke sein soll, scheiden sich die Meinungen. Bastrup ist dafür: "Ich finde eine schöne Holzplatte zwar optisch toll." Aber der Stoff schlucke die Geräusche von klapperndem Geschirr, was sonst an einer langen Tafel eine gewisse Geräuschkulisse ergeben kann. "Der Stoff ist auch ein Konterpart zum Porzellan", sagt Bastrup. Etwas Weiches mit spürbar strukturierter Oberfläche bildet einen Ausgleich zum glatten, sterilen Material des Geschirrs. Trine van der Valk Rasmussen sieht das anders: Bei feinen Tischdecken hätten viele Menschen Angst, zu kleckern. "Das kann verhindern, dass die Atmosphäre am Tisch wirklich entspannt ist." Sie rät daher, wenn es unbedingt eine Tischdecke sein soll, zu rustikaleren Leinen.

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