Bescherung nach dem Fest

Volle Innenstadt: Umtausch und Gutschein-Käufe

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Das Weihnachtsgeschäft geht weiter: Am Freitag gab’s Gedränge in der Stadt.

München - Das Weihnachtsgeschäft geht nach den Feiertagen weiter. Die Zeit des Umtauschens und Gutschein-Einlösens hat begonnen.

Die einen haben am Tag nach Weihnachten die Geschenke unter dem Baum schon weggepackt. Andere feierten am Freitag erst Bescherung. Denn das Weihnachtsgeschäft geht nach den Feiertagen weiter. Die Zeit des Umtauschens und Gutschein-Einlösens hat begonnen.

Zwischen Stachus und Marienplatz drängten sich schon am Vormittag die Kunden. Bei Sonne und acht Grad plus zog es viele eher zum Einkaufen in die Stadt als zum Skifahren in die Berge. Das kommt dem Einzelhandel entgegen. Bisher hat das milde Wetter die Kauflaune gebremst. Warme Kleidung und Wintersportausrüstung sind Ladenhüter.

Die Münchner Geschäfte haben sich durch das Weihnachtsgeschäft einen Umsatz von rund 2,1 Milliarden Euro erhofft – 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das wird knapp. Wir brauchen noch drei starke Tage“, sagt Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern.

Auf der Liste der beliebtesten Geschenke standen Gutscheine heuer wieder ganz weit oben. Die Beschenkten suchen sich nun das Richtige aus. Bei anderen hatte das Christkind daneben gegriffen. Sie tauschen um. Vier Kunden erzählen, was sie jetzt in die Läden treibt:

Vier Videospiele für einen Gutschein

Angelika Mayer (50), Packerin aus München: "Bekannte haben mir zu meinem runden Geburtstag und zu Weihnachten einen Gutschein geschenkt. Den hab ich gleich eingelöst. Ich konnte mir vier Spiele für die Nintendo Wii aussuchen. Eins davon ist Chicken Riot. Ich freue mich schon, es zu testen."

Jogginghose war zu lang

Inge Watzek (55), Verkäuferin aus München: "Meinem Mann habe ich einen Jogginganzug zu Weihnachten geschenkt. Der hat ihm gut gefallen. Nur leider war die Hose viel zu lang. Aber ich hatte Glück: Im Laden gab’s auch Kurzgrößen, ich konnte das Geschenk problemlos umtauschen. Die Arbeit, die Jogginghose selbst zu kürzen, kann ich mir jetzt sparen."

Falsches Computerspiel

Niklas Heinzelmann (16), Schüler aus Fürstenfeldbruck: "Mir ist beim Geschenkekauf ein kleiner Fehler passiert. Das Computerspiel Sims 3 Reiseabenteuer haben wir schon zu Hause. Ich hab es zurückgegeben und für meine Mutter das Sims-Erweiterungspaket Inselparadies gekauft."

Transporter im Doppelpack

Felix Kühnl (8), Schüler aus Egling: "Ich hab zu Weihnachten das Bergwerk von Lego bekommen. Aber das Christkind hat was verwechselt und den Lasttransporter doppelt gebracht. Ich hab mir dafür zwei Bulldogs ausgesucht."

Geschenke unterm Hammer

Nicht jedes unliebsame Weihnachtsgeschenk lässt sich umtauschen. Man kann damit aber Gutes tun. Vom 7. bis 10. Januar versteigert die Stadt im Prunkhof des Rathauses ungeliebte Geschenke. Schirmherrin der Aktion für Unicef ist Edith von Welser-Ude. Die Präsente können in der Stadt-Information im Rathaus abgegeben werden.

Beate Winterer

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