Was Sie alles wissen müssen

Umtausch-Wahnsinn: Die zehn wichtigsten Antworten

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Am Samstag werden viele in die Kaufingerstraße pilgern, um ihre Weihnachtsgeschenke umzutauschen.

München - Weihnachtsgeschenke sind ja immer gut gemeint, aber manchmal können sie voll in die Hose gehen. Die tz beantwortet alle Fragen, die Sie wissen müssen, um das Unpassende beim Umtauschen passend zu machen:

Weihnachtsgeschenke sind ja immer gut gemeint, aber manchmal können sie voll in die Hose gehen. Wer kennt sie nicht, die häßlichen Krawatten, die zu engen Pullover oder auch das Buch, das man längst schon hat? Bleibt nur eins: Umtauschen! Aber welche Rechte habe ich da, brauche ich einen Kassenbon? Was, wenn die Packung aufgerissen ist? Die tz beantwortet alle Fragen, die Sie wissen müssen, um das Unpassende passend zu machen:

Gibt es ein generelles Umtauschrecht für Kunden?

Nein. Jedenfalls nicht juristisch betrachtet. Den Begriff hat der Einzelhandel geprägt, damit die Kunden zufrieden sind. Anders gesagt: Dass man etwas umtauschen darf, ist reine Kulanz der Läden.

Somit kann das jedes Geschäft anders handhaben?

Richtig! Hier gilt: ausprobieren.

Brauche ich zum Umtausch einen Kassenbon?

Eigentlich ist der immer Pflicht. Manche Läden drücken nach der Weihnachtszeit ein Auge zu, weil sie wissen, dass es peinlich ist beim Schenkenden danach zu fragen. Manche aber bestehen darauf. Das PC-Spiel oder die DVD könnte ja auch woanders gekauft worden sein.

Die Verpackung des Geschenks ist aufgerissen? Muss ich es nun sowieso behalten?

Solange die Ware nicht beschädigt ist, nehmen auch hier viele Läden das Geschenk zurück (wenn Sie den Kassenbon haben) – oftmals gibt es aber dann kein Geld zurück, sondern einen Warengutschein.

… und wenn man doch lieber das Geld zurück will?

Ob Gutschein oder Geld – diese Entscheidung liegt generell alleine beim Verkäufer.

Ich wollte das Geschenk behalten, aber es ist defekt.

Grundsätzlich erhalten Sie auf jeden gekauften Artikel zwei Jahre Garantie. Dies ändert sich auch bei Weihnachtsgeschenken nicht. Sollte das Geschenk also einen Mangel haben oder defekt sein, greift die gesetzliche Gewährleistungspflicht. Ein Tipp: Sagen Sie der Person, die Sie beschenkt hat, dass der Artikel kaputt ist (und Sie den Kassenbon bräuchten). Aus Höflichkeit muss man ja ein Geschenk nicht in die Tonne klopfen.

Das Geschenk stammt von einer großen Elektromarkt-Kette. Muss ich nun in das Geschäft zum Umtauschen, wo das Geschenk auch gekauft wurde?

Nicht unbedingt. Viele Ketten ermöglichen den Umtausch in jeder beliebigen Filiale.

Das Geschenk wurde online eingekauft. Was dann?

Dann müssen Sie notwendigerweise über den Schenkenden gehen, da der die Bestellung ja über PC oder Handy getätigt hat. Aber: Bei Online-Einkäufen gilt, dass die Ware grundsätzlich (ab Erhalt des Pakets) zwei Wochen ohne Begründung umgetauscht werden darf.

Ich habe einen Einkaufs-Gutschein bekommen. Wie lange gilt der?

In der Regel drei Jahre, auch wenn ein kürzerer Zeitraum angegeben ist. Übrigens: Ein Gutschein ist nur gegen eine Ware oder Dienstleistung eintauschbar. Es ist weder möglich, sich den Gegenwert bar auszahlen zu lassen, noch haben Sie das Recht auf Barzahlung des nicht genutzten Restwertes.

Ich habe keinen Kassenbon, das Geschäft nimmt das Geschenk nicht zurück. Was nun?

Dann gilt nur noch: Entweder weiterverschenken oder auf dem Flohmarkt oder per Kleinanzeige verkaufen.

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