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tz-Weihnachtsaktion: Eine Schule für Madagaskar

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Gemeinsam mit Ihrer Hilfe können die Kinder in dem kleinen Dorf Zafimahavory vielleicht bald schon die eigene Schule besuchen. © Michael Westermann

München - Nicht überall auf der Welt gehen Kinder so selbstverständlich zur Schule wie bei uns. In der diesjährigen Weihnachtsaktion will die tz gemeinsam mit Unicef in Madagaskar eine Schule bauen.

Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt: Über 60 Prozent der Bevölkerung muss mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen, fast 40 Prozent der Menschen sind unternährt. Besonders schlimm trifft es die Kinder. Die tz-Reporterin Simone Herzner und Fotograf Michael Westermann haben sich vor Ort selbst ein Bild gemacht:

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Die Familien leben in schäbigen Hütten aus Bambus und Stroh, ohne Strom und Wasser. © Michael Westermann

Unser Unicef-Jeep rumpelt über Sandpisten, bahnt sich seinen Weg durch zugewachsene Wege, umschifft im Zickzack-Kurs die vielen Schlaglöcher. Das Geländeauto schlittert auf einen Abhang zu, bremst, schwankt, bleibt auf der Straße, die diesen Namen nicht verdient. Von der Küstenstadt Fort Dauphin im Süden Madagaskars fahren wir – die tz-Reporter Simone Herzner und Michael Westermann – etwa 40 Kilometer weit nach Zafimahavory. Wir brauchen geschlagene zwei Stunden in das Dorf, in dem mit den Spenden der tz-Leser eine Schule für knapp 500 Kinder gebaut werden soll.

Zafimahavory ist von der nächsten Stadt nicht weiter entfernt als Erding von München. Trotzdem sind wir bereits mitten in der Wildnis. Kaum zu glauben, dass hier Menschen wohnen. Das Dickicht lichtet sich. Kinder laufen uns entgegen, kreischen und winken aufgeregt. Wir sehen die ersten Hütten. Wie Puppenhäuser aus Bambus und Stroh sehen sie aus. Nicht größer als ein Geräteschuppen in einem Schrebergarten. Auf acht, höchstens zehn Quadratmetern lebt eine ganze Familie mit zwei, vier, sechs Kindern. Die Hütten sind nicht mehr als Schlaflager, gekocht wird im Freien, Toiletten gibt es nicht.

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Hier soll bald die Schule für knapp 500 Kinder stehen. © Michael Westermann

Das also ist Zafimahavory, das Dorf, in dem bald die tz-Schule stehen soll. Ein vergessener Ort mit ungefähr 1500 Einwohnern, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Bewohner sind freundlich, sie freuen sich, dass ihnen endlich geholfen wird. Und die Kinder können wirklich ein bisschen Unterstützung gebrauchen. Im Moment müssen sie jeden Tag zwei Stunden in die nächste Schule laufen. Zwei Stunden hin, zwei zurück. Während der Regenzeit können sie oft wochenlang gar nicht in den Unterricht, dann sind die schlechten Straßen selbst zu Fuß unpassierbar.

Die tz und Unicef bauen eine Schule für Madagaskar

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Bald sollen die Kinder nicht mehr den Gefahren des weiten Fußweges durch madagassischen Tropenwald ausgesetzt sein. Unicef hat gemeinsam mit den Bewohnern schon ein Grundstück ausgesucht. Noch ist es Weideland, die Dorfbewohner stellen es kostenfrei zur Verfügung. Mario Bacigalupo, der peruanische Chefkonstrukteur von Unicef, hat schon alles geplant:

■ Hier soll eine Schule für 300 bis 350 Grundschüler und 150 Vorschüler entstehen. Unterrichtet wird in zwei Schichten vor- und nachmittags.

■ Es werden drei Klassenzimmer für die Grundschule und zwei Räume für die Vorschule gebaut, in jedem Zimmer können ungefähr 50 Kinder unterrichtet werden.

■ Inklusive kleinem Sportplatz und Toilettenhäuschen wird die Schule 140 000 US-Dollar bzw. gut 93 000 Euro kosten.

■ Im Preis enthalten sind alle Möbel wie Bänke und Stühle, Wandtafeln und Schulmaterial.

■ Für Bauarbeiter entstehen keine zusätzlichen Kosten, weil die Dorfbewohner mithelfen. So fühlen sich die Einheimischen von Anfang an verantwortlich für das Gebäude.

■ Es wird nur umweltfreundliches Baumaterial verwendet, damit für die neue Schule nicht noch mehr Regenwald abgeholzt werden muss.

■ Für den Schulbau braucht Unicef nur sechs Monate. Begonnen wird sofort nach Eintreffen der tz-Spenden Anfang 2010. Die Schule kann also bereits zu Beginn des nächsten Schuljahres im Herbst 2010 eröffnet werden.

Liebe tz-Leser, die Kinder freuen sich schon so auf ihre neue Schule – bitte bauen Sie mit!

Simone Herzner

So können Sie helfen:

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie „Eine Schule für Madagaskar“, die tz-Weihnachtsaktion für Unicef. Dieses Jahr wollen wir mit Ihren Spenden ein ganz konkretes Projekt unterstützen: den Bau einer Schule in einem Dorf imSüdenMadagaskars. Wie immer waren zwei tz-Reporter vor Ort und haben sich das Projekt vorher genau angesehen. Außerdem garantiert eine Vereinbarung mit Unicef, dass wirklich jeder Cent für die Kinder bzw. für den Bau der Schule verwendet wird. Der Verwaltungsaufwand wird aus anderen Töpfen bezahlt.

Die Spendenkonten:

Stadtsparkasse München, Kto.-Nr. 263 525, BLZ 701 500 00

Dresdner Bank, Kto-Nr. 326 900 000, BLZ 700 800 00

Empfänger Ihrer Überweisung ist Unicef. Ein Stichwort ist nicht notwendig. Sie können Ihre Spende steuerlich geltend machen. Bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von Unicef automatisch eine Spendenbescheinigung zugeschickt. Bitte geben Sie deshalb im Feld „Verwendungszweck“ unbedingt Namen und Adresse an. Vielen Dank!

Gewinnen Sie diesen Audi A3:

Dieser schicke Flitzer wird unter den Spendern verlost.Eine Audi für zehn Euro Spende: Auch dieses Jahr verlosen Audi und die tz wieder einen Traumwagen unter allen Spendern, die mindestens zehn Euro auf eines der Unicef- Konten überweisen. Dieses Jahr stellt Audi einen schicken A 3 Attraction 1,6 TDI im Wert von 23 750 Euro zur Verfügung! Der 105 PS starke Dieselmotor verbraucht sparsame 4,1 Liter auf 100 Kilometer. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 194 km/h beschleunigt der A 3 in flotten 11,4 Sekunden von null auf 100 Sachen. Serienmäßig ist das Modell selbstverständlich mit ABS, dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP sowie Fullsizeund Kopf-Airbags ausgestattet.Also, liebe tz-Leser: Mit einer Spende von mindestens zehn Euro sind Sie im Verlosungstopf für diesen Hauptgewinn – und helfen beim Bau einer Schule für die Kinder in Madagaskar. Der Gewinner wird nach Abschluss unserer Weihnachtsaktion im Februar 2010 ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

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Dieser schicke Flitzer wird unter den Spendern verlost.

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