Lageplan, Baustrom und Co.

In acht Schritten: So klappt es mit dem Bauantrag

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Bevor der Hausbau beginnen kann, gibt es für Bauherren viel zu tun.

Ein eigenes Haus ist für viele ein Traum. Noch dazu, wenn es ein Neubau ist. Vor dem Baustart gilt es aber einige Unterlagen vorzubereiten.

Das Kind ist geboren, der Hund eingezogen, die Mietwohnung wird zu klein. Also vielleicht ein Haus bauen? Viele entscheiden sich inzwischen gegen einen Architekten. Beliebt sind Verträge mit Bauträgern, die Haus und Grund aus einer Hand bieten. Möglich ist auch, einen Generalunternehmer beziehungsweise -übernehmer mit dem Bau zu beauftragen. Hier sind die Auftraggeber die Bauherren. Auf sie kommt in der Bauplanungsphase einiges zu – was zu erledigen ist:

1. Was beim Grundstückskauf zu beachten ist

"Der Käufer sollte möglichst schon vorab klären, was auf dem Grundstück machbar ist", sagt Holger Schmidt, Bauherrenberater des Bauherren Schutzbundes aus Oldenburg. Es lohne sich, beim Bauamt nachzufragen, ob es einen gültigen Bebauungsplan gebe und was darin geregelt sei. "In der Regel ist die Art und Größe der Bebauung festgehalten", sagt Schmidt. Ebenso könnten Geschosszahl, Fassadengestaltung, Firsthöhe und andere Dinge vorgeschrieben sein. Er gibt zu bedenken: "Auch in Städten kann es Grundstücke geben, für die es noch keinen Bebauungsplan gibt."

2. Mit Planungs-Vorgaben vertraut machen 

Der Bauplaner muss unter anderem wissen, wie das Haus auf das Grundstück gebaut werden darf. Dazu müsse der Bauherr auch den Lageplan des Grundstücks einsehen, sagt Schmidt. Wenn das Grundstück schon vermessen sei, könnten die Käufer den Lageplan möglicherweise über den Vermesser erhalten, der die Arbeit erledigt hat. Schwieriger wird es, wenn noch kein Bebauungsplan vorhanden ist. In diesem Falle sei im Baugesetzbuch festgehalten, dass sich das Gebäude in seiner Gestaltung in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen müsse, sagt Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen in Freiburg.

3. Fördermöglichkeiten auskundschaften

Bei einem Neubau kann es sich lohnen, etwa für energetische Maßnahmen Fördergelder zu beantragen. Burk rät, unter anderem die Angebote der Förderbank KfW zu prüfen. "Dafür muss ich aber gewisse Standards beim Bau einhalten." Für den Antrag sei daher eine detaillierte Baubeschreibung nötig.

4. Das sollten Sie zum Baugrundgutachten wissen

Ein Gutachten über die Beschaffenheit des Bodens ist keine Pflicht. Aber: "Das Baugrundrisiko ist ein originäres Bauherrenrisiko", warnt Schmidt. Stellt sich später heraus, dass der Keller falsch abgedichtet sei, weil die Feuchtigkeit des Bodens falsch eingeschätzt wurde, oder komme es zu Setzungen beim Bau, sei dies das Risiko des Bauherrn. "Ein Baugrundgutachten erstellen zu lassen, gebietet die Vernunft", sagt auch Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren. "Auch wenn man keinen Keller bauen will, sollte man wissen, auf welchem Boden man baut." In der Regel koste das Gutachten einen vierstelligen Betrag.

5. Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden?

Müssen vor dem Baubeginn noch Bäume gefällt werden? Hierfür gebe es klare Vorschriften, erklärt Burk. "Wenn Bäume, die einen bestimmten Durchmesser haben, auf dem Grundstück stehen, muss die Fällung beantragt werden." Dabei müssten Bauherren wiederum beachten, dass Bäume nur zu bestimmten Zeiten gefällt werden können. "Der Bauherr sollte außerdem seinen Vertrag daraufhin prüfen, ob das Bauunternehmen oder er selbst für die Räumung des Grundstücks verantwortlich ist", sagt Burk.

6. Energieversorger genau planen

Für den Bau benötigen die Handwerker natürlich Strom und Wasser. "Ich muss also vor Baubeginn klären, wo die Anschlüsse liegen und wer dafür sorgt, dass sie ans Haus kommen", sagt Burk. Ansprechpartner seien üblicherweise die örtlichen Versorger, bei denen auch Baustrom und Bauwasser beantragt werden könne. "Eventuell lohnt es sich, die Anschlüsse für den fertigen Bau gleich mit zu beantragen."

7. Rechtzeitig über Versicherungen informieren

"Der künftige Hausbesitzer sollte sich rechtzeitig um die nötigen Versicherungen für den Bau kümmern", sagt Schmidt. Eine Bauherrenhaftpflicht sei Pflicht, empfehlenswert seien ebenfalls eine Feuerrohbau- und eine Bauleistungsversicherung.

"Viele Baufirmen bieten eigene Versicherungspakete an." Wer selbst Hand anlegen will beim Bau oder Freunde und Verwandte einbezieht, müsse zusätzlich an die nötigen Unfallversicherungen denken.

8. Das passiert, nachdem Sie den Bauantrag gestellt haben 

Ist der Bauherr mit den Planungen einverstanden, kann der Bauantrag zum Bauamt geschickt werden. Wie lange die Prüfung dauert, hänge von den Voraussetzungen ab, erklärt Schmidt. "Wenn es sich um ein Ein- oder Zweifamilienhaus handelt, der Bebauungsplan vorliegt und man sich an die Vorgaben des Bebauungsplans hält, kann der Antrag innerhalb eines vereinfachten Baugenehmigungsverfahrens bewilligt werden." In diesem Fall werde das Vorhaben lediglich zur Kenntnis genommen. "In der Regel sollte dann nach spätestens vier Wochen die Genehmigung vorliegen", sagt Schmidt.

Es komme aber auf die Auslastung der Behörde an. Bei einem klassischen Bauantrag, bei dem die zuständige Behörde das Vorhaben auf Einhaltung aller Vorschriften prüft, dauere das Verfahren eher zwei bis drei Monate.

Von Sandra Ketterer

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200.000

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17 264,07

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1,36

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0,70

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1,39

200.000

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18 825,21

Degussa Bank

0,70

1,11

1,61

100.000

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19 171,90

Sparkasse Fürstenfeldbruck

0,89

1,12

1,73

200.000

60%

19 345,20

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1,01

1,13

1,73

150.000

60%

19 171,90

Wüstenrot Bausparkasse

1,00

1,15

1,55

200.000

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Aachener Bausparkasse

0,94

1,20

1,65

50.000

60%

20 731,30

Debeka

1,21

2,02

5.000

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200.000

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0,77

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1,53

200.000

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0,91

1,31

1,82

25.000

60%

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Commerzbank

1,08

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1,90

100.000

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1,38

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100.000

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Lesen Sie hier, wo in Deutschland das Mieten auf Dauer günstiger ist als Kaufen.

Auch interessant: Welche Vor- und Nachteile haben Bodenplatten und Keller?

Zuzug: Diese Regionen werden bis 2030 boomen

Platz 10: Der Landkreis Karlsruhe soll laut dem HWWI bis 2030 von 18.033 Einwohner auf 436.000 Einwohner wachsen - ein enormer Anstieg. Grund dafür solle die günstige Lage in der Nähe von Metropolen wie Frankfurt und Stuttgart sein, außerdem der Verkehrsanschluss zur A5 in Richtung Südwesten und den guten ICE-Verbindungen.
Platz 10: Der Landkreis Karlsruhe soll laut dem HWWI bis 2030 von 18.033 Einwohner auf 436.000 Einwohner wachsen - ein enormer Anstieg. Grund dafür solle die günstige Lage in der Nähe von Metropolen wie Frankfurt und Stuttgart sein, außerdem der Verkehrsanschluss zur A5 in Richtung Südwesten und den guten ICE-Verbindungen. © picture alliance / dpa / Uli Deck
Platz 9: Dank seiner Nähe zu München und den erschwinglicheren Mieten im Vergleich zu der bayerischen Landeshauptstadt, soll auch der Landkreis Rosenheim in Zukunft großen Bevölkerungszuwachs bekommen. Rund 19.300 Menschen werden dann ins Alpenvorland ziehen - insgesamt macht das rund 256.000 Einwohner bis 2030.
Platz 9: Dank seiner Nähe zu München und den erschwinglicheren Mieten im Vergleich zu der bayerischen Landeshauptstadt, soll auch der Landkreis Rosenheim in Zukunft großen Bevölkerungszuwachs bekommen. Rund 19.300 Menschen werden dann ins Alpenvorland ziehen - insgesamt macht das rund 256.000 Einwohner bis 2030. © picture alliance / dpa / Peter Kneffel
Platz 8: Im Rhein-Neckar-Kreis erwartet man den höchsten Anstieg von Häuserpreisen bundesweit - denn angeblich werden 20.600 neue Einwohner in die Gegend um Heidelberg strömen. Damit erhöht sich die Einwohnerzahl auf 542.000 Menschen.
Platz 8: Im Rhein-Neckar-Kreis erwartet man den höchsten Anstieg von Häuserpreisen bundesweit - denn angeblich werden 20.600 neue Einwohner in die Gegend um Heidelberg strömen. Damit erhöht sich die Einwohnerzahl auf 542.000 Menschen. © picture alliance / Ronald Wittek
Platz 7: Trotz führender Positionen in Sachen höchste Miet- und Häuserpreise - die Menschen zieht es nach Fürstenfeldbruck. Wieder einmal spielt die Nähe zur Metropole München eine Rolle. Deshalb wird ein Bevölkerungsanstieg von bis zu zehn Prozent erwartet. In Zahlen sind das 20.920 neue Einwohner, die zusammen mit der jetzigen Bevölkerung 214.000 Menschen ergeben.
Platz 7: Trotz führender Positionen in Sachen höchste Miet- und Häuserpreise - die Menschen zieht es nach Fürstenfeldbruck. Wieder einmal spielt die Nähe zur Metropole München eine Rolle. Deshalb wird ein Bevölkerungsanstieg von bis zu zehn Prozent erwartet. In Zahlen sind das 20.920 neue Einwohner, die zusammen mit der jetzigen Bevölkerung 214.000 Menschen ergeben. © pixabay / LeilaSchmidt
Platz 6: Die beliebte Touristengegend um die Region Breisgau-Hochschwarzwald bekommt ebenfalls Zuwachs in der Bevölkerung: Hier rechnet das HWWI bis 2013 mit 22.091 neuen Einwohnern - das macht insgesamt 257.000 Menschen.
Platz 6: Die beliebte Touristengegend um die Region Breisgau-Hochschwarzwald bekommt ebenfalls Zuwachs in der Bevölkerung: Hier rechnet das HWWI bis 2013 mit 22.091 neuen Einwohnern - das macht insgesamt 257.000 Menschen. © pixabay /AshLM
Platz 5: Die Region nördlich von Stuttgart erfreut sich eines wirtschaftlich starken Auftretens. Das scheint auch für Wohnungssuchende attraktiv zu sein: Mit 22.874 neuen Einwohnern wird der Landkreis Ludwigsburg bis 2030 etwa 534.000 Einwohner zählen.
Platz 5: Die Region nördlich von Stuttgart erfreut sich eines wirtschaftlich starken Auftretens. Das scheint auch für Wohnungssuchende attraktiv zu sein: Mit 22.874 neuen Einwohnern wird der Landkreis Ludwigsburg bis 2030 etwa 534.000 Einwohner zählen. © picture alliance / Sebastian Gollnow
Platz 4: Mit den Städten Bonn und Köln in unmittelbarer Nähe ist der Rhein-Sieg-Kreis eine beliebte Wohngegend. Viele Bürger pendeln von außerhalb in die Städte zum Arbeiten. Deswegen vermutet die HWWI ein Bevölkerungswachstum um 29.016 Menschen auf 596.000 Einwohner.
Platz 4: Mit den Städten Bonn und Köln in unmittelbarer Nähe ist der Rhein-Sieg-Kreis eine beliebte Wohngegend. Viele Bürger pendeln von außerhalb in die Städte zum Arbeiten. Deswegen vermutet die HWWI ein Bevölkerungswachstum um 29.016 Menschen auf 596.000 Einwohner. © pixabay / falco
Platz 3: Zum ersten Mal begeben wir uns in den Norden Deutschlands: Hamburg liegt auf Platz 3 der am meisten boomenden Städten und Regionen. Heute leben bereits 1,86 Millionen Menschen (Stand Dezember 2016) in der Hansestadt - bis 2030 sollen nochmal 35.579 dazukommen.
Platz 3: Zum ersten Mal begeben wir uns in den Norden Deutschlands: Hamburg liegt auf Platz 3 der am meisten boomenden Städten und Regionen. Heute leben bereits 1,86 Millionen Menschen (Stand Dezember 2016) in der Hansestadt - bis 2030 sollen nochmal 35.579 dazukommen. © pixabay
Platz 2: Nach Rosenheim und Fürstenfeldbrück, die durch ihre Nähe zu München vor Attraktivität zu sprühen scheinen, kommt nun der Landkreis München selbst. Bis 2030 wird dieser auf 340.000 Einwohner anwachsen - das sind 40.654 neue Einwohner. Die bayerische Landeshauptstadt hingegen wird dank hoher Mieten sogar etwas an Bevölkerung verlieren.
Platz 2: Nach Rosenheim und Fürstenfeldbrück, die durch ihre Nähe zu München vor Attraktivität zu sprühen scheinen, kommt nun der Landkreis München selbst. Bis 2030 wird dieser auf 340.000 Einwohner anwachsen - das sind 40.654 neue Einwohner. Die bayerische Landeshauptstadt hingegen wird dank hoher Mieten sogar etwas an Bevölkerung verlieren. © pixabay
Platz 1: In die Hauptstadt Berlin wird es bis 2030 64.276 neue Einwohner ziehen - und das bei einer Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent. Die Bevölkerung wird dann circa 3,5 Millionen Menschen umfassen.
Plat 1: In die Hauptstadt Berlin wird es bis 2030 64.276 neue Einwohner ziehen - und das bei einer Arbeitslosenquote von 11,1 Prozent. Die Bevölkerung wird dann circa 3,5 Millionen Menschen umfassen. © pixabay

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