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Ärger um die Provision

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München - Beim tz-Mietertag wendet sich ein Leser an die Experten: Es geht um Ärger um die Kaution nach einem Rücktritt vom Vertrag.

Frage:

Ich habe für meinen Sohn eine Wohnung (laut Vermieter rund 20 qm) gemietet. Ich bezahlte 400 Euro Kaution und 476 Euro Provision an die Maklerin. Danach stellte ich fest, dass die Wohnung nur 17,60 qm hat. Ich trat vom Vertrag zurück. Der Vermieter zahlte die Kaution zurück, erstattet aber die Provision nicht. Wer ist im Recht?

W. Einhellinger, Freising

Antwort:

„Meiner Meinung nach hat der Mieter leider keinen Anspruch auf Rückzahlung der Provision“, sagt Mietrechts-Expertin Anja Franz vom Münchner Mieterverein. Man müsste dem Makler bzw. Vermieter nachweisen können, dass er arglistig getäuscht hat, dann wäre der Mietvertrag von Anfang an nichtig. In diesem Fall hätte der Makler keinen Anspruch auf eine Provision. Dafür ist es nämlich erforderlich, dass tatsächlich ein Mietvertrag zustande gekommen ist. Hier haben sich aber Vermieter und Mieter offenbar auf eine Auflösung geeinigt, so dass der Mietvertrag schon wirksam zustande gekommen ist (mit Folge der Provision). Danach ist eben ein Auflösungsvertrag geschlossen worden – das aber betrifft den Makler nicht.

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