10 Geräte im Test

Akku-Heckenscheren schaffen auch dickes Gestrüpp

Test Akku-Heckenscheren
+
Welche Aststärke wird noch bewältigt? Diesen Versuch haben die Tester von „selbst ist der Mann“ an frisch geschlagenen Haselnuss-Ästen vorgenommen.

Bei dickeren Ästen blockieren einige Heckenscheren trotz leistungsstarkem 36-Volt-Akku. Andere Geräte überzeugten im Test mit einem sauberen Schnitt, und lagen trotz hohen Gewichts gut in der Hand.

Köln - Wer eine Hecke schneidet, sollte dabei auf eine saubere Schnittkante achten. Denn unsauber abgetrennte Äste können zu Pilzbefall oder verdorrten Trieben führen. Ensprechend nützlich ist eine leistungsstarke Heckenschere.

Die Zeitschrift „Selbst ist der Mann“ (9/2022) und der Tüv Rheinland haben zehn Heckenscheren in der Praxis getestet. Die Geräte haben einen 36-Volt-Akku, und sind anders als 18-Volt-Geräte auch auf Hartholzhecken ausgelegt. Sie kosten zwischen 190 Euro und 400 Euro.

Der Testsieger kommt von Al-Ko

Im Test bekam ein Gerät die Gesamtnote „sehr gut“, sechs schnitten „gut“ ab, drei bekamen die Bewertung „befriedigend“. Ganz vorne lag die Schere HT4055 von Al-Ko - mit einer Gesamtbewertung von 1,4. Redakteur Peter Baruschke lobt hier die gute Schnittleistung auch bei dicken Ästen und die lange Akkulaufzeit.

Mit sehr guten Schnittleistungen und langer Akkulaufzeit konnte ein Gerät in der Gesamtbewertung den Test für sich entscheiden.

Auf Platz zwei landete das Gerät HGE 36-60 Battery von Kärcher (1,6). Gefolgt von der A-HS-2x20/61 von Lux-Tools mit einer Gesamtnote von 1,7. Dieses Gerät wurde auch Sieger in der Kategorie Preis-Leistung.

Die Testkriterien

„Bei den meisten Maschinen reichte der vollgeladene Akku mindestens für eine halbe Stunde - zum Teil konnte man sogar über eine Stunde damit arbeiten“, sagt Baruschke. „Wir waren mit der Leistung der Akkus insgesamt sehr zufrieden.“

Im Praxistest wurden die Akku-Heckenscheren alle unter identischen Bedingungen getestet.

Ein Vorteil der Akku-Geräte gegenüber Netzgeräten, beim Arbeiten stört kein Kabel - man kann es weder durchtrennen, noch darüber stolpern.

Wichtige Kriterien beim Test waren zudem das Gewicht der Geräte, die Möglichkeit ergonomisch und zügig damit zu arbeiten, ein sauberer Schnitt sowie die Fähigkeit dickere Ästen zu schneiden.

Warum das Gewicht einer Heckenschere nicht alles ist

Viele der Geräte wiegen mehr als vier Kilogramm. „Daher haben wir besonders auf eine ergonomische Handhabung geachtet“, erklärt er. Für den Kauf eines Gerätes rät Baruschke: „Man sollte drauf achten, wie schwer das Gerät ist, es aber auch wenn möglich in die Hand nehmen.“

Die relativ schwere Maschine von Lux überzeugte trotz 4,5 Kilogramm Gewicht, weil sie gut ausbalanciert in der Hand liegt. Zudem haben einige Geräte drehbare Handgriffe. So lassen sich die Scheren für veränderte Arbeitspositionen gut anpassen. Etwa beim Schneiden der Heckenflanke und -krone.

Kritikpunkte an den getesteten Geräten

Nicht immer erfüllten die Geräte die Anforderungen: Bei einem Gerät war der Motorschalter ungünstig positioniert. Bei einem anderen Hersteller war der Griffbereich ziemlich klein.

Und einige Geräte haben auch die Rinde der Äste beschädigt, weil sie diese während des Schneidevorgangs zur Seite drücken. Drei haben bei dickeren Ästen besonders häufig blockiert - und so zügiges Arbeiten verhindert. Zum Teil mussten die Tester dickere Äste dann manuell aus dem Messerwerk herausziehen. dpa

Auch interessant

Kommentare