Übersicht

Ambrosia im Garten? So erkennen und bekämpfen Sie die gefährliche Pflanze

Ambrosia-Pflanze in einem Sonnenblumenfeld.
+
Die Ambrosia breitet sich häufig an Vogelfutterplätzen aus.

Ambrosia verbreitet sich immer stärker in Europa und kann Allergien auslösen. Allerdings ist die Pflanze nur schwer zu erkennen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sie bekämpfen.

  • Die Ambrosia stammt ursprünglich aus Amerika, verbreitet sich aber immer mehr in Europa.
  • Die Pollen* können beim Menschen schwere Allergien auslösen.
  • So erkennen und bekämpfen Sie die Ambrosia-Pflanze.

Die Ambrosia wirkt wie eine eher unscheinbare Pflanze, doch sie hat es faustdick hinter den Ohren. Mittlerweile verbreitet sie sich immer stärker in Europa und macht Allergikern das Leben schwer. Darum ist es wichtig, die Ambrosia zu erkennen und zu bekämpfen.

Ambrosia: Warum ist sie so gefährlich?

Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), auch bekannt als Beifußblättriges Traubenkraut, hat ein allergenes Potenzial, das um ein Vielfaches höher ist als bei Gräserpollen. Die späte Blüte im August und September verlängert die Pollensaison um zwei Monate, was Allergikern schwer zu schaffen macht. Zudem ähneln die Allergene der Ambrosia den allergieauslösenden Substanzen von Bananen, Melonen, Sonnenblumen, Arnika, Gänseblümchen oder Kamille so sehr, dass es zu Kreuzallergien kommen kann, wie Mein-Allergie-Portal schreibt. Aber auch Nicht-Allergiker können empfindlich auf die Pflanze reagieren - sie sorgt für Reizungen an den Augen, auf der Haut und in den Atemwegen.

Wie die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) informiert, produzieren die Blüten der Ambrosia eine hohe Anzahl von Pollen - bis zu einer Milliarde pro Pflanze seien möglich. Zudem können pro Pflanze durchschnittlich etwa 3.000 Samen gebildet werden, die mit dem Wind verbreitet werden. Im Boden bleiben die Samen bis zu 40 Jahre keimfähig. Die Ambrosia hat also nicht nur ein hohes Allergiepotenzial, sondern kann sich auch unaufhaltsam vermehren.

Gartenarbeit mit dem richtigen Werkzeug

Mit einer hochwertigen Ausrüstung geht die Arbeit im Garten gleich viel leichter von der Hand. Mit diesem Gartenwerkzeug (werblicher Link) sind Sie voll ausgestattet.

Achtung Verwechslungsgefahr: So erkennen Sie die Ambrosia

Das Problem mit der Ambrosia ist, dass sie sehr leicht mit anderen Pflanzen verwechselt werden kann. Vor allem im Keimblattstadium ist sie kaum von Kamille-Arten zu unterscheiden. Im weiteren Entwicklungsverlauf ähnelt sie besonders dem Gemeinen Beifuß. Darum gilt es, die Pflanze genau zu begutachten. Das sind die Merkmale der Ambrosia laut der LfL:

  • Die doppelt fiederteiligen Blätter sind beidseitig grün.
  • Der stark behaarte Stängel ist zuerst grün und verfärbt sich im Laufe der Vegetationsperiode rötlich.
  • Der traubenförmige männliche Blütenstand befindet sich an der Triebspitze.
  • Blühbeginn der Ambrosia ist ab Mitte Juli.
  • Einzelpflanzen können stark verzweigen und je nach Konkurrenzsituation werden sie bis zu 1,5 Meter hoch.

Falls Sie sich unsicher sind, ob es sich bei der gesichteten Pflanze um eine Ambrosia handelt, können Sie ein Foto zur Identifizierung an das örtliche Pflanzenschutzamt oder das Julius Kühn-Institut (JKI) schicken. Bei entdeckten Beständen geben Sie am besten auch den Fundort an. Einige Bundesländer haben Meldesysteme eingerichtet, mit denen sie Daten über das Vorkommen der Art sammeln.

Erfahren Sie hier: Dieses Hausmittel sollten Sie niemals zum Schutz vor Blattläusen verwenden.

Ambrosia: Wo tritt sie am häufigsten auf?

In Europa ist die Ambrosia bisher in Südosteuropa am stärksten vertreten, wie aus einem Informationsblatt des Julius Kühn-Instituts hervorgeht. In Ungarn sind fast 80 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche befallen und in den letzten 20 Jahren hat sich Ambrosia zum bedeutendsten landwirtschaftlichen Unkraut entwickelt. Kroatien beklagt die Anwesenheit der Beifußblättrigen Ambrosie vor allem in der Region Slawonien, wo sie ebenfalls als Schadunkraut angesehen wird. Besonders über verunreinigtes Vogelfutter, das in südosteuropäischen Ländern produziert wird, breitet sich die Pflanze weiter aus.

In Deutschland wurden ebenfalls kleine Befallsherde festgestellt, in Bayern hat sich die Ambrosia laut LfL zum Beispiel in den Regierungsbezirken Oberbayern und Mittelfranken sowie teilweise in Niederbayern angesiedelt. Hierzulande tritt die Ambrosia vornehmlich auf unbedecktem, offenen Böden, an Straßenrändern oder in Gärten auf - dort besonders in der Nähe von Vogelfutterplätzen. Ein Hauptverbreitungsweg der Pflanze ist nämlich verunreinigtes Vogelfutter. Überprüfen Sie bei der Anwendung also stets, ob Ambrosia-Pflanzen im Garten auftauchen. Auch auf Schnittblumenfeldern, wo verunreinigtes Vogelfutter als Saatgut ausgebracht wurde, drohen Ambrosia-Vorkommen.

Auch interessant: So werden Sie mit Grauschimmel auf den Pflanzen fertig.

So beugen Sie der Ausbreitung von Ambrosia vor

Um der Ambrosia Einhalt zu gebieten, ist eine Begrünung von offenen, unbedeckten Böden nötig - zum Beispiel Straßenränder und Brachen, wie die LfL informiert. Außerdem sei eine Etablierung dichter, geschlossener Pflanzenbestände durch Pflegemaßnahmen und Nachsaat wichtig, um die Samenkeimung der Ambrosia zu verhindern.

Wer ein Schnittblumenfeld anlegt, sollte nur auf zertifiziertes Sonnenblumensaatgut zurückgreifen, bei dem eine Verunreinigung ausgeschlossen ist. Auch Brachebegrünungen sollten nicht mit billigem Vogelfutter als Saatgut vorgenommen werden. Vogelfutterreste sollten außerdem nicht auf landwirtschaftlichen Flächen entsorgt werden.

Ambrosia bekämpfen: So gehen Sie gegen die Pflanze vor

Zur Bekämpfung von Ambrosia hat die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft auf ihrer Website einige Tipps parat: Wenn Sie unter Allergien oder einer sensiblen Haut leiden, sollten Sie eher davon absehen, den Ambrosia-Pflanzen zu nahezukommen. Abgesehen davon können Sie die Ambrosia bei kleinen Beständen mitsamt der Wurzel ausreißen - aber nicht abreißen. Erledigen Sie das am besten schon vor dem Blühbeginn Mitte Juli, um sich nicht den Pollen auszusetzen. Die LfL rät zum Tragen von Handschuhen und einer eng anliegenden Staubmaske.

Geben Sie die ausgerissenen Ambrosia-Pflanzen anschließend in einen Plastikbeutel und entsorgen Sie diesen über die Restmülltonne. Auf dem Komposthaufen oder im Biomüll können die Samen nämlich weiterhin ausreifen. Überprüfen Sie zudem die Fundstelle in den Wochen danach auf Keimlinge, die Ihnen eventuell entgangen sind.

Handelt es sich bei Ihrem Fund um größere Bestände der Ambrosia, bedecken Sie diese kurz nach dem Blühbeginn ab Mitte Juli mit Mulch oder gemähtem Gras, um der Pflanze das Sonnenlicht zu nehmen. Überprüfen Sie alle drei oder vier Wochen, ob die Pflanze wieder neu austreibt und wiederholen Sie den Vorgang dementsprechend. Kehren die Bestände nicht wieder zurück, bauen Sie Konkurrenzpflanzen an, um die entstandenen Lücken zu schließen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Mit diesen Hausmitteln bekämpfen Sie Mehltau jetzt erfolgreich.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Fliegen in der Wohnung: Mit diesen Hausmitteln können Sie sie ruckzuck vertreiben
Fliegen in der Wohnung: Mit diesen Hausmitteln können Sie sie ruckzuck vertreiben
Mit diesen Tricks sind braune Ablagerungen in der Toilette endgültig Geschichte
Mit diesen Tricks sind braune Ablagerungen in der Toilette endgültig Geschichte
Frau schüttet etwas Essig auf Pflanzen - dabei passiert absolut Unerwartetes
Frau schüttet etwas Essig auf Pflanzen - dabei passiert absolut Unerwartetes
Schluss mit nervigen Fettspritzern im Backofen - dank dieser Hausmittel
Schluss mit nervigen Fettspritzern im Backofen - dank dieser Hausmittel

Kommentare