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Armutsbericht 2017: Armutsquote und Ungleichheit wachsen

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Die Schere zwischen Armen und Reichen wird immer größer.
Die Schere zwischen Armen und Reichen wird immer größer. © BirgitH/pixelio

Bezahlbare Wohnungen für wohnungslose und einkommensarme Haushalte fehlen an allen Ecken und Enden. In Deutschland wächst zudem die Ungleichheit zwischen Arm und Reich immer mehr.

Immer mehr Wohnungslose

„335.000 Menschen ohne Wohnung in Deutschland, möglicherweise 536.000 im Jahr 2018 – das ist die extremste Form der ständig steigenden Wohnungsarmut in Deutschland“, erklärte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, anlässlich der Vorstellung des Armutsberichts 2017 des Paritätischen Gesamtverbandes. 

„Bezahlbare Wohnungen fehlen an allen Ecken und Enden und rasch steigende Mieten führen dazu, dass immer mehr Menschen ihre Wohnungen verlieren, aus den Städten hinaus gedrängt werden. Hier ist die Politik gefordert. Wir brauchen eine aktive Wohnungspolitik, die für dauerhaft preisgebundene Sozialwohnungen sorgt und ein sozial gerechtes, Mieter schützendes Mietrecht schafft.“

Immer mehr Ungleichheit 

Der Bericht zur Armutsentwicklung in Deutschland 2017 kommt zu dem Ergebnis, dass die Ungleichheit in Deutschland weiter wächst. Reichtum und Armut nehmen zu. 

Die Armutsquote erreicht 15,7 Prozent. Das bedeutet, 12,9 Millionen Menschen leben unter der Einkommensarmutsgrenze. Siebenkotten: "Auf dem Wohnungsmarkt gilt immer noch das Motto, Reich baut für Reich. Das muss sich ändern. Wir brauchen bezahlbare Wohnungen und sichere Mietverhältnisse für die Menschen in Deutschland."

Ein gerechtes Land für alle

Der Deutsche Mieterbund ist Teil des Bündnisses „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle“, zusammen mit dem Paritätischen Gesamtverband, Attac, Oxfam, Verdi, GEW, Arbeiterwohlfahrt, Volkssolidarität, Sozialverband VdK, dem Deutschen Kinderschutzbund und der nationalen Armutskonferenz. Siebenkotten: „Wir brauchen jetzt eine neue, gerechtere Politik. Die Reichen in Deutschland müssen sich viel stärker als bisher an den Kosten für das Gemeinwohl beteiligen.“

von Gottfried Moeckl

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