Dicke Äste sind problematisch

Einfacher Baumschnitt: Astscheren im Test

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Astscheren im Labortest: Nicht alle überzeugen.

Bäume wachsen von alleine, Pflege brauchen Sie trotzdem. Dazu gehört auch der regelmäßige Schnitt. Damit die Arbeit einfach und schnell von der Hand geht, ist eine gute Astschere wichtig. Wir sagen Ihnen, auf was Sie achten sollten.

Damit Bäume gut gedeihen, sollten sie zweimal jährlich zurückgeschnitten werden. Die Anschaffung einer Astschere lohnt sich also. Je nachdem, wie groß Ihre Bäume schon sind, sollten Sie auf die richtige Schnittbreite der Schere achten – zwischen 35 und 55 Millimeter werden normalerweise angeboten.

Auch auf die Armlänge kommt es an: Hier müssen Sie sich entscheiden, ob es eine Schere mit oder ohne Teleskoparm sein soll. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ein Teleskop-Modell kommt auch an die obersten Äste einfach heran und lässt sich auf die individuelle Größe einstellen. Nachteilig ist aber, dass eine Astschere mit Teleskoparm nicht so stabil ist. Eine Schere mit festem Arm sollte aber mindestens 80 Zentimeter lang sein. Am besten nehmen Sie vor dem Kauf einige Modelle selbst in die Hand.

Im Handel werden drei verschiedene Bauarten angeboten: Die typische Astschere ist mittlerweile ein Amboss-Gerät. Hier trifft die scharfe Klinge nach dem Schneiden auf eine Metallfläche, den Amboss. Der Kraftaufwand hält sich hier in Grenzen, weil die Klinge sehr scharf geschliffen ist. Der Amboss kann aber den Ast verletzen.

Bypass-Scheren haben zwei geschwungene Klingen und schieben sich beim Schneiden übereinander. Der Schnitt wird dann in der Regel sauberer als bei Amboss-Modellen, es wird aber auch mehr Kraft beim Schneiden benötigt.

Eine dritte Art von Astscheren sind die Amboss-Getriebe-Scheren. Das Getriebe ist ein großer Vorteil, denn man muss kaum Kraft aufwenden. Solche Astscheren sind aber teuer und nicht jeder Hersteller hat entsprechende Modelle im Sortiment.

Astscheren im Test

Das Testportal AllesBeste hat zusammen mit der Gesellschaft für Materialprüfung GWP und der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien DtGV 12 Astscheren getestet. Sowohl im Labor, als auch im Praxistest mussten die Astscheren zeigen, was sie können. Nach einem simulierten Langzeittest und der Meinung von sechs Testern stand der Testsieger fest: Die Fiskars PowerGear X LX99-L. Mithilfe der Amboss-Getriebe-Astschere konnten alle Tester selbst dicke Äste mit nur wenig Kraftaufwand schneiden. Auch in Sachen Haltbarkeit konnte sie punkten.

Als Alternative kann das Testportal außerdem die Gardol Classic Astschere empfehlen. Die Bauhaus-Eigenmarke erbrachte ebenfalls eine solide Leistung. Leider wurde aber die Rinde beim Frischholzschnitt deutlich verletzt. Angesichts des günstigen Preises von rund 20 Euro ist die Astschere trotzdem einen Blick wert.

Weitere Empfehlungen und Informationen finden Sie bei AllesBeste.

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