Berufsbedingter Umzug – Kosten, Tipps & Tricks

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Ein Umzug ist mit viel Aufwand und oft hohen Kosten verbunden. Bereits im Vorfeld muss viel geplant und organisiert werden.

Soll eine professionelle Umzugsfirma engagiert werden? Wann muss mit dem Packen begonnen werden? Müssen neue Möbel gekauft werden? Jeder Dritte Deutsche wechselt aus beruflichen Gründen den Wohnort. In diesem Fall können Sie von steuerlichen Vorteilen profitierten. Hier informieren wir Sie zu relevanten Fakten rund um das Thema Umzug.

Zunächst sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie hoch die Kosten in etwa sind, die auf Sie zukommen werden. Diese können stark variieren: Wie viele Quadratmeter hat Ihre alte Wohnung? Sollen alle Möbel mit umziehen oder wollen Sie neue Möbel anschaffen? Haben Sie private Hilfe beim Umziehen oder beauftragen Sie ein Unternehmen? Auch die Entfernung zur neuen Bleibe spielt eine wichtige Rolle. Je näher das alte und neue Zuhause aneinander liegen, desto geringer werden die Kosten für den Transport. Ist das neue Wohnhaus mit dem LKW nur schwer zugänglich, so muss mit Mehrkosten gerechnet werden, da Gegenstände weiter getragen werden müssen.

Um vor bösen Überraschungen geschützt zu sein, sollten Sie rechtzeitig mit der Planung Ihres Umzugs beginnen. Es müssen ausreichend Umzugskartons besorgt, Material zur Renovierung beschafft und Telefonate getätigt werden. Zu den Kosten: Wenn Sie ein Unternehmen für Ihren Umzug beauftragen, sollten Sie mit Kosten zwischen 600 und 4.000 Euro einplanen. Ein Umzug ohne Firma schlägt mit circa 200 Euro zu Buche. Der Endpreis eines Umzugs ist abhängig von vielen Einzelfaktoren. Um nur ein Beispiel zu nennen: Ihre Gegenstände müssen in den 5. oder 6. Stock getragen werden? Durch den erhöhten Aufwand wird das Unterfangen kostenintensiv werden.

Natürlich gibt es viele Tipps, mit denen Sie die Kosten Ihres Umzugs reduzieren können. Umzugskartons kosten neu zwischen zwei und fünf Euro. Im gebrauchten Zustand sind die Kartons deutlich günstiger oder sogar gratis. Suchen Sie nach Angeboten, z. B. über Ebay oder ähnliche Services. Für das Steichen der alten Wohnung muss nicht unbedingt ein Maler beschäftigt werden. Mit der Hilfe von Freunden sind schnell alle Wände wieder weiß und Sie sparen viel Geld. Bevor Sie Ihr Hab und Gut in Kartons verpacken, sollten Sie die Gelegenheit nutzten und gründlich entrümpeln. In den Jahren sammelt sich viel Krempel, der nie benutzt wird. Solche Dinge aufwendig zu verpacken und in der neuen Wohnung wieder aufzustellen, ist verschwendete Zeit.

Ist der Wohnortwechsel berufsbedingt, können Sie viele Ausgaben für den Umzug als Werbungskosten (Anlage N) steuerlich geltend machen. Die meisten Umzugskosten müssen Sie belegen können, nur für bestimmte Aufwendungen können Sie eine Umzugspauschale ansetzen. Um den Umzug von der Steuer absetzten zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden: Eine Möglichkeit ist die mit dem Umzug einhergehende Verkürzung des Arbeitswegs. Nach dem Umzug sollten Sie für die Wege zur Arbeit und zurück jeweils eine halbe Stunde weniger benötigen. Nicht die Länge des Weges ist entscheidend, sondern die Zeitersparnis. Ein weiteres Beispiel von steuerlich absetzbarem Umzug liegt vor, wenn Ihre Firma den Standort wechselt oder Sie Ihre Stelle in einer anderen Stadt antreten sollen. Waren Sie einige Zeit im Ausland und wollen zurück nach Deutschland ziehen, können anfallende Kosten genauso in der Steuer notiert werden.

Doch welche Kosten können Sie überhaupt absetzten? Bereits die Fahrtaufwendungen für Wohnungsbesichtigungen können geltend gemacht werden. Sie sind berechtigt, eine Fahrtkostenpauschale von 30 Cent pro Kilometer anzusetzen. Anfallende Maklergebühren für Mietobjekte können ebenso abgeschrieben werden. Für den Fall, dass Sie Ihre alte Wohnung nicht sofort kündigen können oder wollen, sind Sie berechtigt, die Doppelbelastung bis zu sechs Monate abzuschreiben. Wenn Sie Ihre neue Wohnung in den ersten drei Monaten nicht nutzen, können Sie dies ebenfalls notieren. Außerdem können der Transport von Hausrat und die Reparatur von Transportschäden angesetzt werden. Beachten Sie jedoch, dass der Kauf von Möbeln nicht absetzbar ist.

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