Herbstblätter

Nabu rät von Laubsaugern und Laubbläsern ab

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Der Nabu kritisiert Laubbläser und Laubsauger. Rechen und Harke seien besser. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/dpa-tmn

Im Herbst sieht man immer wieder Menschen, die mit Laubbläsern und Laubsaugern gegen die bunten Blätter am Boden vorgehen. Der Nabu rät aber von solchen Geräten ab - aus mehreren Gründen.

Berlin (dpa/tmn) - Das bunte Herbstlaub mit einem Laubbläser oder Laubsauger einfach wegpusten oder aufsaugen - das ist bequem. Doch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät von solchen Geräten trotzdem ab. Hausbesitzer, die ihre Gehwege sauber und damit sicher halten wollen, sollten zu Rechen und Harke greifen.

Zum einen seien viele Laubgeräte mit einem Schallpegel von mehr als 100 Dezibel extrem laut, argumentiert der Nabu. Der Lärm ist nicht gut für das Gehör des Anwenders. Laubbläser und -sauger mit einem Motor verursachten zudem Abgase, die die Luft verschmutzen.

Blätterhaufen als Quartier für Tiere

Auch aus ökologischer Sicht kritisiert der Nabu die Geräte. Nicht nur welke Blätter würden aufgesaugt, sondern auch Insekten und Spinnen, die aber für den Boden wichtig seien. Pflanzensamen würden zerstört.

Befinden sich die Blätter nicht auf einem Gehweg, ist es nach Ansicht der Naturschützer ohnehin besser, das Laub einfach liegenzulassen. Es schütze den Boden bei extremer Kälte vor Austrocknung.

Die verrotteten Blätter seien zudem Lebensraum und Nahrung für Kleintiere wie etwa Würmer, Insekten und Spinnen. Zum Haufen aufgeschüttet bietet es einen guten Unterschlupf. Daher rät der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV): Laub gehört in den Garten und nicht in Abfallsäcke.

Um insbesondere Igeln zu helfen, sollte man den Laubhaufen mit Ästen gegen den Wind absichern. Darin halten die Tiere dann ihren Winterschlaf.

Auch Totholz für Tiere aufschütten

Wissen sollte man allerdings: Der Laubhaufen sollte nicht den Rasen bedecken. Das könnte dazu führen, dass die Gräser faulen. Unter einer Hecke hingegen haben sie doppelten Nutzen: Hier finden nicht nur die Tiere den erwähnten Schutz, sondern die Pflanzen sind auch besser gegen Frost geschützt.

Lesen Sie auch: Laubbläser - lieber rechen als pusten

Auch andere Grünabfälle können Gartenbesitzer weiterverwerten: Abgeschnittene Äste oder Zweige lassen sich ebenfalls aufschütten, wodurch sie zum Zuhause für viele Kleinsäuger wie Igel werden. Auch Vögel fühlen sich darin wohl. Die Stängel von Stauden sollte man hingegen an der Pflanze belassen - als Winterquartier für manche Insekten wie den Marienkäfer, empfiehlt der LBV.

Kein Platz fürs Laub: Oft kostenlose Abholung

Ist im Garten kein Platz für einen Laubhaufen, können Gärtner die Blätter vielerorts in der Biotonne entsorgen oder beim Wertstoffhof abgeben.

In die Restmülltonne gehöre Laub aber nicht, betont der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Als Grünabfall werden die Blätter zur Erzeugung von Biogas und Kompost verwendet. Viele Entsorger geben auch spezielle Säcke aus, die befüllt teilweise kostenlos wieder abgeholt werden.

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