Einrichtungsstar gibt Tipps in der tz

Caroline Sarkozy im tz-Interview: „Guter Stil hat nichts mit Geld zu tun“

Caroline Sarkozy stellte in München ihr Design-Buch vor.
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Caroline Sarkozy stellte in München ihr Design-Buch vor.
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So sieht es bei der Innenarchitektin zu Hause aus: Das Wohn- und das Schlafzimmer sind in Grau- und Beigetönen gehalten.
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So sieht es bei der Innenarchitektin zu Hause aus: Das Wohn- und das Schlafzimmer sind in Grau- und Beigetönen gehalten.
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Das Badezimmer einer Kunstsammlerin.
Sarkozy im Interview mit tz-Kolumnistin Maria Zsolnay.
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Sarkozy im Interview mit tz-Kolumnistin Maria Zsolnay.

Auch wenn nicht jeder ein 250-Quadratmeter-Loft hat, so kann man doch mit wenigen Tricks (fast) so schön wohnen... Die tz wollte mehr wissen - im Interview mit Caroline Sarkozy.

Oh, là, là, das ist très chic! ­Caroline Sarkozy (50) trägt einen beigefarbenen Cordanzug. So einen, den wir noch vor ein paar Jahren mit spitzen Fingern in die Altkleidersammlung getan hätten. Jetzt ist er Vintage und wenn ihn eine Dame wie Caroline trägt, mit Pradaschuhen, großen Ringen und offenen Haaren, sieht es einfach hinreißend aus. Eindeutig, die Frau hat Stil. Und zwar einen, der nicht wie abgekupfert aus Magazinen und von großen Ketten wirkt. Ihr Geheimnis? „Persönlichkeit“, sagt sie immer wieder. Das gelte ganz besonders für ihren Job: Sie ist Innenarchitektin, richtet Villen, Lofts und großzügige Stadtwohnungen ihrer berühmten und vor allem reichen Klientel (u.a. Diane von Fürstenberg, Lenny Kravitz) ein.

In Frankreich ist sie so berühmt wie ihr Halbbruder, Ex-Präsident Nicolas ­Sarkozy. Jetzt kann jeder ein wenig Savoir-vivre in seine Wohnung bringen: Auch wenn nicht jeder ein 250-Quadratmeter-Loft mit Blick auf den Eiffelturm hat, so kann man doch mit wenigen Tricks (fast) so schön wohnen... Die tz wollte mehr wissen.

Was ist der typische Pariser Stil?

Caroline Sarkozy: Es ist eine Philosophie, eine Tradition von Handwerkskunst, von Qualität, von Detailverliebtheit, Ausgeglichenheit und Harmonie gemischt mit neuen Ideen und persönlichen Vorlieben. Das ist für mich der Pariser Stil. Das Schöne ist, dass wir in Frankreich die Tradition der Handwerkskunst nie verloren haben.

Es ist wie in der Mode?

Sarkozy: Ja, genau, das kann man gut vergleichen. Die Vergangenheit ist immer präsent, aber mit einem Twist.

Wir sind Sie selbst eingerichtet?

Sarkozy: Es ist ein Mix von mir und meinem Lebensgefährten, der Antiquitätenhändler ist, wir mussten Möbel zusammenlegen. Es sind zeitgenössische Designer, aber auch Klassiker. Ich liebe die Vielfalt.

Sie richten die Villen von Superstars und Topmanagern ein. Wie gehen Sie vor, wenn Sie so einen Auftrag bekommen?

Sarkozy: Es ist wie eine Symphonie komponieren: Ich richte mich nach der Persönlichkeit und nach der Umgebung. Wie leben meine Kunden, reisen sie viel, haben sie Kinder, haben sie eine bedeutende Kunstsammlung, sammeln sie Möbel oder haben sie ein besonderes Erbstück? Ich arbeite sozusagen mit der Geschichte meiner Kunden. Und dann, wie ist der Grundriss, wie will man dort leben, wie kommt das Licht herein?

Was raten Sie dem Bewohner einer durchschnittlichen Zwei-Zimmer-Wohnung?

Sarkozy: Sich vor nichts zu fürchten, sich auszuleben und nicht das zu kaufen, was man in einem Magazin gesehen hat. Der zweite wichtige Punkt ist Ausgewogenheit. Das heißt, wenn man ein sehr starkes, aufregendes Stück hat, muss man es im Raum ausbalancieren.

Die Wohnungen sehen sehr teuer aus...

Sarkozy: Man muss nicht viel Geld ausgeben. Nein, wirklich nicht. Man kann zum Beispiel mit Farben komponieren.

Richten sich Frauen anders als Männer ein?

Sarkozy: Frauen achten mehr auf Räume wie Badezimmer und Küchen, wie praktisch es dort ist. Männer interessiert die Technik, die Lichtverhältnisse.

Haben Sie auch die Wohnung von ihrem Halbbruder Nicolas Sarkozy eingerichtet?

Sarkozy: Nein, er braucht meine Hilfe nicht. Er sammelt Originalbriefe großer Staatsmänner. Beide, er und Carla, leben eher Bohemian.

Neue Stil-Bibel

Neue Einrichtungsideen gesucht? Das opulente Coffe-Table-Buch Living in Style Paris hält unzählige Ideen bereit. Caroline ­Sarkozy, selbst Star der weltweiten Interieur-Szene, öffnet darin die Türen zu den schönsten und ungewöhnlichsten Wohnungen in Paris. In München stellte sie das Buch im Pop-up-Store von Westwing-Gründerin Delia Fischer vor, zusammen mit Verleger Hendrik teNeues (li.). Das Buch kostet 49,90 Euro

Maria Zsolnay

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