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Teures Homeoffice: So drastisch steigen Ihre Heizkosten, wenn Sie zu Hause arbeiten

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Von: Simona de Clerk

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Frau sitzt am Laptop im Home Office und arbeitet
Home Office hat auch Nachteile: Heizkosten steigen zum Beispiel. © imago stock&people / Westend61

Die derzeitige Arbeit vieler im Homeoffice aufgrund der Corona-Maßnahmen kann die Kosten hochtreiben. Vor allem Heizkosten sollten Sie im Winter im Blick haben.

Wer in den Wintermonaten statt ins Büro zu fahren komplett von zu Hause aus arbeitet, muss nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox mit einem um rund 4 Prozent höheren Heizbedarf rechnen. Je nach Heizsystem* könnten dadurch Mehrkosten von bis zu 45 Euro anfallen.

Wer im Homeoffice arbeitet, der muss 2021 mit deutlich höheren Heizkosten rechnen

Verivox macht folgende Rechnung auf: Bleibe ein Arbeitnehmer von Oktober bis einschließlich März durchgehend im Homeoffice, müsse er an etwa 120 Tagen mehr heizen als üblich. Werde die Wohnung bei einem achtstündigen Arbeitstag drei Grad wärmer beheizt als während der Außer-Haus-Tätigkeit, ergebe sich unter dem Strich ein Heizmehrbedarf von 4 Prozent.

Beim Heizen mit Gas mache das einen Durchschnittsverbrauch Mehrkosten von 45 Euro aus. Bei einer Ölheizung müsse eine Steigerung in Höhe von rund 33 Euro eingeplant werden. Die Berechnungen beruhen auf den durchschnittlichen Energiepreisen im Oktober 2020. „Verbraucher müssen sich im kommenden Jahr auf deutlich höhere Heizkosten einstellen. Wer von zu Hause arbeitet sogar in doppelter Hinsicht“, sagte Verivox Energieexperte Thorsten Storck.

Lesen Sie hier: Wie kann ich meinen Heizkörper innen reinigen?

Steigende Heizkosten: Das sind die Gründe neben Homeoffice

Hauptgrund ist der neue Preisaufschlag für das freigesetzte Kohlendioxid (CO2) von zunächst 25 Euro je Tonne. Außerdem kehrt nach der vorübergehenden Senkung die Mehrwertsteuer wieder auf das alte Niveau zurück. Auch Heizöl wird wegen der CO2-Abgabe teurer. Nach Beobachtungen der Vergleichsportale Check24 und Verivox haben bislang fast 300 Gas-Grundversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich mehr als 6 Prozent angekündigt. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden führe das zu Mehrkosten von über 90 Euro.

Im vergangenen Jahr haben die Haushalte nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erstmals seit 2015 wieder weniger Energie fürs Heizen verbraucht. Der Energiebedarf sei um 3,2 Prozent auf durchschnittlich 130 Kilowattstunden pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche gesunken. Das DIW hatte Heizkostenabrechnungen des Essener Energiedienstleisters Ista für 300.000 Mehrparteienhäuser ausgewertet.

Stromverbrauch im Homeoffice: Auch hier wird es teurer

Nimmt man an, dass ein Arbeitnehmer im Homeoffice acht Stunden am Tag einen Laptop (15W), einen 17-Zoll-Monitor (30W) und eine LED-Schreibtischlampe (7W) betreibt und für eine halbe Stunde den Elektroherd benutzt, dann entstehen Mehrkosten von rund 30 Ct. pro Tag. Dies berichtet Check24.

Auf die in der 120 Tage hochgerechnet, für die die Homeoffice-Pausche vorgesehen ist, entstehen somit Mehrkosten von 36 Euro. Arbeitet jemand 100 Prozent im Homeoffice entstehen Mehrkosten in Höhe von 65 Euro pro Jahr. Annahme: Insgesamt gibt es etwa 260 Arbeitstage pro Jahr. Abzüglich 30 Tage Urlaub und 10 Feiertage verbringt ein Arbeitnehmer 220 Tage im Homeoffice. (dpa/sca) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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