Fußballer siegt vor Gericht

Ex-Löwe Rakic klagt Mieterin aus seiner Wohnung

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Kämpfender Löwe: Djordje Rakic im Trikot vom TSV 1860.

München - Es klingt zunächst nach einem echten Luxusproblem: Ein hochbezahlter Fußball-Profi klagt wegen Eigenbedarfs eine Frau aus seiner Wohnung. Weil er trainingsfreie Zeit und die Winterpause dort verbringen will.

Exakt 45,56 Quadratmeter groß ist die Wohnung im Münchner Stadtteil Solln. Diese gehört nach tz-Informationen Djordje Rakic, der von 2010 bis 2012 beim TSV 1860 München als Stürmer sein Geld verdiente. Das legte er im Jahr 2011 in eben besagte Wohnung an, in der allerdings bereits seit Februar 2000 eine Frau wohnte. Im April 2013 kündigte Rakic der Frau wegen Eigenbedarfs – denn er wolle zusammen mit seiner Frau Kim Danielle und dem gemeinsamen Baby dort wohnen.

Die Mieterin wollte die Wohnung aber nicht räumen, weil sie die Begründung für vorgeschoben hielt. Eine leere Wohnung ist bekanntermaßen leicht zu verkaufen oder teurer neu zu vermieten. Und so kam es bereits im September 2014 zum Prozess vor dem Amtsgericht München, was aber erst am Freitag bekannt wurde. Dort errang der Fußballer einen Sieg: Die Mieterin muss die Wohnung räumen (Az.: 473 C 7411/14). Der Wunsch nach einer gemeinsamen Wohnung in München sei nachvollziehbar und vernünftig, so das Gericht.

Fall Djordje Rakic: Kind soll in Deutschland aufwachsen

Ausschlaggebend für die Entscheidung war offenbar die Aussage von Rakic’ Frau. Die hatte damals im Prozess ausgesagt, dass sie momentan in Serbien wohne, wo zu der Zeit ihr Mann bei Roter Stern Belgrad unter Vertrag stand. Da sie aus der Gegend von München stamme (ihre Mutter lebt in Landsberg am Lech), wolle die junge Familie den Lebensmittelpunkt nach München verlegen. Nicht zuletzt, um das Kind in Deutschland aufwachsen zu lassen. Eine andere Wohnung als die in Solln habe die Familie Rakic nicht.

Auch wenn Djordje Rakic nicht mehr die Fußballschuhe für die Löwen schnüren wird, dürfte es etliche Sechzger-Fans sehr freuen, dass er wieder nach München kommt. Wegen seines großen Kämpferherzens, einer stattlichen Anzahl von Toren und seiner netten Art hatte er viele Anhänger. Die hatten 2011 sogar eine Protestaktion pro Rakic initiiert, als der Verein dem Serben nahegelegt hatte, zu kündigen. Der heute 30-Jährige war dann im Sommer 2012 nach Belgrad gewechselt. Inzwischen spielt Djordje Rakic für die chinesische Mannschaft Qingdao Hainiu FC.

Volker Pfau

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