Grill-Saison

Wie reinige ich einen Elektrogrill?

Nach dem Grillen muss erst einmal geputzt werden.
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Nach dem Grillen muss erst einmal geputzt werden.

Die Grill-Saison hat wieder begonnen. Damit das Grillen keine klebrige Angelegenheit wird, muss das Gerät gut gereinigt werden. So funktioniert es beim Elektrogrill.

  • Auf dem Elektrogrill lässt sich schnell und unkompliziert grillen.
  • Die Reinigung im Anschluss sollten Sie aber nicht vernachlässigen.
  • Besonders mit den Heizelementen müssen Sie vorsichtig umgehen.

Kaum zeigt sich bei erhöhten Temperaturen die Sonne, geht in Deutschland wieder das Grill-Fieber los. Besonders schnell und so gut wie rauchfrei lässt sich das Grillgut auf einem Elektrogrill präparieren. Da kann das Gerät auch mal auf dem Balkon oder ganzjährig in der Wohnung angeworfen werden. Nach dem Vergnügen kommt allerdings die Arbeit: Der Elektrogrill will schön gereinigt werden, damit er beim nächsten Grillabend wieder startklar ist.

So reinigen Sie den Elektrogrill

Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, sollten Sie den Elektrogrill vollständig auskühlen lassen und den Netzstecker ziehen - ansonsten droht bei Kontakt mit Wasser ein Kurzschluss. Damit sich Lebensmittelreste besser entfernen lassen, können Sie den Grill kurz vor Schluss auf die höchste Stufe stellen. So werden die Rückstände schon einmal "ausgebrannt" und fallen teils von selber ab. Mit dem Reinigen sollten Sie nicht zu lange warten: Spätestens am Tag darauf, sollten Sie sich an die Arbeit machen, wenn Sie eingebrannte Verkrustungen noch wegbekommen wollen.

Je nach Modell kann die Reinigung ein wenig anders ausfallen: Wenn Sie einen Grill mit massiver Grillplatte besitzen, kann diese ganz einfach mit Spülmittelwasser abgebürstet werden. Verwenden Sie dazu aber auf keinen Fall Stahlwolle oder andere spitze Hilfsmittel, da diese die beschichtete Oberfläche zerstören. Danach trocknen Sie die Platte mit einem fusselfreien Tuch ab.

Es gibt aber auch zahlreiche Modelle mit offenen Heizelementen. Diese Elektrogrills sollten Sie vor der Reinigung zerlegen. Die Fettauffangschale sollte in der Regel schon beim Grillen mit Wasser gefüllt sein, damit sich Fett nicht einbrennen kann. Werfen Sie zur Handhabung am besten einen Blick in die Betriebsanleitung. Nach dem Grillen reinigen Sie die Schale mit Wasser und Spülmittel - mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Heizelemente & Co.: Darf der Elektrogrill in die Spülmaschine?

Die Heizelemente dürfen keinesfalls in die Spülmaschine oder vollständig unter Wasser getaucht werden. Das Gute ist, dass Fett an den Heizstäben oder -spiralen aufgrund der hohen Temperaturen nur schwer haften kann. Deshalb macht es auch Sinn den Grill auf höchste Stufe zu stellen, sobald Sie mit dem Grillen fertig sind, damit auch noch so hartnäckige Flecken keine Chance haben - diese werden bei der Hitze ausgebrannt.

Sollte es dennoch eingebranntes Fett geben, kratzen Sie es am besten mit einem Kunststoffschaber ab - ohne die Heizelemente zu beschädigen. Oder Sie geben etwas Spülmittel in heißes Wasser und befeuchten eine Schwammtuch damit. Dieses legen Sie dann um die Heizelemente und lassen es einwirken. Auch hier gilt: Der Netzstecker muss unbedingt gezogen sein. Anschließend wischen Sie die Fettreste mit dem Tuch ab.

Abnehmbare Teile wie Spritzschutz oder Deckel dürfen teilweise in die Spülmaschine. Informieren Sie sich einfach, was der Hersteller dazu sagt. Ansonsten reinigen Sie diese Bestandteile ebenfalls mit Spülmittel und warmen Wasser.

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So wird der Grillrost sauber

Manche Hersteller geben an, dass der Grillrost* in der Spülmaschine gereinigt werden kann. Allerdings kann es hierbei zu Rostbildung kommen oder manche Spülmittelzusätze schaden dem Material. Den Grillrost können Sie stattdessen mit einer Bürste säubern - es sollte sich aber nicht um Stahlwolle oder einen Ceranfeldschaber handeln. Auch von Scheuermitteln sollten Sie die Finger lassen. Stattdessen eignet sich eine zu einer Kugel zusammengeknüllte Alufolie, mit der Sie die Verkrustungen abreiben.

Eine Alternative wäre es, den Grillrost über Nacht in Seifenwasser einzuweichen. Statt Seife können Sie aber auch zwei bis drei Esslöffel Natron* hinzugeben. Was sich ebenfalls bewährt hat: Kaffeesatz. Mit ihm lassen sich hervorragend Verkrustungen lösen. Reiben Sie einfach den Grillrost damit ein und waschen Sie ihn anschließend mit Wasser ab.

Damit der Grillrost gar nicht erst so schmutzig wird, können Sie ihn vor dem Grillen mit einer rohen, aufgeschnittenen Kartoffel einreiben. So bleiben die Lebensmittel weniger daran haften und weniger Ablagerungen kommen zustande.

Elektrogrill reinigen: Wie Sie das Wasser richtig entsorgen

Da sich in der Fettauffangschale Fett in Wasser mischt, sollten Sie dieses nicht einfach über dem Abfluss* entsorgen. Die Fettreste setzen sich an den Abwasserrohren ab und führen zu Verstopfungen. Laut der Verbraucherzentrale Bayern sollten Sie die Schale erkalten lassen und das fest gewordene Fett abschöpfen. Anschließend können Sie das Wasser weiter filtern, indem Sie Küchenkrepp über den Abfluss legen und darüber den Inhalt der Fettauffangschale ausschütten. Das Küchenpapier kommt dann in den Restmüll.

Wenn nur noch wenig Fett im Wasser ist, können Sie es auch direkt in den Abfluss kippen. Mischen Sie aber am besten ein bisschen Spülmittel hinzu, damit sich das Fett nicht in den Rohren ablagern kann.

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Diese Dinge entsorgt fast jeder falsch - gehören Sie auch dazu?

Nicht jedes Glas gehört in den Altglas-Container: Dieser ist nur für Lebensmittel- und Getränkeverpackungen sowie Arzneimittel- oder Kosmetikbehälter gedacht. Zerbrochene Gläser, Kristall-, Fenster- und Spiegelglas müssen Sie in den Restmüll werfen, da sonst das Altglas beim Einschmelzen verunreinigt werden würde.
Nicht jedes Glas gehört in den Altglas-Container: Dieser ist nur für Lebensmittel- und Getränkeverpackungen sowie Arzneimittel- oder Kosmetikbehälter gedacht. Zerbrochene Gläser, Kristall-, Fenster- und Spiegelglas müssen Sie in den Restmüll werfen, da sonst das Altglas beim Einschmelzen verunreinigt werden würde. © pixabay/Hans
Landen bei Ihnen die Kassenzettel auch einfach im Papiermüll? Das ist leider falsch. Denn Kassenzettel bestehen aus Thermopapier - und gehören deshalb in den Restmüll.
Landen bei Ihnen die Kassenzettel auch einfach im Papiermüll? Das ist leider falsch. Denn Kassenzettel bestehen aus Thermopapier - und gehören deshalb in den Restmüll. © dpa/Steffen Kugler
Backpapier ist nicht gleich Papier - weshalb es auch nicht ins Altpapier gehört. Es ist nämlich speziell beschichtet und kann sich somit nicht in Wasser auflösen. Deshalb muss es in die Restmülltonne.
Backpapier ist nicht gleich Papier - weshalb es auch nicht ins Altpapier gehört. Es ist nämlich speziell beschichtet und kann sich somit nicht in Wasser auflösen. Deshalb muss es in die Restmülltonne. © pixabay/Efraimstochter
Sie glauben Briefumschläge gehören ins Altpapier? Auch hier gibt es leider Ausnahmen. Briefumschläge mit Kunststofffenstern haben darin nämlich nichts zu suchen. Nur wenn die Fenster aus Pergamin sind, ist es erlaubt.
Sie glauben Briefumschläge gehören ins Altpapier? Auch hier gibt es leider Ausnahmen. Briefumschläge mit Kunststofffenstern haben darin nämlich nichts zu suchen. Nur wenn die Fenster aus Pergamin sind, ist es erlaubt. © pixabay/naturalpastels
Pizzakartons bestehen aus Pappe, ganz klar - und die gehört in der Regel in die Papiertonne. Allerdings befinden sich in Pizzakartons oft Essensreste, weshalb das Material nicht mehr recycelt werden kann. Deshalb müssen benutzte Pizzakartons in den Restmüll.
Pizzakartons bestehen aus Pappe, ganz klar - und die gehört in der Regel in die Papiertonne. Allerdings befinden sich in Pizzakartons oft Essensreste, weshalb das Material nicht mehr recycelt werden kann. Deshalb müssen benutzte Pizzakartons in den Restmüll. © pixabay/Hans
Sie stapeln Ihre Joghurtbecher und Verpackungen oder stecken Sie ineinander, um Platz zu sparen? Laut dem Umweltbundesamt sollten Sie dies lieber vermeiden: Denn die Wertstoffe müssen die Sortieranlage einzeln durchlaufen.
Sie stapeln Ihre Joghurtbecher und Verpackungen oder stecken Sie ineinander, um Platz zu sparen? Laut dem Umweltbundesamt sollten Sie dies lieber vermeiden: Denn die Wertstoffe müssen die Sortieranlage einzeln durchlaufen. © pixabay/Hans
Oft landen benutzte Taschentücher einfach im Altpapier - das ist allerdings falsch! Sie können nicht recycelt werden und gehören deshalb in den Restmüll.
Oft landen benutzte Taschentücher einfach im Altpapier - das ist allerdings falsch! Sie können nicht recycelt werden und gehören deshalb in den Restmüll. © dpa/Martin Gerten

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