Energetische Sanierung: Chance zur Ersparnis?

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Mit den steigenden Preisen für Wohnraum im Großraum München wurde immer wieder auf die Crux der energetischen Sanierung für Mieter aufmerksam gemacht.

Vermieter nutzen diesen Schritt immer wieder dazu, um im Anschluss die Mietpreise in die Höhe zu treiben. Für Hausbesitzer wird die Sanierung häufig als große Chance der Ersparnis präsentiert. Doch lohnt es sich in diesem Jahr tatsächlich, den Schritt der energetischen Aufrüstung zu gehen? Wir werfen einen Blick auf die entscheidenden Faktoren.

Sparen an den laufenden Kosten

Auf den ersten Blick scheint es sehr attraktiv zu sein, die Sanierung als eine Investition in die Zukunft zu betrachten. Schließlich bietet sich in den Jahren danach die Chance, die eigenen Heizkosten deutlich zu reduzieren. Die oft vierstelligen Summen stellen derweil für viele Haushalte eine große Belastung dar. Manche Familie sind sogar auf eine Fremdfinanzierung angewiesen, um das Beheizen der eigenen Wohnung in der kalten Jahreszeit möglich zu machen. Dabei profitieren sie von den flexiblen Krediten, wie sie heute auch im Internet angeboten werden. Zu den Experten geht es hier entlang.

Doch leider ist es nicht möglich, die spätere Ersparnis, die durch den Eingriff erzielt werden kann, ganz genau zu beziffern. Dies liegt daran, dass sehr viele individuelle Faktoren in die Rechnung einbezogen werden müssen. Jedes Haus legt einen variierenden Verbrauch an Energie an den Tag. Ist die Energiebilanz insgesamt noch vertretbar, so bleibt der Nutzen der Sanierung innerhalb enger Grenzen konzentriert. Darüber hinaus ist es dann kaum möglich, ein besonders großes Potenzial zu erschließen. Anders sieht es in manchem in die Jahre gekommenen Altbau mit schlechter Isolierung aus. Hier sind die Chancen groß, deutliche finanzielle Vorteile zu erzielen, sofern die wirtschaftlichen Mittel für die energetische Modernisierung verfügbar sind.

Der Wert des Gutachtens

Auf der Basis der individuellen Faktoren ist es also sehr schwer, das Verhältnis von Preis und Leistung zu bestimmen, welches der Sanierung zugrunde liegt. Umso bedeutender erscheint es an diesem Punkt, externe Hilfe in Betracht zu ziehen. Energieexperten reisen durch das ganze Land, um sich die Lage vor Ort im Detail anzusehen. Dabei sind sie dazu in der Lage, die Schwachstellen des Eigenheims ganz bewusst aufzudecken. Mithilfe der verschiedenen Untersuchungen ist es dann möglich, den gesamten Energieverlust pro Jahr aufzudecken, der im Rahmen der Finanzierung ausgeglichen werden könnte. Gleichsam ist es möglich, Ansatzpunkte ausfindig zu machen, die das größte Potenzial für eine Veränderung an den Tag legen und deshalb gut in Betracht gezogen werden können.

In der Praxis muss jedoch auch für das Gutachten selbst ein bestimmter Betrag auf den Tisch gelegt werden. Aktuell ist hier die Rede von etwa 250 Euro, die für die Arbeit der Experten einzuplanen sind. Da mithilfe ihrer Arbeit die eine oder andere fehlgeleitete Investition doch noch verhindert werden kann, scheint es sich jedoch zu lohnen, auch diesen Schritt in der Planung zu gehen. Schließlich trägt er einen großen Teil dazu bei, dass die verfügbaren Mittel sinnvoll zum Einsatz gebracht werden können, um damit ein maximales Ergebnis zu erzielen, wie es den eigenen Vorstellungen entspricht.

Große Chancen beim Neubau

Die größten Vorteile der Sanierung sind nach wie vor beim Bau eines Hauses zu finden. Dies liegt daran, dass dort die Förderungen der staatlichen KFW eingestrichen werden können. Diese fördert den Bau eines Effizienzhauses mit günstigen Darlehen in einem Umfang von bis zu 100.000 Euro. Auf diese Art und Weise lässt sich mit einem sehr geringen Aufwand der Kapitalstock erweitern, der letztlich für den Bau des Hauses zur Verfügung steht und eingesetzt werden kann. Für zahlreiche Bauherren in Bayern war dies in den letzten Jahren bereits ein wichtiger Grund, um energetische Standards ganz klar in das eigene Blickfeld zu rücken und sich mit den Auswirkungen zu befassen.

Von entscheidender Bedeutung ist in dieser Phase des Baus die Frage, welche Standards umgesetzt werden können. Den Bauherren fehlt es als Laien in vielen Fällen an der notwendigen Fachkenntnis, um diese Frage selbst zu beantworten. Der am Projekt beteiligte Architekt tut sich hier jedoch als passender Ansprechpartner hervor. Bereits bei den ersten Terminen sollte ganz klar kommuniziert werden, welcher Standard der KFW umgesetzt werden soll. So kann von Anfang an mit dem Darlehen gerechnet werden, welches auf der Basis der staatlichen Förderung zur Verfügung gestellt wird. Die neuen finanziellen Mittel lassen sich dann dazu einsetzen, um zum Beispiel ein weiteres Plus an Wohnfläche zu generieren, wie es ohne die Hilfe erst gar nicht möglich gewesen wäre. Bei der Umsetzung sind es die persönlichen Vorstellungen, die leicht in die Tat umgesetzt werden können, um die Ziele zu erreichen.

Sparen durch eigene Arbeit

Auch die Kosten der Arbeiten selbst lassen sich nach dem eigenen Gusto reduzieren. Dies ist dann möglich, wenn rudimentäre handwerkliche Kenntnisse vorhanden sind. Denn diese reichen bereits aus, um zumindest einen Teil der anfallenden Arbeiten in eigener Regie umsetzen zu können. Darin liegt die Möglichkeit, die Kosten der Sanierung allein auf das notwendige Material zu reduzieren. Die teuren Stunden der Handwerker, die ansonsten erforderlich gewesen wären, können derweil außer Acht gelassen werden.

Ein gutes Beispiel, an dem sich der Wert der eigenen Arbeit erkennen lässt, ist die Dämmung der Kellerdecke. In vielen Häusern befindet sich der Keller direkt unterhalb des Wohnzimmers. Aufgrund der niedrigen Temperatur kühlt der Boden im Obergeschoss aus und es muss mehr Energie aufgebracht werden, um dort zu jeder Zeit die gewünschte Temperatur halten zu können. An dieser Stelle macht die Dämmung der Decke auf zahlreiche Vorteile aufmerksam. Da sie auf der äußeren Schicht aufgetragen werden kann, ist kein Eingriff in die Bausubstanz erforderlich. Dies macht es auch für einen versierten Heimwerker sehr gut möglich, die Arbeit durchzuführen.

In der Praxis würden sich die Kosten der Dämmung bei der Beauftragung der Experten auf bis zu 3.000 Euro belaufen. Wer dazu bereit ist, mehrere Tage Arbeit zu investieren, um die Arbeit selbst durchzuführen, der kann diese Summen nach den eigenen Vorstellungen ganz klar senken. Dies liegt daran, dass allein für das notwendige Material bezahlt werden muss. Die notwendige Summe reduziert sich auf diese Art und Weise auf wenige hundert Euro. Wer die zeitlichen Ressourcen zur Verfügung hat, welche für die Übernahme der Arbeit in jedem Fall erforderlich sind, der kann sich mit einem guten Gewissen für diese Schritte entscheiden.

Neue effiziente Möglichkeiten

Gleichsam birgt die Dämmung noch weit größere Chancen, als sie den Bauherren in den letzten Jahre und Jahrzehnten zur Verfügung standen. Dies liegt daran, dass neue Innovationen geschaffen werden konnten. Ein gutes Beispiel ist auf diesem Terrain das Passivhaus. Dieses bietet die Gelegenheit, ein Minimum an Energie selbst zu produzieren, um damit alle Notwendigkeiten abdecken zu können. Auch andere Konzepte, die sich leichter in die Tat umsetzen lassen, da sie den Extremen weniger stark anhaften, bieten eine solche Chance. So kann es sich für Bauherren in Bayern auch in den nächsten Jahren lohnen, diese Möglichkeiten nicht außer Acht zu lassen, sondern sich auf die gegebenen Chancen zu konzentrieren, die damit bis heute in Verbindung stehen. Mit Sicherheit wird es im Zuge der Smart Home Technologie ebenfalls gelingen, Fortschritte auf diesem Gebiet zu erzielen, die sich auch auf der finanziellen Ebene niederschlagen. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis noch mehr Menschen auf die Gelegenheit aufmerksam werden, wie sie sich ihnen in Form der Sanierung bietet. Zu wünschen wäre ein solcher Fortschritt allemal.

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