Wohnungssuche artet aus

Freches Angebot: "WG-Zimmer gegen Sex"

Berlin - Dass die WG-Suche in Berlin nicht leicht ist, wissen die meisten. Eine junge Frau hat bei ihrer Suche nach einer Wohngemeinschaft etwas besonders Schockierendes erlebt.

Madlen S. suchte in Berlin eine neue Bleibe. Sie verfasste unzählige Bewerbungen, zunächst für die Stadtteile Neukölln und Kreuzberg. Doch die Suche blieb erfolglos, wie sie in einem Beitrag auf welt.de berichtet. "Letztlich wurde jede WG, die halbwegs in mein Suchschema passte, kontaktiert. Quantität statt Qualität", schreibt sie. Irgendwann flatterte dann eine Nachricht in ihr Postfach. Doch die entpuppte sich als Fake, die Vermieterin war eine Betrügerin. Madlen suchte weiter - ohne Erfolg.

Olli zeigte Frauen auf der Wohnungssuche seinen Penis

Dann fand sich ein neues Angebot in ihrem Postfach ein: Mona und Olli suchten eine neue Mitbewohnerin für ihre Wohnung in Kreuzberg. Bereits das Anschreiben klang speziell: "Hier geben wir Frauen den Ton an und Olli (34) muss machen was wir sagen und wollen :-) Er ist schnell unterlegen und kommt gegen Frauen nicht so an, das ist praktisch, weil er dann auch meist putzt". Madlen war egal, dass sich das Angebot komisch anhörte. Mona antwortete, sie könne mal mit Olli skypen.

"Es dauerte, bis Olli2017 mit Justin-Bieber-Gedächtnisfrisur das Skype-Gespräch annahm, weil er gerade aus der Dusche kam", schreibt Madlen auf welt.de. So schüchtern, wie ihn Mona beschrieben hatte, wirkte er gar nicht. Besonders nicht, als er plötzlich im Gespräch aufstand und vollkommen nackt vor dem Bildschirm stand. "Vor Schock erstarrt schaute ich auf seinen Penis, der meinen gesamten Bildschirm einnahm", erzählt Madlen. Und weiter: "Eine Mona hatte es in dieser WG vermutlich nie gegeben. Nur Olli, der seinem exhibitionistischen Hang nachgehen wollte, indem er Frauen auf Wohnungssuche seinen Penis zeigte."

"Wenn du mit mir schläfst, musst du nichts zahlen"

Sie startete einen letzten Anlauf: 350 Euro für ein 14-Quadratmeter-Zimmer im Wrangelkiez mit Blick auf die Spree. Der potenzielle Mitbewohner hieß Jeff. Ein Mann um die 40 führte sie durch eine chaotische, dreckige Wohnung. Jeff, der plötzlich Onur hieß, verschwand währenddessen mit einer anderen Interessentin in seinem Zimmer.

Als Madlen in Onurs Zimmer kam, drehte der sich gerade einen Joint. Und er erzählte, dass bisher alle Mitbewohnerinnen mit ihm intim gewesen seien. Der 37-Jährige meinte: "Wenn man zusammen wohnt, kann es ja schon mal passieren, dass man Sex hat." Dass Madlen einen Freund hatte, schien ihn nicht zu stören. Onur bot ihr an: "Wenn du mit mir schläfst, musst du natürlich nichts für das Zimmer zahlen".

Madlen berichtet weiter, sie sei völlig verstört gewesen und begann, sich auch in anderen Stadtteilen umzusehen. Endlich hatte sie Glück und fand in Wedding eine Vierer-WG. Dort, sagt sie, habe ihr bisher noch niemand seinen Penis gezeigt.

sb

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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