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Ende der Erntezeit – so lassen Sie grüne Tomaten nachreifen

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Von: Sophie Waldner

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Rote und grüne Tomaten an einer Tomatenpflanze.
Wenn gegen Ende der Erntezeit noch grüne Tomaten am Strauch hängen, gibt es Möglichkeiten, um sie nachreifen zu lassen. Wir verraten, welche das sind. © Karina Hessland/Imago

Grüne Tomaten lassen Hobbygärtner gerne mal verzweifeln. Gerade, wenn sich das Ende der Erntezeit ankündigt. Doch es gibt Möglichkeiten, um die Tomaten nachreifen zu lassen.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und die Sonnenstunden werden langsam weniger. Auch wird es kühler und die Erntezeit im Garten* endet. Wenn dann aber noch grüne Tomaten am Strauch hängen, kann das den einen oder anderen Hobbygärtner verzweifeln lassen. Wegschmeißen ist schließlich keine Option. Doch die Wetterbedingungen sprechen nicht unbedingt dafür, dass die Tomaten im Garten reifen werden. Die Nächte werden kühler und die Tage sind kürzer. Welche Möglichkeiten gibt es, um die grünen Tomaten doch noch ernten zu können? Wir verraten, wie Sie die Tomaten nachreifen lassen.

Tomaten nachreifen lassen: Darum ist es so wichtig

Grüne Tomaten bestehen aus dem Wirkstoff Solanin. Die Tomaten produzieren den giftigen Bitterstoff, um sich vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Und eben aus diesem Grund sollten Sie niemals grüne Tomaten verzehren. Andernfalls kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Diese sind häufig Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Kopfschmerzen und Übelkeit. Nachgereifte Tomaten sind daher besser und eben auch nicht mehr giftig.

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Grüne Tomaten nachreifen lassen: Diese Möglichkeiten haben Sie

Die grünen Tomaten können Sie auf verschiedene Weise nachreifen lassen. Eine Variante ist es, die Tomaten am Strauch nachreifen zu lassen, aber nicht mehr im Garten. Schneiden Sie die Tomatenpflanzen weit unten ab, entblättern Sie die Pflanze dann und hängen Sie sich mit dem Kopf nach unten an einem warmen Ort auf. Sind die Tomaten aber schon abgefallen, können Sie sie auch in einem Tongefäß nachreifen lassen. Bevor Sie das tun, sollten Sie die Tomaten in ein Wasserbad legen. Nachdem die Tomaten dort für einige Stunden gelegen haben, werden Sie in das befeuchtete Tongefäß gegeben. Das Gefäß dann an einen warmen Platz, etwa auf den Heizkörper, stellen und nachreifen lassen. Um den Prozess zu verkürzen, ist es ratsam, den Deckel von dem Behältnis so zu drehen, dass Sie Wasser in die Mulde füllen können. Sobald das Wasser verdunstet ist, sollten Sie etwas nachfüllen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit reifen die Tomaten schnell und sind so bald genießbar.

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Eine weitere Möglichkeit ist es, die grünen Tomaten in einem Karton nachreifen zu lassen. Legen Sie die Tomaten in einen Karton und bedenken Sie ihn. Die Kiste können Sie dann in einem Raum mit Temperaturen zwischen 16 und 25 Grad lagern. Für kleinere Mengen grüner Früchte, reicht es auch, diese in Papier einzuwickeln und ebenfalls in einem warmen Raum nachreifen zu lassen. Um den Reifeprozess zu beschleunigen, hilft es übrigens einen Apfel mit in die Kiste zu legen. Der gibt nämlich das Reifegas Ethylen ab, was wiederum den Reifevorgang der grünen Tomate unterstützt. (swa) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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