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Drei Gehölze, die Sie im Herbst nicht mehr schneiden sollten – weil es Schaden anrichtet

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Von: Andrea Stettner

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Im Herbst setzen viele Hobbygärtner die Gartenschere an, bevor die Winterruhe kommt. Doch nicht jedes Gehölz verträgt zu dieser Jahreszeit einen Rückschnitt, weil er Schaden anrichtet.

Bevor der Winter Einzug hält, wollen viele ihren Garten noch einmal auf Vordermann bringen. Dazu gehört bei so manchen Stauden, Bäumen und anderen Gehölzen auch ein kleiner Rückschnitt. Von bestimmten Exemplaren sollte man im Herbst jedoch tunlichst die Finger lassen – es könnte ihnen mehr schaden als nutzen.

Landschaftspfleger schneidet Hecke. Immergrüne Gehölze wie der Kirschlorbeer sollten nicht im Herbst geschnitten werden.
Immergrüne Gehölze wie der Kirschlorbeer sollten nicht im Herbst geschnitten werden. (Symbolbild) © CHROMORANGE/Imago

1. Kirschlorbeer

Zu den beliebtesten Heckenpflanzen der letzten Jahre zählt ohne Zweifel der Kirschlorbeer, auch Lorbeerkirsche genannt. Einen Rückschnitt sollten Sie jedoch keinesfalls im Herbst wagen, auch wenn er noch so wuchert. Das gilt auch für andere immergrüne Laubgehölze wie den Buchsbaum oder die Stechpalme. Ihre Blätter wirken nämlich wie ein Schutzschild für die Triebe im Inneren der Gewächse. Werden die äußeren Blätter abgeschnitten, droht den inneren zarten Trieben an sonnigen Tagen ein Sonnenbrand, währen ihnen an eiskalten Tagen der Frost zusetzt. Mit dem Auslichten einzelner Zweige sollten Sie deshalb erst im Februar wieder beginnen. Für einen richtigen Rückschnitt ist Ende Juni bis Juli der beste Zeitpunkt.

2. Steinobst-Bäume

Auch für viele Bäume gehört ein Rückschnitt im Herbst zu den absoluten No-Gos. Dazu zählen vor allem Steinobstbäume wie Kirschen, Pflaumen oder Mirabellen. Der Grund: Die Schnittwunden von Steinobstgehölzen heilen nur sehr langsam, was sich durch die einsetzende Winterruhe noch verstärkt. Krankheitserreger haben so ein leichteres Spiel und können über die ungeschützte Schnittwunde eindringen. Laut dem Portal Mein schöner Garten können faulende, absterbende Äste, ein Bakterienbrand sowie harzende Stellen die Folge sein. Steinobst-Bäume sollten daher nur im Sommer, gleich nach der Ernte geschnitten werden, wenn die Bäume noch voll im Saft stehen und Schnittwunden schneller verheilen.

3. Brombeeren

Wie die Blätter der immergrünen Laubgehölze, schirmen auch die äußeren Ranken der Brombeere das Innere perfekt gegen Sonne und andere Witterungseinflüsse ab. Zudem reagieren die Ruten äußerst empfindlich aufs Schneiden – die äußere Rinde kann durch Sonneneinstrahlung an kalten Wintertagen leicht aufplatzen und dann Krankheitserregern Tür und Tor öffnen. Mit einem Schnitt im Herbst würden Sie also sowohl den inneren Trieben als auch den äußeren Ranken unnötig zusetzen. Idealerweise führen Sie den Erhaltungsschnitt von Brombeeren im zeitigen Frühjahr durch.

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