Wohnungsmarkt boomt

Diese Mieter werden bevorzugt

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Besonders beliebt bei Vermietern: Renter und kinderlose Paare.

München - Warum bleibt mehr als die Hälfte der Deutschen für immer Mieter? Und welche Mieter werden von Vermietern bevorzugt? Hier die Antworten:

Nur jeder Vierte ist Mieter aus Überzeugung

Für mehr als die Hälfte der deutschen Mieter kommt aus finanziellen Gründen ein Wohnungskauf nicht in Frage. Das zeigt der „Marktmonitor Immobilien 2013“ von immowelt.de. Nur jeder Vierte wohnt aus Überzeugung zur Miete.

Kein Eigentum aus Geldmangel

Der Wohnungsmarkt in Deutschland boomt, Eigentumswohnungen stehen hoch im Kurs. Dennoch kommt für mehr als die Hälfte der deutschen Mieter aktuell ein Wohnungskauf nicht in Frage. Hauptgrund sind die mangelnden finanziellen Möglichkeiten. 37 Prozent der Mieter können sich eine Immobilie grundsätzlich nicht leisten. 16 Prozent der Befragten würden zwar in Zukunft gerne eine Eigentumswohnung erwerben, im Moment fehlen ihnen aber noch die nötigen Ersparnisse dafür.

Gründe für's Mieten

Männer können sich noch eher eine Eigentumswohnung leisten. Nur 29 Prozent von ihnen schließen den Wohnungskauf grundsätzlich aus. Bei den Frauen sind es hingegen 45 Prozent. 26 Prozent wohnen aus Überzeugung zur Miete: Nur jeder vierte Mieter vertritt den Standpunkt, mit einer Mietwohnung besser zu fahren. Für sie ist Mieten deutlich bequemer – sie wollen sich nicht um den Garten oder regelmäßig anfallende Reparaturen kümmern (12 Prozent). 9 Prozent möchten weiterhin flexibel bleiben und sich noch nicht an einen Ort binden. Nur die Wenigsten (5 Prozent) denken, dass man zur Miete insgesamt günstiger lebt.

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Diese Mieter werden von Vermietern bevorzugt

Vermieter in Deutschland geben Rentnern und kinderlosen Paaren den Vorzug, wie die Studie zeigt. Wohngemeinschaften hingegen sind die letzte Wahl.

Luxus pur: Exklusive Wohnungen in München

Für 3,2 Millionen Euro gibt es diese Glockenbach-Suite. Wir zeigen weitere exklusive Wohnungen. © Concept Bau
TEUERSTE MIETWOHNUNG: 6000 Euro monatlich für 256 Quadratmeter in der Altstadt: So viel muss man für die wohl teuerste Mietwohnung der Stadt hinblättern. Die liegt im dritten Stock der Hofstatt (Hackenstraße) – mit Blick auf die Frauenkirche und mit edelster Ausstattung. © Haag Klaus
Der Münchner Makler Bauwerk Capital (im Foto Christoph Lemp von Bauwerk Capital im Wohnzimmer) hat die Quartiere auf dem ehemaligen Gelände des Süddeutschen Verlags auf den Markt gebracht. Das Anwesen gehört einem Investor. Das Haus ist noch nicht komplett vermietet. © Haag Klaus
TEUERSTES KAUFOBJEKT: Satte 12,3 Millionen Euro hat die exklusive 610-Quadratmeter-Penthouse-Wohnung im Obergeschoss des Neubauprojekts Park Avenue an der Lerchenfeldstraße – unmittelbar am Englischen Garten und neben dem Nationalmuseum – gekostet. © ImmoInvest Lerchenfeld GmbH
Ein Münchner hat die Wohnung gekauft, wie es beim Investor, der Münchner ImmoInvest GmbH, heißt. Im zweiten Quartal 2015 sollen alle 23 Eigentumswohnungen fertig sein, die Hälfte ist noch zu haben. Der Vorgängerbau aus den 50er Jahren wurde längst abgerissen, die Alt-Mieter wurden abgefunden. © ImmoInvest Lerchenfeld GmbH
WIR STELLEN NUN WEITERE EXKLUSIVE IMMOBILIEN VOR: Pienzenauerstraße 123 und 125: Rund fünf Millionen Euro kostet die größte der zehn Wohnungen in diesem Neubau am Herzogpark, direkt am Isarufer. Sie ist 420 Quadratmeter groß – bis zu 460 Quadratmeter große Gärten sind für die Bewohner dabei. Dafür musste ein alter Luxus-Bungalow weg. © Duken & v. Wangenheim
Oberföhring / Grüntal: Im Grüntal, direkt am Brunnbach, entsteht dieses exklusive Wohnhaus mit 10 Parteien. Voraussichtliche Fertigstellung Frühjahr 2014. Die Wohnungen sind zwischen 148 und 346 Quadratmeter groß. Die größte kostet 3,8 Millionen Euro. Die Privatgärten sind bis zu 420 Quadratmeter groß.. © Duken & v. Wangenheim
Kaulbachstraße 61: Im Lehel musste das Mädchenwohnheim Ermelinda der Don-Bosco-Schwestern für die Luxuswohnanlage K61 weichen und umziehen. Die 43 Wohnungen im K61 sind zwischen 31 und 285 Quadratmeter groß. Die größte kostete 3,15 Millionen Euro. Alle Wohnungen sind längst verkauft. Ende 2014 sind sie fertig. © Bauwerk Capital
Osterwaldstraße 37: Im besten Schwabing versteckt sich diese im Bauhaus-Stil errichtete Mehrparteienresidenz im Grünen nahe des Englischen Gartens. Die fünf Wohnungen zwischen 156 und 226 Quadratmetern Größe wurden längst verkauft, die größte kostete 2,9 Millionen Euro. © Bauwerk Capital
Oettingenstraße 61: Im Bauprojekt O61 in der Oettingenstraße direkt am Eisbach sind alle 19 Wohnungen längst verkauft, die ersten Bewohner ziehen schon ein. Die 366 Quadratmeter große und rund fünf Millionen Euro teure Maisonette-Wohnung soll ein Fußballstar gekauft haben. © Bauwerk Capital
J.-Pschorr-Haus: Im Joseph-Pschorr-Haus in der Fußgängerzone, das im Oktober eröffnet wurde, gibt es nicht nur den Sport Scheck und Büros sondern auch 25 exklusive Mietwohnungen – fünf sind noch frei. Die teuerste mit 129 Quadratmetern geht über zwei Geschosse und kostet 4100 Euro Monatsmiete warm! © Bauwerk Capital
Tivoli-Garden im Tucherpark: 2,8 Millionen Euro teuer war die 191 Quadratmeter große Dachgeschoss-Maisonette-Wohnungen im Tivoli-Garden am Tucherpark. Das Gebäude mit den 21 Wohnungen ist als Terrassenhaus konzipiert, alle Quartiere sind verkauft. Der Bau läuft, Anfang 2015 ist der Einzug geplant. © Hochtief
Palais an der Oper: 27 Luxus-Wohnungen entstanden im Palais an der Oper, der ehemaligen Residenzpost. 14 davon sind bereits vermietet, die 200-Quadratmeter-Wohnung ist noch frei. Für 87 Quadratmeter muss man etwa 4600 Euro hinlegen! Dafür gibt es unter anderem einen Wäscheservice und Concierge. © Accumulata/LBBW Immobilien
The Seven: Münchens 56-Meter-­Luxusturm The Seven in der Müllerstraße: Das 700-qm-Penthouse oben hat ein Münchner Pharma- und Kosmetikunternehmer für 16 Millionen Euro gekauft. Die künftige Wohnung von Dietmar Holzapfel (Foto), Chef des Hotels Deutsche Eiche, kostet fünf Millionen Euro. © Haag

Unbeliebt: Wohngemeinschaften

Wer hierzulande ohne Kind auf Wohnungssuche geht, hat es daher deutlich leichter. Sieben von zehn Vermietern nennen an erster Stelle Rentner als Wunschmieter, auf Platz zwei folgen kinderlose Paare (63 Prozent). Schlechte Karten haben dagegen Suchende, die mit Freunden oder Bekannten zusammenziehen möchten: Wohngemeinschaften rangieren auf der Liste der beliebtesten Mieter ganz unten. Gerade einmal 10 Prozent der Vermieter halten eine WG als Mietpartei für eine gute Idee.

Weibliche Vermieter wählen eher Familien mit Kindern

Ob Mieter mit Kindern ins Haus kommen, ist auch eine Frage des Geschlechts: Weibliche Vermieter sind Paaren mit Kindern gegenüber deutlich aufgeschlossener als ihre männlichen Kollegen. Für immerhin 59 Prozent der befragten Frauen gehören Familien auf die Liste der Lieblingsmieter. Bei Männern ist die Familienkonstellation wesentlich unbeliebter (45 Prozent).

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