Mieterverein bestürzt

Der miese Trick mit den GBW-Wohnungen

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Beatrix Zurek schlägt Alarm: Hier sollen Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Ein GBW-Block in der Clemensstraße.

München - Der Mieterverein ist bestürzt: Es gab vor dem Umwandlungsverbot offenbar sehr seltsame Vorgänge bei den Wohnungsbeständen der GBW.

Seltsame Vorgänge bei den Wohnungsbeständen der GBW: Kurz vor dem Umwandlungsverbot zum 1. März sind im Grundbuch offenbar Mitarbeiter des privatisierten ehemals staatlichen Wohnungsunternehmens als Interessenten für einen Wohnungskauf vorgemerkt worden. Damit könnte das Umwandlungsverbot umgangen werden, das den Verkauf von Mietwohnungen in geschützten Vierteln verbietet. Das wirft jedenfalls der Mieterverein München dem Unternehmen vor.

Eine Wohnanlage an der Rheinstraße

„Nun hat sich die GBW wieder ein ganz besonderes Manöver ausgedacht“, sagt die Vorsitzendedes Mietervereins, Beatrix Zurek (SPD), über die Machenschaften, die die Mieterschützer entdeckt haben wollen. „Durch Grundbucheinsicht wurde dem Mieterverein bekannt, dass die GBW bereits im Februar, also noch vor dem Inkrafttreten des Umwandlungsverbotes, aber nach dem Kabinettsbeschluss, eigene Mitarbeiter als Vormerkungsberechtigte für bestimmte Anwesen, zum Beispiel in Schwabing, hat eintragen lassen“, so Zurek. Und weiter: „Hier soll das Recht gesichert werden, Wohnungseigentum zu bilden.“

ein Haus an der Nietzschestraße

Tatsächlich finden sich die Namen von GBW-Mitarbeitern in den Grundbüchern. So ist im GBW-Anwesen Nietzschestraße 12 ein Klaus Joachim P. als Vormerkungsberechtigter vermerkt. P. wird im Handelsregister bei der GBW als Prokurist mit der Ermächtigung zur Veräußerung und Belastung von Grundstücken geführt. Beim Anwesen Mainzer Straße/Rheinstraße findet sich eine Ramona G. als Vormerkungsberechtigte. Der Name taucht auch bei einer „Immobilienberaterin Wohnungsprivatisierung GBW Gruppe“ im Internet auf. Zurek kommentiert den Vorgang so: „Man sieht einmal mehr, dass der Verkauf der GBW-Wohnungen der größte wohnungspolitische Fehler der CSU der Nachkriegszeit war.“

Und was sagt die GBW? Sprecherin Katja Neese: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir – gerade in Wahlkampfzeiten – Meinungen Dritter nicht kommentieren und über Verkäufe nicht im Detail berichten.“

Johannes Welte

Luxus pur: Exklusive Wohnungen in München

Für 3,2 Millionen Euro gibt es diese Glockenbach-Suite. Wir zeigen weitere exklusive Wohnungen. © Concept Bau
TEUERSTE MIETWOHNUNG: 6000 Euro monatlich für 256 Quadratmeter in der Altstadt: So viel muss man für die wohl teuerste Mietwohnung der Stadt hinblättern. Die liegt im dritten Stock der Hofstatt (Hackenstraße) – mit Blick auf die Frauenkirche und mit edelster Ausstattung. © Haag Klaus
Der Münchner Makler Bauwerk Capital (im Foto Christoph Lemp von Bauwerk Capital im Wohnzimmer) hat die Quartiere auf dem ehemaligen Gelände des Süddeutschen Verlags auf den Markt gebracht. Das Anwesen gehört einem Investor. Das Haus ist noch nicht komplett vermietet. © Haag Klaus
TEUERSTES KAUFOBJEKT: Satte 12,3 Millionen Euro hat die exklusive 610-Quadratmeter-Penthouse-Wohnung im Obergeschoss des Neubauprojekts Park Avenue an der Lerchenfeldstraße – unmittelbar am Englischen Garten und neben dem Nationalmuseum – gekostet. © ImmoInvest Lerchenfeld GmbH
Ein Münchner hat die Wohnung gekauft, wie es beim Investor, der Münchner ImmoInvest GmbH, heißt. Im zweiten Quartal 2015 sollen alle 23 Eigentumswohnungen fertig sein, die Hälfte ist noch zu haben. Der Vorgängerbau aus den 50er Jahren wurde längst abgerissen, die Alt-Mieter wurden abgefunden. © ImmoInvest Lerchenfeld GmbH
WIR STELLEN NUN WEITERE EXKLUSIVE IMMOBILIEN VOR: Pienzenauerstraße 123 und 125: Rund fünf Millionen Euro kostet die größte der zehn Wohnungen in diesem Neubau am Herzogpark, direkt am Isarufer. Sie ist 420 Quadratmeter groß – bis zu 460 Quadratmeter große Gärten sind für die Bewohner dabei. Dafür musste ein alter Luxus-Bungalow weg. © Duken & v. Wangenheim
Oberföhring / Grüntal: Im Grüntal, direkt am Brunnbach, entsteht dieses exklusive Wohnhaus mit 10 Parteien. Voraussichtliche Fertigstellung Frühjahr 2014. Die Wohnungen sind zwischen 148 und 346 Quadratmeter groß. Die größte kostet 3,8 Millionen Euro. Die Privatgärten sind bis zu 420 Quadratmeter groß.. © Duken & v. Wangenheim
Kaulbachstraße 61: Im Lehel musste das Mädchenwohnheim Ermelinda der Don-Bosco-Schwestern für die Luxuswohnanlage K61 weichen und umziehen. Die 43 Wohnungen im K61 sind zwischen 31 und 285 Quadratmeter groß. Die größte kostete 3,15 Millionen Euro. Alle Wohnungen sind längst verkauft. Ende 2014 sind sie fertig. © Bauwerk Capital
Osterwaldstraße 37: Im besten Schwabing versteckt sich diese im Bauhaus-Stil errichtete Mehrparteienresidenz im Grünen nahe des Englischen Gartens. Die fünf Wohnungen zwischen 156 und 226 Quadratmetern Größe wurden längst verkauft, die größte kostete 2,9 Millionen Euro. © Bauwerk Capital
Oettingenstraße 61: Im Bauprojekt O61 in der Oettingenstraße direkt am Eisbach sind alle 19 Wohnungen längst verkauft, die ersten Bewohner ziehen schon ein. Die 366 Quadratmeter große und rund fünf Millionen Euro teure Maisonette-Wohnung soll ein Fußballstar gekauft haben. © Bauwerk Capital
J.-Pschorr-Haus: Im Joseph-Pschorr-Haus in der Fußgängerzone, das im Oktober eröffnet wurde, gibt es nicht nur den Sport Scheck und Büros sondern auch 25 exklusive Mietwohnungen – fünf sind noch frei. Die teuerste mit 129 Quadratmetern geht über zwei Geschosse und kostet 4100 Euro Monatsmiete warm! © Bauwerk Capital
Tivoli-Garden im Tucherpark: 2,8 Millionen Euro teuer war die 191 Quadratmeter große Dachgeschoss-Maisonette-Wohnungen im Tivoli-Garden am Tucherpark. Das Gebäude mit den 21 Wohnungen ist als Terrassenhaus konzipiert, alle Quartiere sind verkauft. Der Bau läuft, Anfang 2015 ist der Einzug geplant. © Hochtief
Palais an der Oper: 27 Luxus-Wohnungen entstanden im Palais an der Oper, der ehemaligen Residenzpost. 14 davon sind bereits vermietet, die 200-Quadratmeter-Wohnung ist noch frei. Für 87 Quadratmeter muss man etwa 4600 Euro hinlegen! Dafür gibt es unter anderem einen Wäscheservice und Concierge. © Accumulata/LBBW Immobilien
The Seven: Münchens 56-Meter-­Luxusturm The Seven in der Müllerstraße: Das 700-qm-Penthouse oben hat ein Münchner Pharma- und Kosmetikunternehmer für 16 Millionen Euro gekauft. Die künftige Wohnung von Dietmar Holzapfel (Foto), Chef des Hotels Deutsche Eiche, kostet fünf Millionen Euro. © Haag

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