Dramatische Zahlen

Das sind die teuersten Mieten Münchens

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Teures Pflaster: die Münchner Innenstadt.

München - Es sind dramatische Zahlen, die eine neue Studie über den Münchner Einzelhandelsmarkt offenbart: Die explodierenden Mietpreise für Verkaufsflächen in der Innenstadt üben immer mehr Druck auf kleinere Geschäfte aus!

Dafür drängen internationale Großkonzerne ins Zentrum. Aber: Die Flächen in den Top-Lagen sind begrenzt. Alternative Konzepte müssen her, meint Sören Hoffmann, Leiter der Einzelhandelsabteilung des Immobiliendienstleisters CBRE. Die tz erklärt die Fakten.

Die hohen Mieten: Insgesamt 1,6 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche stehen dem Einzelhandel in München zur Verfügung. Ein Viertel (400 000 qm) konzentriert sich auf die Innenstadt. Und die platzt aus allen Nähten. „München hat bei internationalen Handelsketten, vor allem im Textilbereich, einen hohen Nachfragewert. Momentan gibt es aber fast keine freien Flächen. Hohe Mieten sind die Folge“, erklärt Hoffmann. Beispiel: Die Spitzenmiete für einen Laden in 1A-Lage – etwa in der Kaufingerstraße – betrug im Jahr 2000 noch 192 Euro pro Quadratmeter. Heute muss man rund 350 Euro hinblättern. Tendenz: steigend! Fakt ist auch, dass München durch seine Wirtschaftskraft und die vielen Touristen für Einzelhändler nach wie vor einer der begehrtesten Standorte Europas ist.

So war das Jahr 2014: Generell hat der Einzelhandel in Deutschland ein schwieriges Jahr hinter sich. „Die Textilbranche bestimmt den Trend, und in diesem Sektor gab es Probleme“, weiß Hoffmann. Wegen des schlechten Sommers machten die Geschäfte weniger Umsatz. Auch die Russland-krise hielt viele Einkäufer fern. Die Nachfrage an Vermietungen, vor allem im Luxusbereich, war aber ungebrochen hoch.

Und so soll’s weitergehen: Der Mangel an verfügbaren Verkaufsflächen stellt die Stadt vor Probleme. Immer mehr starke Marken wollen sich ansiedeln, aber nicht überall und nicht um jeden Preis. In den kommenden Jahren sollen neue Verkaufsflächen geschaffen werden. Nach einer möglichen Neugestaltung des Bahnhofs und des Vorplatzes ist beispielsweise eine stärkere Verknüpfung mit der Fußgängerzone in der Schützenstraße angedacht. Dann soll der Touristenstrom vom Hauptbahnhof über den Stachus noch direkter in die Innenstadt geleitet werden.

Johannes Heininger

So viel Miete müssen die Geschäfte pro Quadratmeter und Monat aufbringen

Marienplatz/Kaufingerstraße 340 €

Neuhauser Straße 310 €

Perusastraße/ Maximilianstraße 300 €

Weinstraße 270 €

Theatinerstraße 270 €

Residenzstraße/Dienerstraße 190 €

Sendlinger Straße/ Rosenstraße 185 €

Tal 150 €

Brienner Straße 110 €

CBRE/Foto: 2015 Geobasis-DE/BKG

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