Am Samstag ist Mietertag

Mieterpräsidentin: Leerstand sofort bestrafen!

+
Im Oktober 2013 gab’s einen Aufstand gegen städtischen Leerstand in der Münchner Pilotystraße.

München - Die Mietpreisbremse kommt, die Makler-Abzocke wird im kommenden Jahr wohl Geschichte sein. Am Samstag steht der Bayerische Mietertag an. Das sind die Forderungen der Mieterpräsidentin.

Die Mietpreisbremse kommt, die Makler-Abzocke wird im kommenden Jahr wohl Geschichte sein. „Wir sind in wichtigen Fragen weitergekommen“, sagte die Vorsitzende des Bayerischen Mieterbundes, Beatrix Zurek (54, SPD), am Donnerstag im Hinblick auf den Bayerischen Mietertag am Samstag in Nürnberg. „Aber angesichts von Erstbezugsmieten in München von 18 Euro pro qm ist das noch nicht genug!“ Das sind die Forderungen der Mieterpräsidentin:

Mietpreisbremse verbessern: Zum kommenden Jahr sollen Vermieter bei Wiedervermietung maximal zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen dürfen. „Bei der Erstellung des Mietspiegels aber müssen alle Mieten einbezogen werden und nicht wie bisalng die, die in den letzten vier Jahren verändert wurden“, mahnt Zurek. Sie ergänzt: „Neubauten wurden bei der Mietpreisbremse auch für folgende Vermietungen ausgenommen. Das ist absolut überflüsig.“ Zudem fordert Zurek Sanktionen bei Versatößen gegen die Mietpreisbremse.

Makler-Bestellerprinzip durchsetzen: Wie es aussieht, werden Mieter ab 1. Januar keine Provision mehr zahlen müssen. Zurek: „Verstöße sollen mit Bußgeld bestraft werden. Langfristig werden Makler, die das System ausnützen, weniger werden.“

Umwandlungsverbot nachbessen: Dank einer Verordnung können Mietwohnungen nicht mehr so leicht in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. „Allerdings soll dieser Schutz in fünf Jahren wieder hinfällig sein – das kann nicht sein!“, bemängelt die Mieterpräsidentin. „Außerdem muss das Verbot in allen Gebieten mit gefährdeter Wohnraumversorgung gelten.“

Leerstand bestrafen: „Wir fordern eine Leerstandsabgabe vom Vermieter, wenn Wohnungen länger als drei Monate leerstehen“, sagt Zurek.

Mietervereins-Chefin Beatrix Zurek fordert Strafen.

Bessere Regelungen für geförderte Wohnungen: „Die Einkommensgrenzen für eine Sozialwohnung sind vor vielen Jahren festgelegt worden. Sie müssen höher werden“, so Zurek. Außerdem hätten einige Mieter die Voraussetzungen für eine Sozialwohnung zwar beim Einzug erfüllt, verdienten im Laufe der Jahre aber mehr und wohnten weiter in einer Sozialwohnung. „Wir wollen, dass die sogenannte Fehlbelegungsabgabe wieder eingeführt wird, die 2008 abgeschafft wurde.“

Eigenbedarf beschränken: Eigenbedarfskündigungen haben sch im letzten Jahr verdoppelt. Der Mieterbund fordert, diese auf Verwandte ersten Grades wie Kinder, Enkel oder Ehemänner zu beschränken.

Keine Zweckentfremdung: Wer Wohnungen hotelähnlich oder als Ferienwohnung nutzt, soll bestraft werden. Zurek: „Kommunen müssen Zweckentfremdung verfolgen können.“

nba

Tipp: Nebenkostenabrechnung prüfen lassen!

Ein Großteil der Beratungen beim Münchner Mieterverein findet zum Thema Nebenkostenabrechnung statt. Mit Erfolg - wie Chefin Beatrix Zurek sagt: „Jede zweite Abrechnung enthält Fehler.“

Auch interessant

Meistgelesen

"An den Vollpfosten": Anwohner zieht Taschentuch-Messie zur Rechenschaft
"An den Vollpfosten": Anwohner zieht Taschentuch-Messie zur Rechenschaft
Ohne großen Aufwand strahlend weiße Fugen im Bad? So klappt's 
Ohne großen Aufwand strahlend weiße Fugen im Bad? So klappt's 
Abfluss reinigen: Dank dieser Hausmittel ist Schluss mit Verstopfungen
Abfluss reinigen: Dank dieser Hausmittel ist Schluss mit Verstopfungen
"Falsch geworfen": DHL-Bote gibt peinliches Malheur zu
"Falsch geworfen": DHL-Bote gibt peinliches Malheur zu

Kommentare