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Münchner Wohnraum: Investoren bauen in die Höhe

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Von: Johannes Welte

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So soll das neue Haus an der Ecke Türkenstraße/Adalberstraße aussehen. © pk Architekten

München - Wohnraum in München ist gefragter denn je. Die Investoren reagieren auf ihre Art: Sie bauen in die Höhe. Das wird an zwei aktuellen Bauprojekten deutlich.

München boomt, vor allem Wohnraum ist derzeit gefragter denn je. Die Investoren reagieren darauf, dass sie in die Höhe bauen. Das schlug sich auch in zwei Bauprojekten nieder, die die Stadtgestaltungskommission am Dienstag auf der Tagesordnung hatte.

An der Anzinger Straße stehen südlich der Kulturfabrik seit Jahren mehrere Gewerbegebäude leer. Hier soll ein neues Quartier mit 400 Wohnungen – davon 30 Prozent gefördert – entstehen. Auch Gastronomie und Einzelhandel, sechs Kindergartengruppen und drei Kitas sind vorgesehen. Die Investoren planen zwei Blöcke mit sechs Etagen sowie ein Wohnhochhaus mit 21 Geschossen.

In der Maxvorstadt verschwindet derzeit ein Nachkriegshaus nach dem anderen. Anstelle der preiswerten Wohnungen entstehen noble Adressen. Jetzt sollen an der Ecke Adalbertstraße/Türkenstraße drei viergeschossige Altbauten abgerissen werden. An ihrer Stelle ist ein Neubau mit sechs Etagen und zwei ausgebauten Dachgeschossen geplant.

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Drei niedrige Häuser sollen für das Bauprojekt an der Türkenstraße/Adalbertstraße weichen. © pk Architekten

Das neue Haus soll 37 Wohnungen mit durchschnittlich 100 Quadratmetern und eine Tiefgarage mit 43 Stellplätzen sowie Läden im Erdgeschoss umfassen. Heimatpfleger Gert F. Goergens kritisiert die Dachterrasse mit einer durchgehenden Reling, die an dieser Stelle „ortsuntypisch“ ist. Auch die Fassade mit Balkonen und Erkern wirke „sehr unruhig im Stadtraum“.

An der Ecke Einsteinstraße/Grillparzerstraße ist ein Altenheim mit 197 vollstationären Plätzen und 37 Plätzen für betreutes Wohnen geplant. Auf Empfehlung der Stadtgestaltungskommission legte der Bauherr, die Hanseatische Gesellschaft für Seniorenimmobilien, am Dienstag einen neuen Plan vor.

Am St. Wolfgangs-Platz in Haidhausen wollen die Salesianer eine Kita für 240 Kinder errichten mit Schul- und Wohnräumen sowie einer Tiefgarage. Dafür müsste ein Teil des Sportplatzes weg.

In der Sendlinger Straße entsteht ein Geschäftshaus, das bis zur Kreuzstraße reicht. Die Fassaden sollen im Großen und Ganzen so bleiben, wie sie sind.

Johannes Welte

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