tz-Mietertag

In ihrem neuen Zuhause sind auch Hunde erlaubt

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Gabriela und Helge Ramisch beim Einzug in die neue Wohnung.

München - Nach einem tz-Bericht hat ein Münchner Ehepaar ein neues Heim für sich und seine Hündin Susi gefunden. In der alten Wohnung hatte es Probleme mit der Vermieterin gegeben.

Jetzt ist doch noh alles gut geworden. Die Bahnbeamten Gabriela (51) und Helge Ramisch (52) haben eine neue Wohnung gefunden, in der sie mit ihrer Hündin Susi (14) wohnen können – und wo sie auch Besuch von Gabrielas Mama Heidi (74) mit deren Hündin bekommen können. Denn: Nach dem tz-Bericht über die Probleme mit der bisherigen Vermieterin (die fand: zwei Hunde sind einer zu viel) meldete sich ein Immobilienbesitzer mit Herz bei den Ramischs. Josef Ludwig Hirl hatte die Geschichte gelesen und bot den Ramischs sofort seine Mietwohnung in Ampfing (Kreis Mühldorf) an, die gerade frei geworden war. Er sagt: „Es ist zwar noch einiges zu renovieren, da ich modernisiere, aber die Wohnung ist schön gelegen, mit Gartenanteil. Und Hunde sind selbstverständlich erlaubt!“

Die Ramischs fackelten nicht lang und zogen um. Endlich können sie sich jetzt wieder wohl fühlen. Ihre neue Wohnung ist 86 Quadratmeter groß und kostet 805 Euro Miete. Vor allem: Mit den geliebten Vierbeinern gibt es keine Probleme mehr. Hintergrund: In den alten vier Wänden war der Hund des Ehepaars zwar ausdrücklich erlaubt – aber es gab Ärger, weil Gabrielas Mutter Heidi zu Besuch kam und ebenfalls einen Hund (die kleine Yorkshire-Dame Trixie) mitbrachte. Nach Erscheinen des Berichts gab’s sogar die fristlose Kündigung. Rechtsexpertin Anja Franz vom Münchner Mieterverein sagt: „Diese fristlose Kündigung ist unwirksam. Da gibt es gar keinen Kündigungsgrund.“

So oder so: Das Paar hat eine neue Heimat gefunden. Und bei der Übergabe der alten Wohnung war ein Rechtsexperte des Mieterbunds mit dabei. Die Vermieterin unterschrieb das Übergabeprotokoll, in dem ausdrücklich festgehalten ist, dass die Wohnung mängelfrei übergeben wurde. Das ist ein wichtiger Punkt für die Kaution.

Und in der neuen Wohnung ist das Paar jetzt sowieso glücklich. Als die tz die beiden in Ampfing besuchte, war dort zwar noch viel zu tun, aber die neuen Fenster sind schon eingebaut, ebenso die neue Wohnungstüre. Und die Ramischs konnten in den vergangenen Tagen trotz Umzugsstress immerhin ein wenig ausspannen. „Wir haben am 1. Mai mit unserem neuen Vermieter und der Nachbarin ganz stilecht in unserem neuen Garten echte Thüringer Rostbratwürste gegrillt“, erzählt Helge Ramisch. Er ist froh, einen Vermieter zu haben, mit dem er sich gut versteht. Er sagt: „Es ist prima, beim Heimkommen ein gutes Gefühl zu haben.“

Und auch Hundedame Susi wird ihren Spaß haben – da sind sich die Ramischs sicher. Während des Umzugs war sie zur Stressvermeidung bei Gabrielas Mama, aber bald wird auch sie die Ampfinger Luft schnuppern.

Wie laut dürfen Kinder spielen?

Warm wird’s – und laut wird’s. Passend zum Start der Spielplatz-Saison weist der Münchner Mieterverein darauf hin, dass der Gesetzgeber Kinderlärm ausdrücklich erlaubt. Lachen, weinen, rufen: Alles das fällt nicht unter die so genannten „schädlichen Umwelteinwirkungen“.

Anja Franz, Sprecherin des Mietervereins, sagt: „Dies führt dazu, dass Geräuscheinwirkungen, die von Kindern ausgehen, von den Nachbarn grundsätzlich hinzunehmen sind. Dazu gehören kindliche Laute, lachen, rufen, aber natürlich auch weinen, schreien und kreischen. Auch Störungen nach 22 Uhr sind hinzunehmen. Denn niemand kann verhindern, dass ein Baby nachts schreit.“ Allerdings gibt’s Ausnahmen – etwa den Fall, dass Eltern ihre Kinder vernachlässigen oder der Aufsichtspflicht nicht nachkommen.

Anja Franz erklärt außerdem: „Auch wenn ältere Kinder und Jugendliche übermäßigen Lärm in der Wohnung verursachen, Fußball spielen oder vom Tisch hüpfen, ist das natürlich nicht zu akzeptieren. Bei extremen Lärmstörungen können sich die betroffenen Mieter bei ihrem Vermieter beschweren und haben unter Umständen sogar das Recht die Miete zu mindern. Der Vermieter ist dann verpflichtet, einzugreifen und mit den jeweiligen Nachbarn zu sprechen.“ Allerdings: Jeder Fall ist einzeln zu beurteilen …

Susanne Sasse

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