Heimischer Kräutergarten

Petersilie aus dem eigenen Garten - so einfach geht's

Petersilie frisch aus dem eigenen Garten schmecken am besten.
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Petersilie frisch aus dem eigenen Garten schmecken am besten.

Petersilie darf im eigenen Kräutergarten auf keinen Fall fehlen. Wie Sie das Würzkraut bei sich zu Hause pflanzen und pflegen, erfahren Sie hier.

  • Petersilie ist eines der beliebtesten Küchenkräuter.
  • Sie ist gesund und lässt sich vielen Speisen beifügen.
  • Das würzige Kraut können Sie im Garten oder auf dem Balkon anbauen.

Was gibt es Schöneres als neben dem Kochen ein paar Kräuter aus dem heimischen Garten zu pflücken und damit die Speisen abzuschmecken? Manch einem mag die Arbeit vielleicht zu viel sein, aber Gemüse und Kräuter aus eigenem Anbau sind besonders lecker und frisch und meistens nicht zu aufwendig in der Pflege. Gerade Petersilie ist ein beliebtes Küchenkraut, das zum Verfeinern von Soßen, Suppen, Fleisch oder Fisch verwendet wird. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das gesunde Kraut im eigenen Garten pflanzen.

Wann Petersilien gepflanzt werden sollten

Petersilie können Sie bereits ab Januar in Aussaatschalen oder Töpfen auf der Fensterbank vorziehen. Bei einer Temperatur um 20 bis 25 Grad Celsius sind innerhalb von drei Wochen die ersten Keimlinge zu sehen. Sobald diese fünf bis acht Zentimeter hoch sind, kommen sie ins Freiland. Das Küchenkraut können Sie aber ab März - besser im April* - auch direkt ins Gartenbeet säen. Auf diese Weise können Sie die Petersilie im Sommer und Herbst ernten.

Petersilie pflanzen: Was der optimale Standort mitbringen muss

Damit das Küchenkraut angemessen heranwachsen kann, braucht es einen hellen Standort in der Sonne oder im Halbschatten. Direktes Sonnenlicht sollten Sie jedoch vermeiden. Der Boden sollte humos, tiefgründig und durchlässig sein, damit das Wasser gut abfließen kann und es nicht zu Staunässe kommt. Der pH-Wert sollte eher in Richtung sauer gehen. Vor dem Pflanzen arbeiten Sie in den Boden einen organischen Dünger ein.

Beachten Sie außerdem, dass Petersilie nach einem Jahr an einem anderen Standort gepflanzt werden sollte, da sie sonst gelb wird. Erst nach vier Jahren sollten Sie wieder an derselben Stelle Petersilie anpflanzen.

Was kann ich neben der Petersilie pflanzen?

Petersilie versteht sich sehr gut mit Radieschen*, aber auch Knoblauch*, Porree* oder Tomaten* leisten ihr gute Gesellschaft. Wenn Sie das Kraut neben Ringelblumen pflanzen, schützen Sie es außerdem vor Fadenwürmen, den sogenannten Nematoden, und werten die Bodenqualität auf.

Pflanzen Sie das Küchenkraut aber nicht neben anderen Doldenblütlern wie Dill oder Möhren*, da diese um Nährstoffe konkurrieren. Darum sollten Sie Petersilie auch nicht in einem Beet anpflanzen, in dem zuvor ein anderer Doldenblütler gepflanzt wurde. Auch danach sollte vier Jahre lang keine Pflanze aus dieser Familie mehr dort angebaut werden.

Passend dazu: Wenn Sie diese Sache beim Gemüseanbau vergessen, drohen Krankheiten und Schädlinge.

Anleitung: Petersilie im Garten pflanzen

Bei der Aussaat ins Freiland sollte der Boden mindestens acht Grad haben. Bilden Sie Reihen in einem Abstand von 20 bis 30 Zentimetern und säen Sie die Petersilien-Samen mit zehn Zentimeter Abstand zueinander aus. Die Samen sollten nicht tiefer als ein bis zwei Zentimeter gesät werden. Nach drei bis vier Wochen beginnen die ersten Pflanzen zu keimen. Damit Sie es im Gartenbeet schön warm und feucht haben, können Sie ein Vlies darüber spannen. Petersilie können Sie bis Ende Juli aussäen, sodass sie im Winter geerntet werden kann. Danach sollten Sie sich für das Kraut einen warmen Standort, zum Beispiel im Gewächshaus, suchen.

So pflegen Sie Ihre Petersilie

Nach der Aussaat versorgen Sie die Petersilie gleichmäßig mit Wasser. Zu viel sorgt für Staunässe und zu wenig für Trockenheit - beide tut dem Küchenkraut nicht gut. Damit sich die Blätter beim Bewässern in der Sonnenglut nicht verbrennen, sollten Sie sie entweder morgens oder abends gießen. Entfernen Sie zudem jegliches Unkraut mit der Harke.

Damit die Petersilie genügend Nährstoffe bekommt, können Sie den Boden während der Wachstumsphase mit reifem Kompost anreichern.

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Petersilie ernten: So funktioniert's

Petersilie ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr ihre charakteristischen Blätter bildet und im zweiten Jahr einen hohen Blütenstängel. Darum können die Blätter im ersten Standjahr und in vor der Blüte im zweiten Standjahr gepflückt werden. Danach tritt kaum noch Blattwachstum ein und die Pflanze kann nicht mehr geerntet werden.

Mit einem kleinen Tipp steigern Sie Ihre Petersilien-Ernte: Nehmen Sie immer nur die äußeren Stiele mit den Blättern und nicht die Herzblätter, wächst das Küchenkraut weiter, sodass sie mehrmals geerntet werden kann.

Petersilie im Topf auf der Fensterbank oder auf dem Balkon anbauen

Wenn Sie weite Wege vermeiden wollen, können Sie Petersilie auch im Topf auf der Fensterbank oder auf dem Balkon heranziehen. Dazu säen Sie das Kraut in einem speziellen Kräutersubstrat. Falls Sie die Petersilie in einen Topf für die Fensterbank anpflanzen möchten, sollte dieser Abzugslöcher haben, damit das Wasser gut ablaufen kann. In einem Balkonkasten fühlt sich das Kraut aber meist wohler, da dort die Nährstoffversorgung besser ist und Sie ihm einen sonnigeren Standort bieten können - nur direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermeiden. Falls Sie vorgezogene Petersilie anbauen möchten, kaufen Sie diese am besten in einem Fachhandel. Die vorgezogenen Töpfe aus dem Supermarkt sind in der Regel für den sofortigen Verbrauch gedacht. 

Nach der Aussaat müssen Sie die Petersilie ausreichend gießen, aber nur sparsam düngen. Nach einigen Wochen können Sie dann Ihre Petersilie aus dem Topf ernten, in dem Sie die Stängel knapp über dem Boden abschneiden - die Herzblätter bleiben wieder stehen.

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Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni.
Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni. © pixabay
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig.
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig. © pixabay
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist.
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist. © pixabay
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen.
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen. © pixabay
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart.
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart. © pixabay
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen.
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen. © pixabay
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen.
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen. © pixabay
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten.
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten. © pixabay
Schneeglöckchen sind nicht nur bezaubernd grazil, sondern erfreuen uns auch manchmal schon im Januar mit ihrem Erscheinen. Die zarten Pflänzchen auszureißen oder umzupflanzen ist allerdings verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Außerdem ist die Pflanze in allen Teilen giftig.
Schneeglöckchen sind nicht nur bezaubernd grazil, sondern erfreuen uns auch manchmal schon im Januar mit ihrem Erscheinen. Die zarten Pflänzchen auszureißen oder umzupflanzen ist allerdings verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Außerdem ist die Pflanze in allen Teilen giftig. © pixabay
Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben.
Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben. © pixabay

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