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Die Pläne für 2500 günstige Apartments

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Von: David Costanzo

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Ein Neubau der Wagnis-Genossenschaft am Olympiapark. © Wagnis

München - Die Wohn-Genossenschaften sind in aller Munde, alle OB-Kandidaten und Rathaus-Parteien wollen sie fördern, weil sie wirklich auf Dauer bezahlbare Wohnungen schaffen können. Und das tun sie schon jetzt.

Nach vielen Jahren des Stillstands mischen die Genossen wieder Beton an! Zehn der 35 Organisationen wollen mehr als 2500 Apartments bauen – davon mehr als die Hälfte sozial gefördert.

Die Idee ist 150 Jahre alt und eigentlich ganz einfach: Die Genossen sind Mieter und Vermieter zugleich. Viele tun sich zusammen, bauen und finanzieren zusammen, wohnen und mieten zusammen. Profit wie bei den Immobilienhaien? Braucht keiner! „Unsere Mitglieder wollen gut, preiswert und komfortabel wohnen“, sagt Christian Stupka, Vorstand der Genossenschaftlichen Immobilienagentur (GIMA). „Das ist das Geheimnis.“ Allerdings sind nicht alle Organisationen offen für neue Mitglieder.

Weil die Stadt mit dem jüngsten Wohnung

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KARTE VERGRÖSSERN

sbauprogramm schon die Förderung ankurbelte, legen nicht nur die jungen Genossenschaften namens Wagnis, Wogeno und Frauen-Wohnen los, sondern auch sieben alte Organisationen, die auf so urige Namen wie Baugenossenschaft des Post- und Telegrafenpersonals hören. Es geht um 15 Neubaugebiete: Heuer werden 205 Wohnungen fertig, für 362 Apartments rollen die Bagger an, für 705 laufen die Bewerbungen, an weiteren 1270 Wohnungen haben die Genossenschaften Interesse, davon die Hälfte in Freiham und der Bayernkaserne. Die Genossenschaften wollen sogar noch mehr: Sie bekommen zwar theoretisch bis zu 40 Prozent aller neuen Flächen, im Zentrum würden sie aber gern noch mehr bauen.

David Costanzo

So funktioniert’s

Es gibt alte und neue Genossenschaften: Alte nehmen teilweise gar keine Mitglieder mehr auf, weil schon die bestehenden jahrelang auf Wohnungen warten. Die Genossen brauchen nur eine Einlage ab 1200 Euro und zahlen rund 7 Euro Miete pro Quadratmeter. Bei den neuen Genossenschaften kommen die Einlagen wegen der hohen Grundstückspreise auch auf 45 000 Euro – trotzdem kann die Miete noch bei 13 Euro liegen.

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