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So einfach pflanzen Sie Radieschen im eigenen Garten

Leckere Radieschen bauen Sie ganz einfach selber an.
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Leckere Radieschen bauen Sie ganz einfach selber an.

Wenn Sie nach dem perfekten Gemüse für den Einstieg ins Hobbygärtner-Dasein suchen, ist das Radieschen eine gute Wahl. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es pflanzen.

  • Radieschen sind ein beliebter Gast auf dem Brotzeitteller.
  • Die roten Knollen eignen sich zudem hervorragend für angehende Hobbygärtner.
  • Mit wenig Aufwand bauen Sie die Radieschen in ihrem Garten oder auf dem Balkon an.

Radieschen ist schon seit langem ein Klassiker auf dem Brotzeitbrett und kann ganz einfach einem Salat beigemischt werden. Noch besser schmecken die roten Knollen aber aus eignem Anbau - und der gestaltet sich für angehende Hobbygärtner äußerst leicht.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Radieschen zu pflanzen?

Einen perfekten Zeitpunkt für die Aussaat der Radieschen* gibt es im Prinzip nicht. Da das Knollengemüse innerhalb sechs Wochen erntereif ist, können Sie es zwischen April und August regelmäßig neu aussäen. Ausschlaggebend für den richtigen Pflanztermin ist eher die Sorte: Manche sprießen eher im Frühjahr und andere sind für den Sommer gedacht. Wenn Sie es also richtig anstellen, können Sie alle vier Wochen eine neue Sorte in Ihrem Beet anbauen. Bloß auf den Frost sollten Sie achten: Bei der Aussaat braucht es beständige Temperaturen über fünf Grad herrschen, am besten sind jedoch 12 bis 15 Grad Celsius.

Radieschen pflanzen: Welcher Standort eignet sich?

Radieschen mögen einen sonnigen Standort, aber im Hochsommer ist es sinnvoll, sie an eine Stelle im Halbschatten umzupflanzen - so trocknen sie nicht aus. Der Boden sollte gleichmäßig feucht, humos und durchlässig sein, jedoch nicht zu leicht. Die Wurzeln der Pflanzen finden sonst keinen Halt.

Bei Radieschen bieten sich als Mischkultur Bohnen*, Erbsen*, Tomaten* und Möhren* an. Weniger erfolgreich gedeihen die Knollen neben Gurken*, Erdbeeren* oder anderen Kreuzblütlern wie Brokkoli, Blumenkohl* oder Kohlrabi. Achten Sie zudem darauf, dass Radieschen im Freiland erst nach vier Jahren wieder an demselben Standort angebaut werden sollten, damit sich der Boden erholen kann.

Passend dazu: Wenn Sie diese Sache beim Gemüseanbau vergessen, drohen Krankheiten und Schädlinge.

Radieschen vorziehen: So säen und pikieren Sie sie

Radieschen lassen sich wie viele andere Pflanzen, die aus Samen vermehrt werden, auch im Haus oder im Frühbeet vorziehen. Allerdings sind sich Hobbygärtner uneinig, ob das wirklich nötig ist und die Radieschen im Frühjahr nicht lieber gleich ins Freiland gesetzt werden sollten. Beim Vorziehen der Radieschen können Sie jedoch nicht viel falsch machen und die Ernte des Knollengemüses sogar noch ein wenig vorverlegen. Dafür beginnen Sie schon im Februar mit der Aussaat der Radieschen.

Um die roten Knollen vorzuziehen, brauchen Sie spezielle Anzuchtkästen mit Abdeckung, damit die Samen in einer feucht-warmen Umgebung keimen können. Alternativ bieten sich Anzuchttöpfe aus Torf an, die Sie zusammenstellen und mit einer Klarsichtfolie abdecken. Verwenden Sie zudem Anzuchterde aus dem Handel, damit die Radieschen auf optimale Bedingungen stoßen. Ein heller Standort ist ebenfalls wichtig, damit die jungen Pflanzen nicht in die Höhe schießen.

Sobald sich aus den Samen die ersten Blattpaare entwickeln, werden die Sämlinge pikiert. Das heißt, sie werden mit einem Pikierstab aus dem Pflanzgefäß geholt und in einen größeren Topf vereinzelt, damit sie mehr Platz haben, sich zu entwickeln. Ab April können dann die ersten Radieschen nach draußen ins Gartenbeet umgezogen werden. Da noch die Gefahr von Frösten besteht, schützen Sie die jungen Pflanzen am besten, indem Sie sie mit einem Vlies überdecken. Wenn Sie dieses Problem umgehen wollen, pflanzen Sie das Knollengemüse lieber im Mai nach den Eisheiligen* an.

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So pflanzen Sie Radieschen im Beet

Wenn Sie sich für eine Direktsaat ins Beet entscheiden, lockern Sie den Boden vorher mit einer Harke oder einem Sauzahn auf - das sollet auch geschehen, wenn Sie die Pflanzen vorgezogen haben. Danach reichen Sie die Erde mithilfe von Kompost mit Nährstoffen an und arbeiten alles schön ein. Schon können Sie mit der Aussaat beginnen.

Teilen Sie das Beet in Reihen ein, die einen Abstand von circa zehn bis 15 Zentimetern haben. Zwischen den Samenkörner sollte es einen Abstand von vier Zentimetern geben. Diese säen Sie in ungefähr ein Zentimeter tiefe Rillen im Beet, die Sie danach wieder verschließen. Achten Sie dabei darauf, dass die Radieschen-Samen noch etwas Licht abbekommen, da sie sich bei Dunkelheit nur schlecht entwickeln. Danach wird das Beet leicht bewässert.

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Pflege-Tipps für Radieschen

Nach der Aussaat sollten Sie dafür sorgen, dass die Radieschen ausreichend und gleichmäßig gegossen werden - besonders an trockenen, heißen Tagen. Bei einem lockeren Boden, bedarf es in der Regel keiner weiteren Düngung. Geben Sie auf jeden Fall keinen frischen Stallmist zu den Radieschen, da dies den Schädlingsbefall begünstigt. Entfernen Sie zudem regelmäßig Unkraut und lockern Sie die Erde.

Wie lange dauert es, bis ich die Radieschen ernten kann?

Bei der Radieschen-Ernte gilt die Devise: Lieber früher als zu spät. Je nach Sorte können die ersten Pflanzen schon nach ungefähr vier Wochen geerntet werden. Überprüfen Sie drei Wochen nach der Aussaat die Größe der Radieschen. Wenn die Knollen bereits zwei bis drei Zentimeter dick sind, können Sie sie ernten. Länger als sechs Wochen sollte das Knollengemüse aber nicht im Beet verbleiben - sonst werden die Radieschen holzig und verlieren ihren scharfen Geschmack.  

Radieschen im Topf auf dem Balkon pflanzen

An einem sonnigen oder halbschattigen Ort auf dem Balkon können Sie Ihren Radieschen in einem Topf heranziehen. Über ungemütliches Wetter brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, da die Knollen dagegen relativ robust sind. Die Erde sollte humos und wasserdurchlässig sein - mit etwas beigemischtem Sand fließt das Wasser gut ab. Dünger braucht es eigentlich nicht, aber Sie können ein wenige Kompost oberflächlich in die Erde einarbeiten.

Mit der Aussaat der Radieschen können Sie ab April bei Temperaturen über fünf Grad beginnen. In einem größeren Pflanzgefäß säen Sie die Knollen in Reihen mit je zehn Zentimeter Abstand zueinander aus. Die Samen brauchen mindestens vier Zentimeter Platz, bevor die nächsten in der Reihe kommen. Pflanzen Sie die Radieschen nur ungefähr einen Zentimeter tief und bedecken Sie sie leicht mit Erde. Nach ungefähr einem Monat können Sie die Knollen schon von Ihrem Balkon genießen.

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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